Veröffentlicht inBody & Fitness

Ständig müde: An diesen Krankheiten könnte es liegen

Leidest du an ständiger Müdigkeit ohne sichtbare Ursachen? Das kann nicht nur an der Jahreszeit liegen, sondern auch ein Symptom sein. Diese Krankheiten können dahinterstecken.

ständig müde
Wenn du ständig müde bist, kann das an einer Erkrankung liegen. Foto: Getty Images/miodrag ignjatovic

Könntest du nach dem Aufwachen direkt weiterschlafen? Musst du tagsüber ständig gähnen? Bist du ohne Grund erschöpft und kannst dich manchmal kaum wach halten? Oft schieben wir unsere Müdigkeit auf die dunkle Jahreszeit oder Stress bei der Arbeit. Doch manchmal kann auch eine Krankheit dahinterstecken. Was ständige Müdigkeit für Ursachen haben kann, erfährst du in diesem Artikel.

Ständige Müdigkeit: Diese Ursachen sind schuld

Ständige Müdigkeit kann belastend sein, vor allem, wenn die Ursachen unklar sind. Denn wer müde ist, fühlt sich oft unwohl oder kann nicht so am Leben teilnehmen, wie man sich es wünschen würde. Man kann sich schlechter konzentrieren, hat weniger Spaß und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen können darunter leiden.

Umso wichtiger ist es, herauszufinden, woher die Müdigkeit kommt. Diese Krankheiten können dahinterstecken:

1. Zöliakie

Eine Glutenunverträglichkeit, auch Zöliakie genannt, äußert sich nicht nur durch Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen, sondern kann auch die Ursache chronischer Müdigkeit sein. Wer an Zöliakie leidet, muss streng auf glutenhaltige Nahrungsmittel verzichten, denn schon kleine Mengen davon können die Dünndarmschleimhaut nachhaltig schädigen und Entzündungen verursachen. Das kann zu einem Nährstoffmangel führen, der schlimme Folgen für die Gesundheit haben kann.

Zwar leiden in Deutschland nur rund 1 Prozent der Bevölkerung an einer Glutenunverträglichkeit. Dennoch solltest du die Erkrankung ausschließen, wenn du nach den Ursachen für deine ständige Müdigkeit suchst. Ein Bluttest bei deinem Hausarzt oder deiner Hausärztin kann Aufschluss geben.

Weiterlesen: Kein Getreide mehr: Ist glutenfreie Ernährung wirklich gesünder?

2. Nährstoffmangel

Ein Nährstoffmangel – ausgelöst durch eine einseitige Ernährung oder Krankheiten des Verdauungssystems – kann zu chronischer Erschöpfung führen. Vor allem Frauen, die eine starke Regelblutung haben, leiden überdurchschnittlich häufig unter einem Eisenmangel. Weitere Symptome sind Kurzatmigkeit, Herzklopfen und Blässe.

Auch ein Vitamin-B12-Mangel kann dazu führen, dass man ständig müde ist. Betroffen sind vor allem Vegetarier:innen und Veganer:innen. Neben der Erschöpfung treten Symptome wie Sehstörungen, Muskelschwäche, Reizbarkeit sowie Gedächtnis- und Konzentrationsschwäche auf. Zu wenig Vitamin B12 soll sogar Depressionen begünstigen können.

Im Winter ebenfalls nicht selten ist eine Unterversorgung mit Vitamin D. Wer einen zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel hat, fühlt sich kraftlos, müde und erschöpft. Dasselbe trifft auf zu wenig Magnesium zu. Ob man einen Nährstoffmangel hat, kann man mithilfe eines Bluttests herausfinden.

Weiterlesen: Vitamin D-Mangel: Mit diesen 4 hilfreichen Tipps tankst du auch im Winter Sonne

3. Schilddrüsenunterfunktion

Wenn du nicht nur unter Müdigkeit leidest, sondern auch noch an Gewicht zulegst, solltest du deine Schilddrüse untersuchen lassen. Auch trockene Haut, brüchige Nägel und dünneres Haar können auf eine Schilddrüsenunterfunktion hindeuten. Hinzu kommen manchmal Muskel- und Gelenkschmerzen.

Um eine Diagnose zu bekommen, musst du einen Schilddrüsenfunktionstest machen. Solltest du tatsächlich eine Unterfunktion haben, musst du Schilddrüsenhormone zuführen, um den Mangel auszugleichen.

Ständige Müdigkeit: Nicht immer muss eine Krankheit die Ursache sein

Du musst nicht in Panik verfallen, wenn du ständig müde bist. Oft können auch harmlose Ursachen der Grund dafür sein. Wer schlecht schläft, ist logischerweise müde. In jedem Fall solltest du deine Schlafgewohnheiten überprüfen und auf eine gesunde Schlafroutine achten. Wenn du trotz ausreichend Schlaf ständig müde bist, solltest du dich aber untersuchen lassen.