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Bitterstoffe: Mit diesen 5 Lebensmitteln entgiftest du deinen Körper

Du willst deinem Körper helfen, Schlacken und Abfallprodukte loszuwerden? Dann solltest du diese 5 Lebensmittel mit Bitterstoffen essen.

Rucola Tomaten
Mit einem bunten Salat regst du deine Verdauung an und unterstützt deinen Körper bei der Entgiftung. Foto: Getty Images/undefined undefined

Du fühlst dich aufgebläht und schwer, weil du in den vergangenen Tagen viel gegessen hast? Dann braucht dein Körper jetzt ein wenig Unterstützung beim Entgiften. Am einfachsten geht das mithilfe von Bitterstoffe, denn diese sind in einer Vielzahl an Lebensmitteln enthalten.

5 Lebensmittel mit Bitterstoffen, die beim Entgiften helfen

Bitterstoffe wirken sich insbesondere auf unsere Verdauung aus und sind daher praktische Helfer, wenn es darum geht, die körpereigene Entgiftungsfunktion zu aktivieren und zu fördern. Für die Verdauung sind Leber und Galle unumgängliche Helfer. Bitterstoffe unterstützen die Produktion von Verdauungssäften und regen die Speichel-, Magensaft- und Gallebildung an. Dadurch verbessert sich die Verdauung und Gift- und Abfallstoffe können leichter ausgeschieden werden.

Wenn du deinen Körper bei der Entgiftung unterstützen willst, solltest du diese 5 Lebensmittel mit Bitterstoffen in deinen Speiseplan aufnehmen:

1. Chicorée

Der Salat enthält den natürlichen Bitterstoff Intybin, der auch in der Endivienpflanze enthalten ist. Er fördert die Produktion von Magensaft und regt somit die Verdauungstätigkeit an. Durch den verbesserten Gallenfluss wird vor allem Fett leichter verdaut.

Hand schneidet Grapefruit gesund
Grapefruits kannst du entweder so oder als Saft konsumieren. Foto: Mykola Komarovskyy/ Getty Images via Canva.com

2. Grapefruit

In Grapefruits steckt der Bitterstoff Naringin. Dabei handelt es sich um einen sekundären Pflanzenstoff, der nicht nur für den bitteren Geschmack verantwortlich ist, sondern auch Einfluss auf den Leberstoffwechsel hat. Vorsicht: Bestimmte Medikamente vertragen sich nicht mit dem Bitterstoff, warnt die Apotheken Umschau. Deshalb immer die Packungsbeilage lesen oder bei dem / der Hausärzt:in nachfragen.

3. Rosenkohl

Die kleinen Kohlbällchen sind reich an Sinigrin, einem Bitterstoff, der die Fettverdauung anregt. Wer den bitteren Geschmack nicht mag, sollte Rosenkohl vor der Zubereitung für ein paar Stunden ins Gefrierfach legen. Dort wird der Bitterstoff in Zucker umgewandelt.

Frau hält Schüssel mit Oliven Zunehmen
Ein Salat mit Oliven unterstützt die Verdauung. Foto: imago images/Westend61

4. Oliven

Der Bitterstoff Oleuropein, der in Oliven steckt, wurde schon im antiken Griechenland für seine gesundheitsförderliche Wirkung geschätzt. Zudem soll der Stoff antiviral und antibakteriell wirken.

5. Rucola

Die beliebte Salatsorte schmeckt leicht bitter. Schuld daran sind Senföl-Glykoside, die nicht nur die Entgiftung fördern, sondern auch antibakteriell und antioxidativ wirken und das Immunsystem stärken sollen.

5 weitere Anwendungsmöglichkeiten

Es ist schon beinahe beängstigend, wie viele positive Auswirkungen Bitterstoffe auf den Körper haben. Wir zeigen dir 5 weitere Anwendungsmöglichkeiten von Bitterstoffen und wie du sie am besten zu dir nimmst.

Bitterstoffe Pärchen
Bitterstoffe sind für jeden ein gesundes Ernährungsplus

1. Sie pflegen die Organe 

Bitterstoffe werden gerade in der Pflanzenheilkunde besonders viel eingesetzt, denn sie wirken sich positiv auf die Galle, die Leber, den Magen und sogar die Bildung von neuem Blut aus. Auch die Lunge und die Haut werden durch Bitterstoff-Rezeptoren positiv beeinflusst.

2. Sie helfen gegen den Heißhunger

Nimmt man Bitterstoffe zu sich, lässt der Zieps auf Süßigkeiten zeitgleich schnell nach. Der bittere Geschmack löst auf unserer Zunge viel weniger das Verlangen nach “Mehr” aus als süßer Zuckergeschmack. So bekämpfen Diätende beispielsweise ihre Zuckersucht.

Wirksam gegen den Heißhunger: Bitterstoff-Konzentrate sind die beste Lösung gegen den Heißhunger, da die meisten gewöhnlichen bitteren Lebensmittel einfach nicht genügend Bitterstoffe beinhalten. Die Konzentrate in der Apotheke enthalten unter anderem Wermut, Engelwurz, Lavendel und Ingwer. 

Bitterstoffe Tinktur einnehmen
Wer abnehmen will, der sollte auf die Bitterstoff-Elixiere auf der Apotheke zurückgreifen.

3. Sie stärken das Immunsystem

Bitterstoffe sollen sogar dazu in der Lage sein, die Abwehrkräfte zu stärken. Außerdem wird ihnen eine fiebersenkende Wirkung nachgesagt. Ein Tee mit Bitterstoffen könnte somit dabei helfen, dass du eine Erkältung schneller überstehst.

4. Sie machen glücklich

Vielleicht klingt es banal, aber das ist es gar nicht: Bitterstoffe sind nämlich tatsächlich wichtige Helfer im Kampfe gegen Depressionen. Da der Stoffwechsel mit der Einnahme von Bitterstoffen hochgeschraubt wird, fühlen wir nach einiger Zeit einen besseren Allgemeinzustand. Oft drücken auch Magenkrämpfe, Darmbeschwerden oder Ähnliches auf das allgemeine Wohlbefinden. Bitterstoffe helfen dagegen.

5. Sie heizen deinen Körper von innen

Kein Spaß. Wer regelmäßig Bitterstoffe zu sich nimmt, wird sich weniger platt und ausgelaugt fühlen, denn der Körper ist ständig in Arbeitsmodus. Da die Verdauung und der Stoffwechsel angeregt werden, Vitamine und Nährstoffe gespeichert und Gifte ausgeschieden werden, purzeln bald auch die Kilos.

In diesen Pflanzen sind Bitterstoffe enthalten

Wenn du es ernst nimmst mit der Bitter-Kur, dann greif auf eines der Bitter-Elixiere aus der Apotheke zurück. Bitterstoffe kann man auch bei dm und Rossmann bekommen. Da sind Kräuter und Substanzen in höherer Konzentration vorhanden. Unterstützend kannst du weitere Lebensmittel zu dir nehmen, die ebenfalls viele Bitterstoffe enthalten:

  • Artischocken
  • Pomelo
  • grünes Gemüse wie Brokkoli und Sellerie
  • Kräuter wie Wermut, Löwenzahn, Koriander, Salbei
  • Gewürze wie Ingwer, Muskatnuss, Kurkuma und Zimt
  • dunkle Schokolade
  • Olivenöl und Walnüsse
  • Kräuter- und Pfefferminztee
Schnapsgläser/Pinnchen
Ein Magenbitter hilft tatsächlich bei der Verdauung.

Der Mythos Magenbitter

Warum ein Magenbitter nach einem reichhaltigen Essen? Im Gegensatz zum allgemeinen Verständnis sind Magenbitter nicht wegen ihrer Hochprozentigkeit gut für die Verdauung. Die Bitterstoffe im Getränk regen die Magensäfte an und fördern so eine schnellere Verdauung. Der Alkohol ist aber trotzdem ein wichtiger Bestandteil, da er die verschiedenen Zutaten am besten in sich auflöst.