Die Corona-Pandemie mit all den Lockdowns hat höchstwahrscheinlich dazu beigetragen, dass wir uns manchmal einsam gefühlt haben. Das Gefühl der Einsamkeit schleicht sich jedoch auch abseits von dem Virus öfter bei dir ein? Wir zeigen dir, mit welchen Tipps, du dich weniger einsam fühlen wirst.

Einsam fühlen: Diese Gründe können dafür sprechen

Nicht immer steckt eine Pandemie dahinter, dass wir uns einsam fühlen. Welche Gründe es haben kann, wenn uns wieder einmal die Einsamkeit übermannt:

1. Neue Lebenssituation

Bist du gerade von zu Hause ausgezogen und sitzt jetzt alleine in deiner ersten eigenen Wohnung? Solche neuen Lebenssituationen holen dich aus deiner Komfortzone heraus und da kommt schnell mal das Gefühl von Einsamkeit auf.

2. Not in the Mood

Wenn du schlechte Laune hast oder traurig bist, ist dir bestimmt nicht danach, mit deinen Freunden etwas zu unternehmen. Dabei wäre das gar keine schlechte Idee. Wenn du dich nämlich in deinem Bett verkriechst, könntest du dich noch einsamer fühlen und ein Teufelskreis beginnt.

3. Fake Friends

Du kannst noch so viele Follower:innen auf Instagram haben, wenn du das Gefühl hat, dass es keine echten Freunde sind, fühlst du dich schnell einsam. Achte also mehr auf Qualität anstatt auf Quantität!

einsamkeit illustration gedanken im kopf gedankenchaos
Wenn die Gedanken im Kopf zu viel werden, brauchst du Methoden, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen. Foto: shutterstock/GoodStudio

Diese Tipps helfen dir, um dich weniger einsam zu fühlen

Aber was genau hilft gegen die Einsamkeit? Die wmn-Redaktion hat 5 Tipps für dich gesammelt.

1. Finde Menschen in der gleichen Situation

Wenn du zum Beispiel in eine neue Stadt gezogen bist und dich dort einsam fühlst, kann es dir helfen, Menschen zu finden, die in der gleichen Situation stecken. Melde dich zum Beispiel für Freizeitangebote deiner Uni an, um neue Leute kennenzulernen. Wenn du jemanden kennenlernst und ihr feststellt, dass ihr euch in eurer Wohnung beide einsam fühlt, könnt ihr in Zukunft die Nachmittage gemeinsam verbringen oder sogar eine WG gründen.

2. Laufe die schlechten Gedanken aus dem Kopf

Beim Sport schüttet dein Körper Glückshormone wie Serotonin aus. Deshalb kann man tatsächlich schlechten Gedanken weglaufen, ohne sie zu verdrängen. Wenn joggen so gar nicht dein Ding ist, kannst du dich auch in einem Fitness-Studio anmelden und dich mit anderen Menschen beim Cardio-Training auspowern. So knüpfst du auch gleich neue Kontakte.

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3. Meditation und Dankbar sein

Dinge wie Meditation oder ein Dankbarkeitstagebuch zu führen, können dir helfen das Positive in deinem Leben in den Vordergrund zu rücken. Denn oft fühlst du dich einsam, weil negative Gedanken deinen Tag bestimmen. Meditations-Apps helfen dir, Meditieren zu erlernen und ganz einfach in deinem Alltag zu integrieren.

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Meditation hilft dir, von Selbstzweifeln loszulassen und dich weniger einsam zu fühlen. Foto: Getty Images/ Vicens Prats / EyeEm / Foto: Foto: Getty Images/ Vicens Prats / EyeEm /

4. Was kannst du an deiner Lebenssituation ändern?

Wenn du tatsächlich alleine wohnst und das der Grund für deine Einsamkeit ist, denke konkret darüber nach, wie du diese Situation ändern kannst. Würde es dir helfen, wenn ein:e Freund:in bei dir einzieht. Oder willst du deine Wohnung ganz aufgeben und in ein Studentenwohnheim ziehen? Es gibt immer einen Weg!

5. Keine Angst davor, dir Hilfe zu holen

Hilfe suchen ist absolut kein Tabu und erst recht keine Schande. Wenn du das Gefühl hast, dich permanent einsam zu fühlen, solltest du dir Hilfe holen. Manchmal reicht es schon, mit einer Vertrauensperson wie deiner Mama zu reden. Wenn du das allerdings nicht kannst oder möchtest, suche dir professionelle Hilfe. Viele Menschen gehen regelmäßig zu einem/einer Psychotherapeut:in. Das ist ganz normal!

Im Moment haben leider viele Psychotherapeut:innen aufgrund der Pandemie geschlossen. Es gibt aber Angebote für Online-Therapien. Wir haben sie dir vorgestellt.

Sich einsam fühlen: Du bist nicht alleine

Einer Studie zufolge fühlen sich vier von fünf Teilnehmern einsam. Von den mehr als 1000 Teilnehmern gaben 12 Prozent an, häufig oder ständig das Gefühl zu haben, sich einsam oder verlassen zu fühlen. Zusätzlich sagten 32 Prozent der Befragten, dass sie sich manchmal einsam fühlen.

Also auch wenn du denkst, du bist alleine mit deiner Einsamkeit – was ja symptomatisch dafür ist – du bist es nicht. Behalte ruhig diese Zahlen im Hinterkopf und führe sie dir immer mal wieder vor Augen.