Das Thema Achtsamkeit hat es jetzt auch in die Dating-Welt geschafft. Statt schnell bei Tinder nach links oder rechts zu Swipen oder das nächste Bumble-Date abzumachen, wird beim Slow Date mal wieder ein Gang runter geschaltet.  

Wir erklären dir, was es mit dem Slow Dating auf sich hat und warum du es unbedingt ausprobieren solltest.

Slow Date: Kommt dann keiner in die Puschen?

Dating gleicht mittlerweile einer Bestellliste. Du kannst Filter setzen und damit die Größe, die Location oder das Aussehen deines Dates bestimmen. Reagiert er oder sie anschließend nicht auf euer Match oder läuft das erste Date nur semigut, dann wird einfach weiter geswiped und neu gematched. Beim Slow Dating hingegen geht es um ein langsames Kennenlernen – genau hier unterscheidet es sich von gängigen Dating-Apps.

Ziel ist nicht, in kürzester Zeit viele verschiedene Menschen zu kennenzulernen, sondern wenige, aber dafür ausgewählte. Das ermöglicht es dir, dich voll und ganz auf den anderen einzulassen und tiefere Gespräche zu führen. Viele entscheiden sich beim Slow Dating auch dafür nur eine Person zu daten und nicht mehrere parallel (er trifft in der Kennenlernphase noch andere? Dann erfährst du hier, was du jetzt tun solltest). Um das Kennenlernen zu vereinfachen, gibt es jetzt sogar sogenannte Slow Dating-Events.

Dir ist die Dating-Welt zu schnell? Dann versuche es mit Slow Dates.

Neue Slow Dating Events – das Gegenteil vom Speed Dating

Eine Studie von ElitePartner zeigte bereits, dass Achtsamkeit beim Dating voll im Trend liegt. Neun von zehn Singles Daten lieber wenig, dafür aber bewusster. Hierbei ist es den meisten wichtig, dass sich ihr Gegenüber wohlfühlt, selbst dann, wenn es doch nicht so harmoniert. Besonders Männer sind stark darauf bedacht, beim Date ein gutes Bild abzugeben – Frauen hingegen ist es wichtiger, dass sie sie selbst sein können.

Slow Dating Events wollen genau das möglich machen und den Teilnehmer:innen mehr Zeit geben, um sich zu beschnuppern. Sie setzen dabei auf eine entspannte und ungezwungene Atmosphäre. Doch nicht nur bei Events lässt sich das Slow Dating ausprobieren, sondern auch über Tinder & Co. Statt jeden Tag zu Swipen triffst du dich länger mit einer Person, die dir sympathisch ist und verzichtest währenddessen auf weitere Dates.

Psst: Wir kennen die besten Orte für euer erstes Date, auch im Winter.

Hierbei sollte eine gewisse Anziehung bereits gegeben sein, ansonsten könnte das Ganze wirklich sehr slow werden. Findest du jedoch jemanden sympathisch, dann lohnt es sich, diese Art des Datens einmal auszuprobieren, denn sie hat eine Menge Vorteile:

  • Ihr habt Zeit für wirklich schöne Dates – abseits von kurzen Kaffeespaziergängen.
  • Dein Date wird sich auch ausreichend Zeit für dich nehmen.
  • Du gönnst dir eine Auszeit vom ständigen Swipen.
  • Du weißt beim zweiten Date bereits, wer vor dir stehen wird und erlebst keine bösen Überraschungen.
  • Eure Gespräche werden über Smalltalk hinaus gehen.
  • Du wirst dir vor den Dates weniger Gedanken machen und kannst die Zeit entspannt genießen.
  • Du kannst dir sicher sein, dass dein Date dich wirklich interessant findet, ansonsten würde er oder sie sich nicht darauf einlassen.

Slow Dates heißt, sich mit seinem Date wohlzufühlen. Je mehr Zeit ihr miteinander verbringt, desto vertrauter wird es zwischen euch. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder nach mehreren Slow Dates eine Beziehung eingeht – auch, wenn das natürlich möglich ist.

Sondern es kann sich ebenso eine Freundschaft Plus oder eine Mingle-Beziehung entwickeln. Fest steht jedoch: Wer sich auf Slow Dates einlässt, wird sich so schnell nicht wieder aus den Augen verlieren. Wenn du jetzt auf den Geschmack gekommen bist, dann beachte bei deinem nächsten Slow Date diese drei Tipps:

3 Tipps für deine Slow Dates

Slow Dates werden dafür sorgen, dass du dein Dating-Leben etwas runterfährst. Was keinesfalls bedeutet, dass es weniger intensiv ist. Ganz im Gegenteil, wenn du diese drei Tipps beachtest, dann werden deine Slow Dates verdammt gut.

1. Lege regelmäßig eine Swipe-Pause ein

Ein bisschen Digital Detox hat noch nie geschadet und ist auch im Hinblick auf das Slow Dating von Bedeutung. Sich Zeit beim Daten zu lassen, bedeutet auch nicht, jeden Tag die Dating-Apps zu öffnen. Nimm dir stattdessen bewusst Zeit zum Swipen, zum Beispiel Sonntagabends, und matche nur die, die wirklich sympathisch auf dich wirken. Dadurch wirst du zwar seltener Matches haben, aber dafür spannendere.

2. Sei du selbst – auch auf den ersten Blick

Verzichte bei deinem Online-Profil auf Filter oder zu stark bearbeitete Bilder. Vielmehr solltest du dich von deiner natürlichen Seite zeigen und du selbst sein. So kannst du dir sicher sein, dass du deinem Date wirklich gut gefällst und vermeidest, dass er oder sie ein anderes Bild von dir hat. Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt: Like nur Bilder, auf denen du die Person gut erkennen kannst und dir gefällt, was du siehst.

Für noch mehr Tipps schaue dir diese vier Tricks an, die ein Tinder-Match erhöhen können.

3. Wähle eine Dating-App aus

Statt verschiedene Dating-Apps zu nutzen, solltest du dich für eine App entscheiden. So behältst du den Überblick und bist nicht gestresst oder überfordert. Frage dich also vorab, welche Dating-App dich bei deinen Dating-Zielen am weitesten bringt und welche App dir lediglich die Zeit raubt. Wähle eine App, die dir ein gutes Gefühl gibt und auf der du gute Gespräche führen kannst.

Außerdem: Auf einige Themen solltest du beim ersten Date unbedingt verzichten. Welche das sind erfährst du in diesem Video:

Fazit: Slow Dates haben das Potenzial etwas langsam wachsen zu lassen

Sicher sind Slow Dates nicht für jeden etwas und es ist genauso in Ordnung, wenn du lieber viele Menschen in kurzer Zeit kennenlernen möchtest. Falls du jedoch eine kleine Pause von deinem Dating-Leben brauchst oder Lust auf intensivere Dates hast, dann solltest du es unbedingt ausprobieren. Es lohnt sich auch die Events zum Thema Slow Date mal genauer anzuschauen. So triffst du auf Menschen, die etwas ähnliches suchen wie du.

Noch mehr Themen rund ums Dating?