Verdienst du eigentlich gut Geld oder liegt dein Job unter dem Durchschnitt? In Deutschland kann man leicht recherchieren, ob man zu den Wenigen gehört, die viel verdienen oder zu den Vielen gehört, die wenig verdienen. Wir haben die Jobs mit dem geringsten Verdienst für dich zusammengestellt.

Niedriglohnjobs: Berufe, von denen man arm wird

Wir alle kennen die Klischees über wenig bezahlte Jobs. In meiner Heimat waren diese Klischee-Berufe McDonald’s-Mitarbeiter:innen und Friseur:innen. Warum bei uns zu Hause diese beiden Berufe so klischeebehaftet waren, weiß ich selbst nicht. Doch stimmt das eigentlich? Ein durchschnittlicher McDonald’s-Kassenmitarbeitender bekommt pro Stunde 9 €. Das sind im Monat 1.440 €. Im Jahr sind das 17.280 €. McDonald’s erklärt aber, dass man hier schon nach gut einem Jahr in die nächste Gehaltsstufe aufsteigen kann. Friseur:innen verdienen im Durchschnitt gut 20.800 € im Jahr.

Ist das jetzt viel oder wenig?

Wie viel verdient man normalerweise in Deutschland?

Das durchschnittliche Bruttogehalt in Deutschland liegt bei 51.000 €. Noch aussagekräftiger ist aber laut Kununu der Median des Verdienstes der Deutschen. Der Median ist der Mittelwert aller Gehälter. So verdient die Hälfte der Deutschen mehr und die Hälfte der Deutschen weniger. Der deutsche Median liegt bei 44.074 € im Jahr.

Die folgenden Berufe liegen laut Kununu im Schnitt unter dem Durchschnitt der deutschen Gehälter:

  1. Küchenhilfe, 19.700 Euro
  2. Tankstellenmitarbeiter:in, 20.000 Euro
  3. Bäckerei-Konditorei-Verkäufer:in, 20.100 Euro
  4. Taxifahrer:in, 20.200 Euro
  5. Raumpflege-Fachperson, 20.300 Euro
  6. Friseur:in, 20.800 Euro
  7. Kassierer:in, 20.900 Euro

Übrigens: Als Flink oder Gorillas-Mitarbeiter:in verdient man sehr unterschiedliche Gehälter. Kununu hat aufgrund von 64 Gehaltsangaben herausgefunden, dass ein/e Flink-Mitarbeiter:in zwischen 19.400 € für die Position „Auslieferer“ und 52.500 € für die Position „Supply Chain Manager:in“ bekommt.

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Im Einzelhandel verdient man unterdurchschnittlich. Foto: IMAGO IMAGES / Geisser

Diese Branchen verlieren das Gehaltsspiel

Als Küchenhilfe steht man ganz oben auf dem Siegertreppchen der Jobs mit der schlechtesten Bezahlung. Auffallend ist zudem, dass bei den sieben schlechtbezahlten Jobs vier Berufe aus dem Einzelhandel dabei sind: Küchenhilfe, Tankstellenmitarbeitender, Bäckerei-Konditorei-Verkäufer:in und Kassierer:in.

Der Einzelhandel ist generell von sehr niedrigen Gehältern geplagt: Ob es um Lebensmittel, Technik, Textil, Einrichtung oder andere Güter geht, liegt man im Einzelhandel mit 32.444 € Durchschnittseinkommen unter dem Bundesdurchschnitt 51.000 €.

Neben dem Einzelhandel liegen noch andere Branchen auf einem niedrigen Durchschnittsgehaltsniveau. Bei Hotels und Gaststätten sind es 31.200 € im Durchschnitt und im Callcenter sind es 28.916 €.

Übrigens: Es kommt auch sehr auf deinen Heimatort an, wie viel du verdienst. In Mecklenburg-Vorpommern (34.320 €) verdient man im Durchschnitt gut 12.000 € weniger als in Bayern mit 46.800 €.