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Du nimmst nicht ab? Deine Darmbakterien können schuld daran sein

Wusstest du, dass deine Darmbakterien dein Gewicht maßgeblich beeinflussen? So helfen dir Probiotika beim Abnehmen.

Frau Spiegel Gewicht
Wenn du aus gesundheitlichen Gründen Gewicht verlieren willst, es dir aber schwerfällt, kann das an deinem Darmmikrobiom liegen. Foto: Getty Images/ Photo by Alex Tihonov

In einem gesunden Darm befinden sich etwa 100 Billionen Bakterien. Das mag ekelig klingen, ist aber lebenswichtig: Denn das sogenannte Mikrobiom stellt nicht nur einen Teil des Immunsystems dar, sondern regelt auch unsere Verdauung und hat sogar Einfluss auf das Körpergewicht. Wenn du vergeblich versuchst, abzunehmen, sind möglicherweise deine Darmbakterien daran Schuld. Probiotika zum Abnehmen können helfen, denn sie beeinflussen die Zusammensetzung der Darmbakterien positiv.

Probiotika zum Abnehmen: So beeinflusst der Darm dein Gewicht

Die Zusammensetzung der Darmbakterien ist so individuell wie der Fingerabdruck. Insgesamt sind 500 verschiedene Bakterienarten bekannt, die in unterschiedlicher Zusammensetzung auftreten. Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Adipöse Menschen weisen häufig ein ganz anderes Mikrobiom auf, als normal Gewichtige.

In Studien konnte festgestellt werden, dass Darmbakterien die aufgenommene Nahrung auf unterschiedliche Weise zersetzen. So sind Bakterien der Abteilung Firmicutes beispielsweise bessere Nahrungsverwerter als Bakterien aus der Bacteroides-Abteilung. Im Klartext heißt das: Wer mehr Bakterien der ersten Gruppe besitzt, nimmt mehr Kalorien auf.

Wie können Probiotika zum Abnehmen helfen?

Die Zusammensetzung der Darmbakterien bestimmt nicht nur, wie viel Energie wir aus der aufgenommenen Nahrung ziehen. Sie kann sogar unseren Appetit und unsere Essensvorlieben beeinflussen. Das alles wirkt sich letztendlich auf unser Gewicht aus.

Bei Menschen mit Übergewicht ist oft eine zu geringe Artenvielfalt enthalten. Mit Probiotika können diese gezielt aufgenommen und das Abnehmen erleichtert werden. Indem sich die Zusammensetzung des Mikrobioms verändert, wird auch die Aufnahme der Nahrungsenergie beeinflusst. Möglicherweise verspürt man weniger Heißhunger und Lust auf Süßes und Fettiges.

Die Forschung befindet sich hier noch am Anfang und oftmals fehlen klinisch bestätigte Ergebnisse. Bislang konnte gezeigt werden, dass u. a. folgende Mikrobiota mit einem niedrigeren Körpergewicht in Verbindung gebracht werden:

  • Bifidobakterien
  • Streptokokken
  • Milchsäurebakterien
  • Keime wie „Faecalbacterium prausnitzii“ oder „Akkermansia muciniphilia“

Sind Probiotika zum Abnehmen die Lösung?

Die gezielte Einnahme von Probiotika in Form von Nahrungsergänzungsmitteln kann vorübergehend helfen, insbesondere nach der Einnahme von Antibiotika. Auf Dauer ist es aber wichtig, dass vor allem probiotische Lebensmittel gegessen werden. Dabei handelt es sich Lebensmittel, die während ihrer Herstellung gegärt oder fermentiert werden, wie Joghurt, Hartkäse, saure Gurken, Sauerkraut, Apfelessig, Kimchi, Tempeh und Kombucha.

Um im Darm zu überleben, benötigen die Bakterien Futter in Form spezieller Pflanzenfasern. Diese bezeichnet man als Präbiotika. Präbiotische Lebensmittel sind zum Beispiel Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Lauch, Chicorée, Artischocken, Bananen und Haferflocken. Ziel ist es, eine möglichst große Vielfalt an Darmbakterien zu züchten. Und das gelingt nur durch eine vielseitige, ausgewogene Ernährung.

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