Während die einen schon nach sechs 6 Stunden fit und ausgeschlafen sind, fühlen sich die anderen selbst nach 8 Stunden Schlaf noch müde und schlapp. Wie viel Schlaf wir brauchen, ist also extrem individuell. 

Wenn wir mal eine Nacht zu wenig schlafen, stecken wir das meist gut weg. Doch sobald es chronisch wird, setzen wir nicht nur unsere körperliche, sondern auch unsere psychische Gesundheit aufs Spiel.

Nur wie finden wir eigentlich heraus, wie viel Schlaf wir brauchen? Und wie bemerken wir, dass zu wenig schlafen?

Wie viel Schlaf brauchst du? Und warum du das unbedingt wissen solltest!

Wer ständig zu spät ins Bett fällt, kann damit rechnen, dass seine Leistung abfällt, dass das Immunsystem auf Sparflamme arbeitet, dass die Laune immer schlechter wird, die Willenskraft nachlässt, die Fitness schlechter wird und psychische Probleme wie depressive Verstimmungen folgen können. Ganz zu schweigen von einem erhöhten Risiko für Herzprobleme oder Bluthochdruck.

Wie viel Schlaf ist empfehlenswert? Du kannst dich an den Empfehlungen der National Sleep Foundation orientieren:

  • 14 – 17 Jahre alt: 8 bis 10 Stunden Schlaf 
  • 18 – 25 Jahre alt: 7 bis 9 Stunden Schlaf
  • 26 – 64 Jahre alt: 7 bis 9 Stunden Schlaf
  • Über 65 Jahre alt: 7 bis 8 Stunden Schlaf

Die oben genannten Zahlen können uns aber nur einen Richtwert geben. Denn jeder von uns hat einen individuellen Schlafbedarf. Um herauszufinden, ob sieben oder doch acht Stunden Schlaf ausreichen, solltest du vor allem eines tun. Nämlich auf deinen Körper hören. Und das klappt am besten mit diesen Methoden.

Methode 1: Durchschnitt berechnen

Am einfachsten ist es, wenn du in deinem nächsten Urlaub herausfindest, wie viel Schlaf du wirklich brauchst. Ganz ohne Wecker und Störungen.

Dafür schreibst du dir einfach auf, wann du ins Bett gegangen und wieder aufgestanden bist. Und am Ende errechnest du aus der Anzahl der Stunden einfach den Durchschnitt. 

Wie viel Schlaf
Wie viel Schlaf du brauchst, kannst du selbst errechnen.(Photo: LaylaBird/ istock)

Und das Wichtigste: Du solltest dir das Schlafpensum nicht nur aufschreiben und den Zettel mit den Infos irgendwann in den Müll schmeißen. Sondern dich auch nach deinem Urlaub an das Schlafpensum halten. 

Aber Vorsicht: Zähle nicht ab der ersten, sondern erst ab der zweiten Nacht. Denn in der Ersten wirst du wahrscheinlich länger schlafen als in den darauffolgenden, weil es sein kann, dass du die Nächste zuvor Schlafmangel hattest.

Methode 2: Fragen beantworten

Um herauszufinden, wie viel Schlaf du brauchst, kannst du auch die zweite Methode anwenden. Diese ist aber etwas aufwendiger. Hierfür nimmst du dir einfach ein Notizbuch und beantwortest vor dem Schlafengehen folgende Fragen:

  • Bist du müde oder hellwach?
  • Bist du entspannt oder gestresst?
  • Wann hast du zuletzt etwas gegessen?
  • Um wie viel Uhr gehst du schlafen?

Wenn du aufstehst, schnappst du dir erneut dein Notizbuch und beantwortest die nächsten Fragen:

  • Bist du leicht eingeschlafen?
  • Bist du oft aufgewacht?
  • Hat dich nachts etwas gestört?
  • Wie hast du dich beim Aufstehen gefühlt?

Nach einigen Tagen oder Wochen wirst du einen besseren Überblick darüber bekommen, was dir persönlich guttut. 

Frau Bett Schlafen
Wenn du nicht genügend Schlaf hattest, dann kann sich das auf deinen Alltag auswirken.

Gut zu wissen: Im ersten Drittel der Nacht erholen wir uns am besten. 

Methode 3: Schlaftracker

Mittlerweile gibt es zig Gadgets, mit denen du deinen Schlaf genauestens tracken kannst. Angefangen bei den Smart Watches und aufgehört bei besonderen Schlafmatten, die deine Herz- und deine Atemfrequenz überwachen. Sie messen deine Schlafdauer automatisch, sodass du mit ihnen auswerten kannst, wie viel Stunden für dich perfekt sind.

Fazit: Nimm deinen Schlaf nicht auf die leichte Schulter!

Wenn du herausfinden willst, wie viel Schlaf du wirklich brauchst, solltest du dir nicht nur genug Zeit dafür nehmen, um das herauszufinden. Sondern vor allem auf dein eigenes Körpergefühl achten. Wenn du dich nach 6 Stunden Schlaf total müde und ausgebrannt fühlst, solltest du länger schlafen. Wenn du dich mit 7 Stunden zwar etwas besser, aber dennoch schlapp fühlst, kannst du es mit 8 Stunden Schlaf ausprobieren. Nach dieser Anzahl an Stunden merkst du plötzlich, wie fit und energiegeladen du bist? Prima! 

Dann weißt du, wie hoch dein individueller Schlafbedarf ist.

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