Gerade die dunkle Jahreszeit verleitet das Kuschelbett einen gerne dazu, sich trotz Weckerklingeln einfach noch einmal umzudrehen und weiterzuschlafen. Das Problem dabei ist leider, dass du nicht weniger müde sein wirst, wenn du den Wecker immer wieder auf „in 5 Minuten noch einmal klingeln“ stellst. Da hilft bedauerlicherweise nur: Augen auf und durch! Oder doch nicht? Es gibt einige einfache Tipps, wie dir das Aufstehen leichter fallen kann.

Wie du einen guten Morgen haben kannst, obwohl du müde bist und wie du dieser Müdigkeit entgegenwirkst, erfährst du in diesem Artikel.

Du bist morgens immer müde? So viel Schlaf benötigst du

Morgens müde zu sein ist zwar in gewissem Maße normal, jedoch kann es auch ein Anzeichen dafür sein, dass du insgesamt zu wenig schläfst. Auch gesundheitliche Probleme, wie zum Beispiel eine Schilddrüsenunterfunktion, Diabetes oder Blutarmut, können zu einer erhöhten Müdigkeit beitragen. In der Regel ist es aber einfach nur Schlafmangel. Aus diesem Grund zeigen wir dir hier, wie viele Stunden du täglich schlafen solltest:

  • Die Schlafdauer ist vor allem von deinem Alter abhängig. Aus diesem Grund benötigen Kleinkinder auch noch deutlich mehr Schlaf als Erwachsene, um am nächsten Morgen ausgeruht in den Tag starten zu können. Bei Kindern zwischen sechs und 13 Jahren sind das dann etwa neun bis elf Stunden Schlaf pro Nacht.
  • Doch auch Teenager sollten noch verhältnismäßig viel schlafen. Das Gehirn speichert im Schlaf schließlich alles ab, was sie über den Tag dazulernen. Gerade bei Schüler:innen ist Schlaf also enorm wichtig. Teenager im Alter von 14 bis 17 sollten etwa acht bis zehn Stunden pro Nacht schlafen.
  • Ab einem Alter von 18 bis etwa 64 Jahren sollten dann etwa sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht ausreichen. Mit zunehmendem Alter werden es dann sogar noch weniger.

Achte in jedem Fall darauf, dass du ausreichend schläfst, um dir selbst einen guten Start in den Morgen zu ermöglichen – und das, ohne dabei müde zu sein.

Frau müde
Wenn du im Büro ständig wegnickst, solltest du deine Morgenroutine etwas aufpimpen. Foto: imago images/Addictive Stock

9 Tricks für einen guten Start in den Morgen trotz Müdigkeit

Das mit dem mehr Schlafen hat bei dir nicht so gut funktioniert und du überhörst morgens sogar deinen Wecker? Das sollte so wirklich nicht sein. Deshalb sind hier neun Tipps, wie dir ein entspannter Start in den Morgen gelingt, obwohl du noch müde bist.

1. Handy weg!

Mit diesem Trick kannst du schon am Abend vorher dafür sorgen, dass du am nächsten Morgen erholt aufwachst, weil du die ganze Nacht so gut geschlafen hast. Lege dein Handy also einfach mal weg, bevor du ins Bett gehst. Warum? Dein Handydisplay strahlt blaues Licht aus.

Das ist nicht nur schädlich für deine Augen, sondern kann auch dafür sorgen, dass du unruhig schläfst und am nächsten Morgen müde bist. Ganz nebenbei ist ein Handy am Abend sowieso eine unnötige Ablenkung. Nutze die Zeit, die du abends am Handy verbringen würdest, also lieber, um etwas zu lesen oder früher schlafenzugehen.

2. Wecker weit weglegen

Wenn du morgens nicht aus dem Bett kommst, weil du dich nach dem Klingeln deines Weckers dreimal umdrehen musst, dann leg diesen doch bereits am Abend vorher von deinem Bett weg. Er sollte so weit weg liegen, dass du ihn nicht mehr mit nur einem Klick ausmachen kannst.

Wenn dein Wecker jetzt morgens klingelt, musst du richtig aufstehen, um ihn stumm zustellen. Danach fällt es dir vermutlich deutlich schwerer, dich noch einmal aufs Ohr zu hauen und müde bist du jetzt auch nicht mehr.

3. Der passende Wecker-Ton

Es gibt nichts Nervigeres und Stressigeres als einen ohrenbetäubenden Weckton, wie er bei den meisten Weckern bereits voreingestellt ist. Zum Glück leben wir aber in einer Welt, in der man diesen nervigen Weckton ganz einfach abändern kann.

Um morgens also erholsam aufzuwachen, nutzt du am besten einen Ton, der dich zwar wach macht, bei dem dir aber nicht direkt die Ohren abfallen und du mit schlechter Laune in den Tag startest.

4. Schlafphasen Wecker

Jeder Mensch hat während des Schlafens verschiedenen Schlafphasen. Manche sind sehr tief, andere hingegen sehr leicht. Wirst du morgens aus einer der tieferen Schlafphasen gerissen, ist es kein Wunder, dass du noch müde bist.

Es wäre also ideal, wenn du deinen Wecker so stellen könntest, dass du immer in einer deiner leichten Schlafphasen geweckt werden würdest. Und das geht tatsächlich. Aktuell gibt es zahlreiche Schlafphasen Wecker- Apps, die dich in einer leichten Schlafphase wecken. So wachst du morgens ganz entspannt auf, ohne dabei müde zu sein.

Frau Licht
Natürliches Tageslicht hilft dir am besten dabei, morgens wach zu werden. Foto: imago images/Cavan Images

5. (natürliches) Licht

Ebenso wie ein entspannter Weckerton spielen auch die Lichtverhältnisse beim Aufstehen eine große Rolle. Für einen guten Start in den Morgen ganz ohne Müdigkeit eignet sich am besten natürliches Sonnenlicht.

Leider bekommt man davon im Winter nicht ganz so viel ab. Deshalb gibt es sogenannte Lichtwecker, die das natürliche Sonnenlicht nachahmen und dir somit einen guten Start in den Tag ermöglichen.

6. Viel Wasser trinken

Wenn du einmal wach bist, aber dafür immer noch sehr müde, hilft es dir vielleicht, ein bisschen Wasser zu trinken. Stelle dir dazu am Abend vorher schon ein Glas mit etwa 300 bis 500 Millilitern Wasser neben dein Bett. Dieses Glas kannst du jetzt während des Aufstehens nach und nach trinken. Du wirst merken, wie viel schneller du wach wirst und dein Körper in Gang kommt.

Frühsport
Auch Sport am frühen Morgen kann dir deine Müdigkeit am Morgen nehmen. Foto: imago images/Cavan Images

7. Frühsport

Das hörst du jetzt vielleicht nicht gerne, aber es kann durchaus helfen, Frühsport zu betreiben, um deiner Morgenmüdigkeit entgegenzuwirken. Die ersten fünf Minuten werden dich wahrscheinlich sehr viel Überwindung kosten.

Allerdings zahlt sich dein Morgenworkout danach wirklich aus. Durch den Sport kommt dein Körper nämlich erst so richtig in Gang und du kannst danach voll durchstarten ohne eine Spur von Müdigkeit.

8. Wechselduschen

Viele Menschen gehen ohnehin jeden Morgen duschen. Wenn du dazu gehörst, sollte es dir nicht schwerfallen, auch mal abwechselnd kalt und warm zu duschen. Mit einer solchen Wechseldusche kurbelst du nämlich deinen Stoffwechsel und deinen Kreislauf an und wirst somit deutlich schneller wach.

9. Selbstdisziplin

Wenn dir das frühe Aufstehen am Morgen immer noch schwerfällt, gibt es leider nur noch einen Trick, den du anwenden kannst. Trainiere deine Selbstdisziplin und stehe am besten jeden Tag zur gleichen Uhrzeit auf. So gewöhnt sich dein Körper nach und nach an das frühe Aufstehen und du bist morgens nicht mehr so lange müde.

Fazit: Ein guter Morgen trotz Müdigkeit ist möglich

Mit diesen neun Tipps und Tricks gelingt dir ein guter Morgen, obwohl du müde bist. Manchmal musst du dich zwar selbst etwas motivieren, damit die Tricks etwas bewirken, manchmal sind es aber auch die ganz simplen Routinen, die wahre Wunder bewirken können.

Nichtsdestotrotz solltest du dir aber jeden Morgen ein Ziel vor Augen führen, das du an diesem Tag erreichen möchtest. So kommst du nicht nur schneller aus dem Bett, sondern kannst am Ende des Tages auch noch beruhigt schlafen gehen. Viel Erfolg!

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