Du musst über Weihnachten arbeiten, während alle anderen freihaben und die Zeit mit ihrer Familie genießen können? Das ist natürlich nicht so schön. Aber immerhin wirst du für deine zusätzliche Arbeit entsprechend entlohnt. Was genau ein Feiertagszuschlag an Weihnachten ist und wie viel Geld dir tatsächlich zusteht, erfährst du in diesem Artikel.

Was ist ein Feiertagszuschlag?

An regulären Feiertagen entfällt in vielen Berufen die Arbeitspflicht. So auch am 25. Und 26. Dezember. Allerdings gilt das nicht für alle Branchen, da einige trotz eines Feiertags noch dringend gebraucht werden. Zu diesen Berufsfeldern gehören:

  • Polizei
  • Rettungsdienste und Feuerwehr
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • Landwirtschaft und Tierpflege
  • Gaststätten und Beherbergungsbetriebe
  • Fremdenverkehr
  • Verkehrsunternehmen
  • Energie- und Wasserversorgung
  • Theater und Kinos
  • Rundfunk und Presse

Für alle diese Branchen entfällt das Beschäftigungsverbot an Feiertagen. Dafür erhalten alle Arbeitnehmer:innen, die an einem Feiertag arbeiten, einen sogenannten Feiertagszuschlag. Das bedeutet konkret, du bekommst an solchen Tagen ein zusätzliches Gehalt, das in der Regel deutlich höher ist als dein Lohn an einem normalen Arbeitstag.

Silvester
Auch an Silvester kannst du einen Feiertagszuschlag erhalten, wenn du in einem der oben genannten Berufe tätig bist. Credit: Jacob Lund via Canva.com

Wie hoch ist der Feiertagszuschlag an Weihnachten und Silvester?

Feiertagszuschläge sind vor allem an Feiertagen wie Weihnachten, Silvester und Neujahr nicht selten und fallen außerdem verhältnismäßig hoch aus. Doch wie hoch ist der Feiertagszuschlag an Weihnachten und Silvester? Üblich sind dabei die folgenden Prozentsätze:

  • Arbeitest du am 24., 25. oder 26. Dezember, erhältst du ab 14 Uhr meistens einen steuerfreien Feiertagszuschlag von etwa 100 bis 150 Prozent deines Lohns.
  • Wenn du am 31. Dezember oder auch an anderen gesetzlichen Feiertagen ab 14 Uhr arbeitest, bekommst du einen Feiertagszuschlag von etwa 100 bis 125 Prozent.

Im Vergleich dazu bekommst du, wenn du an einem Sonntag arbeitest, durchschnittlich 50 Prozent mehr als dein normales Gehalt. Hast du Nachtschicht, sind das etwa 25 Prozent. Ein Feiertagszuschlag an Weihnachten kann sich also durchaus lohnen.

Sind Arbeitgeber:innen verpflichtet Feiertagszuschläge an Weihnachten zu zahlen?

Grundsätzlich werden Feiertagszuschläge und die Regelung für Überstunden in deinem Arbeits- oder Tarifvertrag schriftlich festgehalten. Arbeitest du in einem der oben genannten Berufsfelder und an Weihnachten kann dein:e Arbeitgeber:in dir entweder einen Feiertagszuschlag auszahlen oder dir einen Ersatzruhetag einräumen.

Zu Letzterem sind Arbeitgeber:innen sogar verpflichtet, wenn du für deine Arbeit an einem Feiertag nicht bezuschusst wirst. Dieser Ersatzruhetag muss dann anschließend innerhalb von zwei Wochen umgesetzt werden.

Viele Arbeitgeber:innen entscheiden sich allerdings auch dafür, ihren Arbeitnehmer:innen ganz freiwillig einen Feiertagszuschlag für zum Beispiel die Weihnachtszeit anzubieten, um ihre Mitarbeiter:innen zu motivieren.

Der Grund dafür ist, dass die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester eine beliebte Urlaubszeit ist. Leider können sich nur nicht alle Mitarbeiter:innen einer Firma an diesen Tagen freinehmen. Um also die Arbeitnehmer:innen zu belohnen, die in dieser Zeit arbeiten, bekommen sie einen Feiertagszuschlag an Weihnachten.

Geld Weihnachten
Je nachdem, an welchem Feiertag du arbeitest, desto mehr Geld verdienst du zusätzlich. Credit: pixelliebe/Getty Images Pro; VAKSMAV/Getty Images Pro via Canva.com [M]

Fazit: Der Feiertagszuschlag an Weihnachten lohnt sich

Zwar gibt vermutlich deutlich schönere Dinge, die man an Weihnachten oder Silvester unternehmen kann als zu arbeiten, jedoch zahlt sich diese zusätzlich Arbeit meistens aus.

Viele Arbeitgeber:innen zahlen ihren Mitarbeiter:innen nämlich einen ordentlichen Feiertagszuschlag an Weihnachten. Und mal ehrlich: Mit dem zusätzlichen Geld kannst du auch die Tage nach Weihnachten trotz Arbeit noch ordentlich genießen.

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