OnlyFans, das umstrittene Porno-Instagram, zieht nicht nur jene an, die schon eine Menge Reichweite ergattert haben. Auch Neustarter:innen werden leicht angelockt. Denn das Anmelden bei OnlyFans funktioniert genauso schnell und unkompliziert, wie sich das Konto mit steigender Followerzahl füllt. Während Corona war das eine echte Alternative zur Kurzarbeit.

Obwohl OnlyFans als innovativ gehyped wird, ist das Prinzip dahinter wahnsinnig simpel, zumindest simpler als andere Social Media Plattformen. Wie bei Instagram laden Creator Inhalte hoch. Die werden wie in einem Feed angezeigt. Wenn du sie sehen willst, musst du eine monatliche Gebühr für den Creator zahlen, sonst bleiben die Posts hinter einer Paywall. Du bezahlst, wen du dir anschaust. So einfach ist das.

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So & nackter kennen wir OnlyFans. Credit: Victoria Lukac privat/Instagram

Das Motto lautet immer noch „Sex sells“

Obwohl das schon sehr selten ist, ist der USP ein anderer. Die Uploads werden bewusst nicht kontrolliert. Das ist für den Erotikbereich von Vorteil. Nacktfotos, die bei Instagram zensiert würden und sogar ganze Pornos finden sich auf der Website. Das hatte schnell ein versautes Image zur Folge. Auch wenn dafür geworben wird, dass freizügiger nicht immer besser ist: Sex sells.

Der Account von Jem Wolfie zum Beispiel ist einer der erfolgreichsten auf der Plattform. Sie hat sich zwar noch nie komplett nackt gezeigt, was im Verhältnis zu anderen Accounts fast schon prüde wirkt, aber auch sie hält ihre zusammengedrückten Brüste in die Kamera oder posiert in sehr engen Leggings.

Das Ziel der Seite ist offiziell dennoch, aus der Porno-Nische rauszukommen. Das bedeutet für dich, dass du nicht nur mit Erotik-Content Geld machen kannst. Auch mit dem richtigen Gespür für Trends lässt sich selbst als unbekannte Person eine Menge Geld verdienen. Deswegen gibt es bereits über 30 Millionen Nutzer:innen und fast eine halbe Million Creator.

Wie anonym ist OnlyFans?

Das alles geht mehr oder weniger anonym, ohne das leicht dirty Image der Webseite. Für User und Creator sind allerdings ein paar Dinge zu beachten.

Anmelden bei OnlyFans: Für User

Erst einmal vorweg: User bleiben bei OnlyFans anonym. Du kannst dich bei Onlyfans mit einem (anonymen) Twitter-Account oder per Mailadresse anmelden. Dafür musst du 18 Jahre alt sein. Allerdings musst du eine Kreditkarte oder Giropay hinterlegen, um kostenpflichtige Accounts abonnieren zu können. PayPal ist nicht möglich.

Anmelden bei OnlyFans: Für Creator

Das Anmelden bei OnlyFans wird strenger, sobald du vorhast, eigenen Content hochzuladen und Geld zu verdienen.

Dafür musst du ein Ausweisdokument hochladen, um dein Alter zu bestätigen. Immerhin dient das nur der Verifizierung. Deine Follower bekommen das natürlich nicht zu Gesicht. Ein Bankkonto zu hinterlegen ist genauso Pflicht, irgendwo muss das Geld ja hin. Ausbezahlt wird nachdem eine bestimmte Summe erreicht ist. Allerdings bekommst du nicht die gesamten Einnahmen. 20 Prozent gehen an OnlyFans selbst. An deine privaten Daten kommt kein User.

Die große Kunst ist, trotz der Posts nicht zu viele persönliche Details preiszugeben. Wie gesagt, bei OnlyFans kannst du alles hochladen. Thematisch bist du also absolut frei.

Kleine Inspiration gefällig? Diese „Are you the One“-Kandidatinnen sind bei Onlyfans.

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Egal ob mit Erotik oder nicht: OnlyFans mit genügend Followern ist OnlyFans ein stabiler Nebenverdienst. Foto: gettyimages / Hirurg Credit: gettyimages / Hirurg

Was kann ich mit OnlyFans verdienen?

Was du verdienen kannst, hängt von zwei Faktoren ab. Zum einen natürlich von deiner Followerzahl und zum anderen von deinem Abopreis. Schon bei nur 100 Followern und dem niedrigsten Preis verdienst du mehr als 300 Euro im Monat, mit 500 sind es bereits 1600 Euro und bei 1000 über 3000 Euro.

Außerdem kannst du um Trinkgeld bitten, das heißt, User können dir einen zusätzlichen Betrag für einen Post zukommen lassen. Gerne gesehen sind auch kostenpflichtige Privatnachrichten. Verrätst du allerdings hier zu viel, ist es aus mit der Anonymität.

Fazit: Im Internet ist nichts anonym

Eine Sache solltest du allerdings nie vergessen: Das Internet vergisst nicht. Da ist es auch egal, ob Screenshots offiziell verboten sind oder nicht. Im schlimmsten Fall verbaust du dir deine Zukunft. Außerdem werden deine Daten in Amerika verwertet, sie sind also nicht durch eine DSGVO geschützt.

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