Zu Beginn des Jahres 2021 durften wir uns bereits darüber freuen, dass es bald ein Reboot der Kultserie Sex & the City geben wird. Carrie, Charlotte, Miranda und Samantha… Wartet. Nein, Samantha ist dieses Mal leider nicht dabei. Als Fans der hochelektrisierenden Dauerblondine haben wir uns bei wmn gefragt: Wie soll man Kim Catrell alias Samantha Jones jemals ersetzen?

So wird Samantha in Sex & the City ersetzt

Wie wir bei wmn es bereits gedacht hatten: Es wird nicht besonders leicht, die charakterstarke Samantha Jones zu ersetzen. HBO entschied sich dazu, sie durch ganze drei neue Charaktere zu ersetzen, so berichtete es die New York Post. Eine weitere Besonderheit: Die drei Schauspielerinnen sind alle Women of Color. Der Sender HBO erklärte, dass es einfach nicht mehr das moderne New York widerspiegele, eine Clique nur mit Weißen Frauen zu besetzen. Noch ist allerdings nicht klar, wer die drei Neuzugänge rund um Carrie Bradshaw sind.

Das Reboot von Sex & the City bekommt übrigens den klangvollen Namen And just like that. Es wird übrigens nicht Women of Color vor der Kamera geben, sondern auch die Autor:innen sollen viel diverser sein als im Original.

Sex & the City: Damals problematisch, heute antirassistisch?

Mit dem Start der Serie 1998 wurden Sarah Jessica Parker, Cynthia Nixon, Kim Cattrall und Kristin Davis über Nacht zu Stars in den USA. Ab 2001 lief die Serie auch in Deutschland – nicht weniger erfolgreich. Sex & the City wurde zum Inbegriff der modernen Frau; Millionen Fans sehnten sich nach einem Leben wie dem von Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte. 

Inzwischen hat sich die Welt verändert und es gibt immer mehr Stimmen, die das Welt- und Frauenbild von SATC kritisieren – eine von ihnen ist Miranda- Darstellerin Cynthia Nixon. Was dich beim Sex & the City Reboot erwartet und was es besser machen muss als die 90er-Serie, erfährst du hier. 

Sex and the CIty Reboot, Sex & the City Cast
Nicht mal unseren SATC-Heldinnen stand die 90er-Mode so richtig.(Photo: Getty Images/ Ron Galella)

Warum wir Sex & the City lieben und immer lieben werden

Sex & the City ist die populärste Modeserie der Welt und ja, wir lieben sie. Für die 90er und frühen 2000er-Jahre war die Serie außergewöhnlich progressiv und in vielen Bereichen ihrer Zeit voraus. Wo es auf den ersten Blick nur um teure Designermode und unbedeutende Männergeschichten zu gehen scheint, werden offen Themen angesprochen, die damals einfach nichts im gut bürgerlichen Abendprogramm zu suchen hatten. Sex zum Beispiel. Und das schon im Titel! 

Auch die Charaktere polarisierten und provozierten. Samantha lieben wir bis heute für ihre Selbstbestimmtheit und ihre Weigerung, sich einem Mann unterzuordnen. Miranda entsprach als Anwältin, die ihre Karriere einem Familienleben überordnet, absolut nicht dem damaligen Frauenbild. Aber selbst Miranda- Darstellerin Cynthia Nixon würde heute einiges an der Serie anders machen.

Ich glaube auf jeden Fall, dass wir heute nicht mehr alle weiß wären. Gott bewahre.

Cynthia Nixon

Was das Sex & the City Reboot besser machen muss

In einem Interview mit IndieWire stört sich Nixon vor allem an dem fast ausschließlich weißen Cast: „Ich glaube auf jeden Fall, dass wir heute nicht mehr alle weiß wären. Gott bewahre.“ Auch der sozioökonomische Status unserer vier Heldinnen wird oft kritisiert, so auch von Nixon: „Eines der schwierigsten Dinge für mich – das war es schon damals – ist, zurückzublicken und zu sehen, wie sich vieles nur ums Geld drehte“. 

Die Mitgründerin des Beige-Magazins Lisa Trautmann geht in ihrer Kritik auf Instagram noch weiter und erhält viel Zustimmung: Die Serie reproduziere das Klischee vom schwulen besten Freund, der mal zickig, mal süß seiner Rolle folgt, ebenso das Klischee der großen Liebe als Heiliger Gral des Lebensglücks und eine ganze Reihe rassistischer und sexistischer Vorurteile. Ob sich die Produzenten des Sex & the City Reboots diese (harte, aber berechtigte) Kritik zu Herzen genommen haben?

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Samantha wird uns defintiv fehlen.(Photo: Getty Images/ James Devaney)

Was dich beim Sex & the City Reboot erwartet

Erfahren werden wir das wohl erst, wenn die von HBO Max bestätigten 10 neuen Folgen in den USA ausgestrahlt werden. Unter dem Titel „And Just Like That…“ kehren zumindest drei unserer vier Lieblingsseriencharaktere auf den Bildschirm zurück. Samantha- Darstellerin Kim Cattrall hatte die Teilnahme an dem Sex & the City Reboot abgelehnt. 

Worum es in den neuen Folgen gehen wird, skizziert HBO Max nur sehr vage: „Carrie, Miranda und Charlotte auf ihrer Reise vom komplizierten Leben und der Freundschaft in ihren Dreißigern zum noch komplizierteren Leben in ihren Fünfzigern“. 

Sarah Jessica Parker veröffentlichte den Trailer zum Reboot auf ihrem Instagram-Kanal.

Stilikone Sarah Jessica Parker selbst würde die Neuauflage übrigens selbst nicht als Reboot bezeichnen, sondern als „Revisit„, wie sie bei Entertainment Tonight verriet. „Ich würde gerne sehen, wo sie alle sind. Ich bin neugierig, die Welt hat sich ja auch seit dem Film verändert.“ Wichtige (neue) Themen sind für Bradhaw „Technologie und soziale Medien“ aber auch „Sexualpolitik und die #MeToo-Bewegung“. Bleiben wir also gespannt, was davon im Sex & the City Reboot – oder Revisit – umgesetzt wird. Wann die Folgen in Deutschland ausgestrahlt werden, ist derzeit noch nicht bekannt.

Sex & the City Reboot, Sex & the City
Stanford ist zwar der stereotypen schwule beste Freund – aber auch eine der besten Figuren der Serie.(Photo: Getty Images)

Ein kleiner Fashion-Fact zum Schluss: Für das Kostümdesign wird (wie auch in der Originalserie) Patricia Field zuständig sein, die zuletzt die Erfolgsserie Emily in Paris gestylt hat. 

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