Für manche ist es schon ein festes Ritual, andere wollen den Trend ausprobieren: Streak Running bedeutet, dass du täglich Joggen gehst. Das kann dich einerseits motivieren und deine Leistung verbessern. Auf der anderen Seite hat das tägliche Laufen aber auch Nebenwirkungen. Wir zeigen dir, auf was du beim Streak Running achten solltest und warum der Trend so viele Läufer:innen begeistert.

Streak Running: Das steckt hinter dem Lauf-Trend

Streak Running ist nicht nur ein Training für den Körper, sondern auch für die Psyche. Was dinter steckt? Beim Streak Running joggst du jeden Tag. Bist du einmal zu erschöpft oder hast keine Zeit und gehst nicht joggen, so ist deine Streak beendet. Wirklich weite Strecken musst du jedoch nicht zurücklegen. Laut den Regeln der United States Running Streak Association reichen bereits 1,6 Kilometer, um den Tag erfolgreich abhaken zu können. Selbst bei gemäßigtem Tempo legt man diese Strecke in einer viertel Stunde zurück.

Selbst für Hobby-Jogger:innen sind die circa 600 Kilometer im Jahr, die bei der Mindeststrecke rumkommen, nicht gerade viel. Beim Streak Running geht es nämlich nicht nur um Gesundheit, die Regelmäßigkeit ist entscheidend. Streak Running ist auch ein Training für die Psyche. Das Ziel ist, dich mit dem Laufen anzufreunden, es im Alltag zu normalisieren und keine Scheu mehr vor Trainings zu haben. Daher zählen auch Nachholen oder Vorlaufen nicht.

frau joggen sport kälte fitness fitnessarband laufen musik hören
Streak Running macht vor dem Winter keinen Halt. Foto: gettyimages/martin-dm Foto: Gettyimages/martin-dm /

Nebenwirkungen von Streak Running

Das Problem beim täglichen Laufen: Deine Muskeln können sich nicht regenerieren. Das ist aber notwendig, um sie wachsen zu lassen und Verletzungen vorzubeugen. Trotz aller guten Vorsätzen solltest du daher unter bestimmten Voraussetzungen eine Trainingspause einlegen:

  • Bei Schmerzen, die dich dazu zwingen deinen Laufstil zu verändern,
  • Bei Schmerzen, die beim Laufen schlimmer werden,
  • Wenn du krank bist, z. B. eine Erkältung hast
  • Bei stechenden, heftigen Schmerzen

Gefährlich wird es dann, wenn du die Signale deines Körpers ignorierst. Dann kann tägliches Laufen dein Immunsystem schwächen. Es kommt zu einer Überlastung deiner Muskeln und Gelenke und dauerhaften Schmerzen. Außerdem bringt es dich aus der mentalen Balance. Schließlich sollte Streak Running Spaß machen und kein Pflichtprogramm sein.

3 Vorteile von Streak Running

Insgesamt verbessert Sport deinen Schlaf, dein Stresslevel und dein Risiko, an Diabetes und Krebs zu erkranken. Ziehst du deine Trainings regelmäßig durch, kannst du die Vorteile sogar noch aufwerten. Diese Vorteile hat das Streak Running:

1. Du tust was fürs Köpfchen

Regelmäßige Trainings verbessern deine Gehirngesundheit. Dein Gedächtnis, deine Konzentrationsfähigkeit und deine Fähigkeit, Neues zu lernen, wird direkt mittrainiert.

Weiterlesen: Hier erfährst du, welche Sportarten deine geistigen Fähigkeiten am besten trainieren.

2. Du wirkst Stress, Angst und Depressionen entgegen

Noch eine schöne Eigenschaft: Bewegung wirkt sich auch immer positiv auf deine psychische Gesundheit aus. Du bist besser gelaunt und energiegeladener und das schon nach wenigen Trainings. Beim Streak Running hast du diesen Energiekick jeden Tag.

3. Du wirst disziplinierter

Eine lange Streak erfordert viel Disziplin. Diese Eigenschaft beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Joggingrunden. Die Theorie des Lerntransfers besagt, dass es Menschen, die sich diszipliniert an Trainingspläne halten, leichter fällt eine gesunde Ernährungsweise beizubehalten. Neue Gewohnheiten lassen sich in circa zehn Wochen aneignen. Je länger du deine Streaks durchhältst, umso mehr verankern sie sich. So fallen dir „gesunde“ Entscheidungen irgendwann leichter.

Weiterlesen: Wir verraten dir, ob du allein mit deiner Psyche Muskeln wachsen lassen kannst.

Corona-Lockerungen
Um Überbelastung zu vermeiden, solltest du deine Joggingpläne im Blick behalten. Foto: istock, ljubaphoto /

Fazit: Vorsicht vor der Dauerbelastung

Schon im Voraus kannst du kurze, langsame Erholungsläufe einplanen. Früher oder später wirst du an deine Grenzen kommen, da deine Muskulatur die häufige Belastung nicht gewohnt ist. Auf langen Strecken entstehen automatisch kleine Risse in der Muskulatur, am nächsten Tag kommt dann der Muskelkater. Deswegen ist es für dich besonders wichtig, auf deinen Körper zu hören. Sobald der dir signalisiert, dass er erschöpft ist, reichen 1,6 Kilometer vollkommen aus.

Weiterlesen: Was passiert, wenn du ins Übertraining kommst, verraten wir dir hier.

Das könnte dich auch interessieren: