Adam & Eva
Gott und Feminismus? Diese Sätze sind über Frauen in der Bibel (Photo: iStock, CSA Images)

Frauen in der Bibel: 5 feministische Bibelstellen

Diese 5 Sätze hätten wir von & über Frauen in der Bibel nicht erwartet.

Die Bibel ist eines der Bücher, mit dem sich Feministinnen am liebsten den Popo abwischen würden. Es gab nicht viele Heldinnen in den christlichen Erzählungen. Frauen sind in der Bibel eher Mangelware und wenn sie doch auftauchen, haben sie nichts zu sagen.

Wir haben Eva, die irgendwie aus einer Rippe von ihrem Gemahl geknetet wurde. Da ist Maria, die ungewollt schwanger wird und dann den Heiland aufpäppelt. Oder auch Maria-Magdalena, die je nach Erzählung entweder als Prostituierte ihre Brötchen verdient, oder wahlweise als Ehefrau von Jesus in die Geschichte eingeht. 

Frauen in der Bibel: Diese 5 Sätze hätten wir nicht erwartet

Es gibt aber einen kleinen Teil, der eine kurze Pause in der Frauenverachtung der Bibel einläutet. Das ist das Hohelied. Hier werden Mann und Frau tatsächlich als einigermaßen gleichberechtigt angesehen. Alles ist relativ, versteht sich. 

Mein Geliebter ist mein und ich bin sein. – Hohelied 2,16; vgl. 6,3; 7,11.

Das klingt ziemlich gleichberechtigt. Das Hohelied ist ein Teil der Bibel, der Männern und Frauen den Spaß und das Verlangen nach Sex nicht madig machen will. Ganz im Gegenteil: Er feiert Gleichberechtigung.

Mein verschlossener Garten... – Hohelied 4,12

Ein verschlossener Garten? Was könnte damit gemeint sein? Tatsächlich spricht hier ein Mann mit seiner Angebeteten. Sie ist für ihn ein Paradies, ein Garten Eden, für den nur sie die Schlüssel besitzt. 

Klingt ganz so als dürfte die Frau entscheiden, wer hinein darf. Leicht geschmälert wird die Gleichberechtigung durch den Satz "Mein Geliebter komme in seinen Garten und esse von seinen köstlichen Früchten" (Hohelied 4,16). Hier sei angemerkt, dass sie von SEINEM Garten und SEINEN Früchten spricht. Also so weit ist es dann doch noch nicht mit der Selbstbestimmung.

Esst, Freunde, trinkt, berauscht euch am Liebesgenuss! – Hohelied 5,1

Damit wird ganz klar gemacht, dass Sex Spaß machen soll. Und zwar allen. Ein gewaltiger Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir daran denken, was die Frauen sich im 18ten und 19ten Jahrhundert antun mussten, sind wir in biblischen Zeiten schon sehr viel weiter mit der Gleichstellung. 

Warum Frauen sich im 18ten Jahrhundert beim Sex totstellen sollten, erfahrt ihr hier.

Sie bekam Sehnsucht nach den Männern, deren Glied so groß wird wie das eines Esels und deren Samenerguss so mächtig ist wie der eines Hengstes. Sie wollte es wieder mit ihnen treiben. – Hesekiel 23,20

Sex an sich wird in der Bibel immer mal wieder sehr eindringlich besprochen. Doch hier spricht der Verfasser von einer Frau und ihren weiblichen Gelüsten. Dass sich Hesekiel so sehr in die Frauen hineinzuversetzen versucht, sei ihm hoch angerechnet.

In Christus ist nicht griechisch noch jüdisch, da ist nicht versklavt noch frei, da ist nicht männlich noch weiblich. – Galaterbrief 3,28

Jesus, der Heiland und Sohn Gottes, soll weder männlich noch weiblich gewesen sein? Naja, im biologischen Sinne hatte er schon ein Geschlecht. Doch er war wohl irgendwie erhaben über die damals herrschenden Geschlechterrollen. Es war eben etwas Besonderes.

Der Sündenfall bei Adam und Eva war der erste Test der Götter.
Beim Sündenfall hatte Eva die Zügel in der Hand.(Photo: imago images/Everett Collection)

Diese Bibelstellen sind nicht ganz so schlimm sexistisch und misogyn wie andere, die ihnen folgen oder ihnen vorausgehen. Nichts im Vergleich zu heute. Wie weit der Feminismus heute bereits gekommen ist, erfahrt ihr hier.


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