Selbstliebe

Squirten lernen leicht gemacht

Squirten ist ein natürlicher Vorgang beim Sex, der deine Lust noch verstärken wird. Mit unseren Tipps kannst du Squirten ganz einfach lernen.

Erdebeere squirtet
Squirten kann man lernen. Das Wichtigste ist Entspannung und ein offenes Bewusstsein dafür. (Credit: iStock / Nutnarin Khetwong)

Aufgepasst, jetzt wird es feucht, denn wir sprechen heute über das Thema Squirting. Es wird gern als weibliche Ejakulation beworben. Das stimmt allerdings ganz und gar nicht. Wir räumen mit den Mythen rund ums Squirting auf und zeigen wie du es lernen kannst und was du darüber wissen musst.

Selbstbefriedigung bei Frauen
G-Punkt, weibliche Ejakulation und Squirten: Wie das zusammenhängt, erklären wir dich hier.(Photo: Unsplash)

Was ist squirten und wie kann Frau es lernen?

Squirten wird gern als weibliches Abspritzen bezeichnet und rein visuell ist der Begriff sehr passend. Viele Mythen und Halbwahrheiten ranken sich um das Thema. Nicht zu Unrecht, denn selbst Wissenschaftler wissen noch nicht, wie der genaue Tathergang ist. 

Es wird aber angenommen, dass beim Sex eine Kammer hinter dem G-Punkt stimuliert werden kann, die sich mit Flüssigkeit füllt. Bei einer Überstiumlation oder einem Orgasmus entläd sich diese dann sehr schnell und kann auch schon mal spritzen. Wir klären die Mythen rund zum Thema Squirting auf:

Squirten ist die weibliche Ejakulation.

Absolut nicht. Die weibliche Ejakulation und Squirten sind völlig unterschiedliche Dinge. Das normal Cum der Frau ist – ähnlich wie beim Mann – eher leicht milchig und klebrig. Squirt hingegen ist eine klare Flüssigkeit, die oft aus der Vagina geschossen kommt. Während viele Frauen unbewusst ejakulieren, passiert Squirting bewusst. 

Beim Squirten kommt die Frau.

Nein, wie bei der weiblichen Ejakulation, müssen Orgamsmus und Suirting nicht nicht immer Hand in Hand gehen. Bei entsprechender Stimulation kann Frau mehrmals während des Sex oder der Selbstbefriedigung Squirten, auch ohne einen Orgasmus. 

Vermutlich ist es besonders dieser Mythos, der viele Männer heiß macht, wenn man das Thema anspricht. Denn Squirten ist, wie eine starke weibliche Ejakulation, ein klarer visueller Indikator dafür, dass die Partnerin den Sex genießt und Spaß hat.

Squirten ist Pinkeln beim Sex.

Auch hier: Ein klares Nein. Die genaue Zusammensetzung der Flüssigkeit beim Squirten gibt Wissenschaftlern Rätsel auf. Der größte Bestandteil ist klare Flüssigkeit aus der Harnblase. Manchmal kann sich etwas Urin dazu mischen. Das ist aber völlig normal und absolut nichts, wovor man sich ekeln muss. Squirt ist nämlich farblos und meist auch geruchlos und schmeckt kaum.

Squirten klappt nur durch vaginale Stimulation.

Auch nicht richtig. Squirten kann bei Frauen durch viele Impulse ausgelöst werden. Sowohl vaginal, als auch klitoral (inzwischen wurde bestätigt, dass beides die Klitoris stiumuliert) kann Frau heiß genug werden, um zu squirten.

Jede Frau kann Squirten

Hier teilen sich die Meinungen. Aus ärztlicher Sicht gibt es keinen Grund, warum nicht jede Frau es lernen könnte, denn es braucht keine besondere Anatomie dazu. Trotzdem wirst du in deinem Freundeskreis vermutlich kaum eine gehobene Hand sehen, bei der Frage welcher deiner Freundinnen es kann. 

Squirten ist ein sehr intimer Moment und für Frauen beim ersten Mal etwas ungewöhnlich, weil es sich wie Pinkeln anfühlt. Aber bitte glaube uns: Die Angst ist es nicht Wert, denn das Gefühl dabei ist sagenhaft. Er wird deine Lust bereichern und du wirst intensivere Orgasmen erleben. 

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Squirt-Anleitung: So geht's

Wenn einmal der Schalter umgelegt ist, wirst du nicht mehr viel darüber nachdenken müssen und kannst es genießen. Am einfachsten ist es für viele Frauen, sich selbst erst einmal an das Squirten heranzutasten und es erst danach mit dem Partner auszuprobieren. Also nimm dir etwas Zeit für dich, wenn du unsere Tipps ausprobierst.

Squirting Vorbereitung

Es ist ganz wichtig, dass du dich für die Erkundung deines Körpers und deiner Lust entspannen kannst. Suche dir deshalb einen Zeitpunkt aus, an dem du allein in der Wohnung bist, keinen Termin hast und keine Aufgaben dir im Kopf rumschwirren.

Befreie dich von aller Scham. Squirten ist nichts Verwerfliches, nichts Pornöses und absolut natürlich. Diese kleinen Vorbereitungen solltest du treffen:

  • Trinke ausreichend, denn du verlierst Wasser
  • Gehe vorher auf Toilette, dann ist auch kein Urin im Squirt
  • Lege ein Handtuch unter dich
  • Finde einen gemütlichen Ort (Dusche und Badewann gehen auch)
  • Bring dich in Stimmund durch heiße Gedanken oder erotischen Seiten für Frauen
Erotik: Frau im Bett
Achte bei deinem nächsten Orgasmus genau auf deinen Körper. Das "Pinkeln-Gefühl" gibt dir das Zeichen zum Squirten.(Photo: imago images / Westend61)

Option 1: Squirting lernen mit dem Orgasmus

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten sich an den Squirt heranzutasten: Du kannst dich normal selbstbefriedigen und deinen Orgasmus dabei beobachten. Oft hat man kurz vor oder bei dem Orgasmus das Gefühl, Pinkeln zu müssen. Das ist dein Körper, der dir signalisiert, dass er gern squirten würde. 

Wir sind es gewohnt, dieses Gefühl zu unterdrücken. Aber heute bist du ganz allein, entspannt und auf Schweinereien vorbereitet, also lass es einfach laufen. Wenn das funktioniert, kannst du bei den nächsten Malen versuchen, bewusst deine Muskeln anzuspannen. Du wirst merken, dass es nicht die gleichen Muskeln wie beim Pinkeln sind.

Bist du mit diesem Gefühl des Pinkelns vertraut und weißt, was es bedeutet, kannst du auch außerhalb deines Orgasmus merken, wann du bereit dazu bist zu squirten und diese Momente bewusst erleben.

Zwei Finger dringen in Orange ein
Die Hakenhaltung der Finger triggert genau dir richtigen Stellen, um dich zum Squirten zu bringe.

Option 2: Squirten lernen mit der Hakenhand

Diese Methode kannst du besonders in vielen Pornos beobachten. Allerdings wird es dort gern übertrieben und teils zu brutal durchgeführt. Fange deshalb vorsichtig an deinen G-Punkt zu stimuleren. Dann nimmst du Mittelfinger und Ringfinger und formst sie zu einem Haken. Damit gehst du in dich und machst eine Kraulbewegung zu deinem Handballen. 

Wenn du nichts spürst, kannst du ruhig die Intensität etwas hochfahren oder mit der anderen Hand von außen leichten Druck auf deinen Unterbauch ausüben. Du solltest die Gegend in deiner Vagina stimulieren, die sich etwas rauer und walnussartig anfühlt. Durch die direkte Stimulation des G-Punkts schwillt der Körper an und wird sich irgendwann explosionsartig entladen. 

Lachendes Paar im Bett
Wenn du dich an das Squirten herantasten willst, dann solltest du das mit einem Partner tun, dem du vertraust. (Oder einem One Night Stand, den du nie wieder siehst.)

Wie du Squirten beim Sex lernen kannst

Bist du neugierig darauf geworden, Squirten auch mit deinem Partner zu probieren? Dann sprich vorher mit ihm darüber. Squirten ist einfacher, wenn man der Person vertraut und mit dem Wissen, dass der Partner es auch gut findet und sich darauf freut. Legt euch auch hier ein Handtuch unter und bringt euch in Stimmung.

Nun kannst du beide Optionen von oben anwenden: Entweder du beginnst damit, genau auf deinen Körper zu achten und empfängst das Signal zum Squirten, oder dein Partner verwöhnt deinen G-Punkt mit der Hakenhand. Zusammen deine Sexualität zu erkunden wird garantiert euch beiden Spaß und viele Höhepunkte bescheren.

Fazit: Übung und keine Scheu macht den Squirting-Meister

Squirting ist eine bombastische sexuelle Bereicherung, vor der man keine Angst haben sollte. Aber lass dich bitte nicht entmutigen, wenn du es nicht gleich schaffst. Viele Frauen brauchen Jahre, um ihren Körper richtig kennenzulernen.

Wichtig ist Entspannung, heiße Gedanken und gute Beckenbodenmuskeln. Dann klappt es mit dem Squirtenlernen sicher auch bei dir.