Der Fitnesshype der letzten Jahre will nicht abebben. Ganz im Gegenteil: Immer mehr Menschen setzen nun auch auf regelmäßige Home Workouts, um sich fit und gesund zu halten. So lobenswert die entfachte Lust auf Fitness ist, so fatal kann sie enden. 

Neben unseren Knien ist es vor allem unser Core, der unter falschem Training leidet. Aus diesem Grund zeigen wir dir, wie man seinen Bauch trainiert, ohne die häufigsten Fehler zu begehen.

Wozu das wichtig ist? Viele haben ein Fitnessstudio noch nie von innen gesehen oder von einem ausgebildeten Trainer erklärt bekommen, wie Übungen richtig ausgeführt werden. Die negativen gesundheitlichen Folgen sind nicht zu unterschätzen.

7 Fehler, die dem Bauchmuskel Training schaden

Gründe für das Bauchmuskeltraining gibt es viele. Ganz weit oben für viele: die Ästhetik. Dabei hat so ein Bauchtraining auch viele weitere gesundheitliche Vorteile – aber eben nur dann, wenn die folgenden Fehler vermieden werden:

Fehler 1: Falsche Ausführung der Übungen

Es gibt Bauchmuskelübungen wie Sand am Meer. Effizient werden sie allesamt erst dann, wenn sie korrekt ausgeführt werden. Was das im Detail heißt:

  • Führe die Übungen ohne Schwung aus: Die Kraft für die Bewegungen kommen aus dem Bauch und werden nicht durch den Schwung anderer Muskelgruppen erzeugt. 
  • Arbeite langsam und überstrecke deinen Körper nicht. Achte dabei auf die richtige Atmung: Beim Anspannen wird ausgeatmet. Beim Entspannen wird eingeatmet.
  • Setze auf weniger Wiederholungen: Viele Übungen werden leichter, je schneller man sie ausführt. Wenige & langsame Wiederholungen lassen deinen Bauch allerdings schneller brennen und führen zu nachhaltigen Trainingseffekten.

Plank
Achte immer auch darauf, deinen Rücken als Muskelgegenspieler mit zu trainieren.

Fehler 2: Alleinige Belastung des Bauchs

Beim Bauch trainieren geht es darum, den Core zu stärken. Dieser besteht allerdings auch aus deinem Rücken, deiner Hüfte und deinen Schultern. Diese bilden zusammen eine Einheit, die für die Stabilisation deines Körpers sorgen. Das heißt: Auch der Rücken sollte als Gegenspieler regelmäßig mittrainiert werden, wenn langfristig Haltungsschäden vermieden werden sollen. 

Tipp: Wer einen trainierten und flachen Bauch haben möchte, sollte nie nur den Bauch trainieren, sondern auf ein ausgewogenes Ganzkörpertraining setzen. Besonders dafür geeignet: ein HIIT Cardio Workout. 

Fehler 3: Täglich grüßt der Crunch

Wer immer auf dieselben Übungen setzt und seiner Muskulatur keine Abwechslung bietet, wird keine Trainingserfolge erzielen. Jeden Tag gerade und seitliche Crunches auszuführen ist vergebene Liebesmüh. Biete deiner Bauchmuskulatur ständig neue Reize, egal ob durch abwechslungsreiche Übungen oder durch die zusätzliche Verwendung von Gewichten. 

Tipp: Ändere deinen Trainingsplan jeden Monat bzw. setze auf andere Online Fitnessangebote. Immer die gleichen Workouts auszuführen, wird in eine Sackgasse führen.

Crunch
Du trainierst deinen Bauch täglich? So wird sich kein Trainingseffekt einstellen.

Fehler 4: Der Bauch wird jeden Tag trainiert

Viele treiben fast täglich Sport, um einen Ausgleich zu haben, den Kopf freizubekommen sowie um sich stark und mental auf der Höhe zu fühlen. Dagegen ist erst mal nichts einzuwenden, wenn nicht jeden Tag Höchstleistungen vom Körper erwartet werden. Dann kann nämlich schnell von einer Sportsucht gesprochen werden, die gravierende gesundheitliche Folgen hat.

An manchen Tagen auf ein LIIT Workout, Hatha Yoga oder Pilates zu setzen, kann gar nicht so verkehrt sein. Bedenke immer: Muskeln wachsen erst in der Phase der Regeneration. Wer täglich seine Bauchmuskeln trainiert, steht sich und seinem Sixpack selbst im Weg.

Fehler 5: Die Ernährung ergänzt das Training nicht

Abs werden in der Küche gemacht. Wenn das kein motivierender Spruch ist, um ihn auf eine Proteinpackung zu schreiben. Doch es ist wahr: Bauchmuskeln werden erst dann sichtbar, wenn der Körperfettanteil niedrig ist. Bei Frauen bedeutet das einen Anteil von unter 20 %. Ernährung ist hierfür ein entscheidender Faktor. Wie du nach dem Sport effizient isst, liest du hier.

Running
Nur wer auch auf Cardio setzt, wird effizient seinen Bauch trainieren.

Fehler 6: Cardio wird ausgelassen

Die richtigen Ernährung allein ist nicht genug, wird der Körperfettanteil doch auch durch ein gesundes Maß an Cardiotraining beeinflusst. Daher sollte nie nur auf ein ausgewogenes Krafttraining gesetzt werden. Auch Cardio Einheiten sollten zum regelmäßigen Training gehören, um den Bauch sichtbar zu stärken. 

Fehler 7: Der Bauch wird als Erstes trainiert

Viele stehen morgens auf und starten den Tag mit einer Runde Crunches. Gegen Frühsport ist natürlich nichts einzuwenden, bei all den Vorteilen, die er mitbringt. Doch sollte der Bauch aus folgenden Gründen nie als Erstes trainiert werden:

  • Du bist nicht aufgewärmt und erhöhst deine Verletzungsgefahr.
  • Der Bauch stabilisiert dich beim Training. Ihn beginnend zu überanstrengen, lässt deine Leistung im weiteren Training schwächeln, da dir die nötige Kraft hier nun fehlt.

Bauchtraining muss sauber ausgeführt werden!

Du bist motiviert und möchtest etwas für deine Fitness und Gesundheit tun? Go for it. Achte nur darauf, Fitnessangebote zu nutzen, welche die richtige Ausführung der Übungen erläutern, wenn du noch fitnessunerfahren bist. Folgende Fitness Motivatoren gehen mit gutem Beispiel voran und helfen dir dabei, sauber deinen Bauch zu trainieren.

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