Berlin, die europäische Hauptstadt für das Ausgelassensein, das Tanzen und die Voguing-Szene hat erst einmal alle Schotten dicht gemacht. Danke, Corona. Und jetzt? Wie sollen wir denn nun unsere Abende verbringen? Puzzlen? Basteln? Lesen? Nope. Wir feiern einfach weiter. Und zwar so:

Die Rettung: #UnitedWeStream 

United We Stream ist die Antwort auf die leeren fragenden Blicke des traurigen Berliner Partyvolks. Täglich ab 19 Uhr können User*innen sich hier einwählen und sich von Zuhause aus die Sets ihrer Lieblings-DJs reinziehen. Lifestreams mit echten DJs gibt es unter anderem aus folgenden Berliner Szene-Clubs:

  • Watergate 
  • Tresor
  • Kater Blau
  • Rummels Bucht
  • Griessmuehle
  • Sage Club
  • Salon zur Wilden Renate
  • Sisyphos
  • Anomalie
  • Zur Klappe

Nicht nur für Berliner

Während die Berliner Clubszene zwar legendär ist, bleibt sie doch oft unter sich. Ab heute, Mittwoch, den 18.03.2020, hat die ganze Welt gleichzeitig die Chance, die Szene mal kennenzulernen. Leider ohne das lustige Partyvolk, sondern in der eigenen coronaverseuchten Bude.

#UnitedWeStream will die Berliner Clubszene retten.

Warum machen die das eigentlich?

Auch ohne Corona können die meisten Berliner Clubs sich nur gerade eben so über Wasser halten. Da jetzt zwangsweise die Besucher ausbleiben, gelangen sie auf noch dünneres Eis. Das Berliner Nachtvolk besteht aus gut 9.000 Mitarbeiter*innen, die das Feiern logistisch möglich machen. Hinzu kommen die Kunstler*innen, die uns nun nicht mehr beruflich auf der Tantfläche einheizen können.

Lutz Leichsenring spricht schon jetzt der „größten Krise der Berliner Kulturszene seit der Nachkriegszeit“. Also nicht nur im Wohnzimmer im kostenlosen Lifestream abhotten, sondern auch mal was zurückgeben und spenden.

Das erwartet uns noch zu Zeiten der Coronakrise