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6 Lebensmittel, die du im Winter nicht essen solltest

Die Tomaten aus dem Supermarkt schmecken auf einmal komisch? Klar, denn die Saison ist längst vorbei! Auf welche Lebensmittel du im Winter besser verzichten solltest, erfährst du hier.

Frau im Supermarkt
Bestimmte Lebensmittel, haben im Winter keine Saison. Foto: Pexels / Greta Hoffman

Früher schien das Einkaufen einfacher zu sein: Zu kaufen gab es nur, was Saison hatte und in der Nähe angebaut wurde. Heute können wir jederzeit alles kaufen: Spargel im Sommer, Rhabarber im Herbst und Erdbeeren im Winter. Doch gerade in der kalten Jahreszeit solltest du darauf achten, welches Obst und Gemüse du zu dir nimmst. Welche Lebensmittel im Winter nicht empfehlenswert sind, zeigen wir dir hier.

Lebensmittel im Winter: Warum du besser verzichten solltest

Gerade im Herbst und Winter ist es wichtig, dass wir viel vitamin- und nährstoffreiches Essen zu uns nehmen. Das stärkt unser Immunsystem und macht uns resistenter gegen Viren und Keime. Denn niedrige Temperaturen und Regenwetter können unsere Abwehrkräfte ganz schön herausfordern. Umso wichtiger, gut gewappnet zu sein.

Manche Lebensmittel enthalten im Winter aber deutlich weniger gesunde Nährstoffe, als zu anderen Jahreszeiten. Der Grund: Sie wurden außerhalb der Saison geerntet. Das bedeutet, ihnen fehlte das nötige Sonnenlicht, um zu gedeihen. Viele Lebensmittel werden im Winter aus weit entfernten Ländern importiert. Das macht sie zu Klimaschädlingen, die außerdem kaum Geschmack und Aroma haben.

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Diese Lebensmittel solltest du im Winter nicht essen

Zu den Lebensmitteln, die du im Winter lieber nicht kaufst, gehören vor allem die Sorten, die im Sommer Saison haben. Sie brauchen die Sonne, um Aroma und Nährstoffe zu bilden. Künstliches Licht und Wärme in Gewächshäusern können die natürlichen Gegebenheiten zwar nachahmen, aber nicht ersetzen. Auf diese Lebensmittel solltest du deshalb lieber bis nächstes Jahr warten:

Tomaten
Tomaten schmecken im Winter nicht, denn sie werden unreif geerntet und dann nach Deutschland importiert. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

1. Tomaten

Wer Tomaten liebt, würde sie am liebsten das ganze Jahr über essen. Aber in der kalten Jahreszeit wachsen die Tomaten nicht mehr in Deutschland, sondern werden aus Spanien, Frankreich oder den Niederlanden importiert. Dort werden sie unter hohem Energieverbrauch in Gewächshäusern herangezüchtet.

Häufig kommen die beliebten Cherry-Tomaten auch aus Marokko, wo sie billig angebaut werden. Bis sie hierzulande verkauft werden, müssen sie einen langen Transportweg zurücklegen. Tomaten gehören deshalb zu den Lebensmitteln, die du im Winter lieber nicht kaufen solltest.

Nice to know: Ganz auf Tomaten verzichten musst du nicht: Passierte Tomaten oder Tomaten in Stücken gibt es ganzjährig in Konserven zu kaufen. Sie enthalten viele Nährstoffe, da sie nur im reifen Zustand geerntet werden. Tipp: Auf das Herkunftsland achten!

Gurke, Pflanze
Bei uns haben Gurken nur bis Oktober Saison. Foto: Shutterstock / Leo Pakhomov

2. Gurken

Auch Gurken wachsen im Winter nur im Gewächshaus und werden dann nach Deutschland importiert. Hierzulande haben sie nämlich nur von Juni bis Oktober Saison. Leider hat die importierte Ware nur wenig Nährstoffe. Lange Transportwege tun ihr Übriges.

Ganz verzichten solltest du auf Gurken, die in Plastik eingepackt sind. Das ist umweltschädlich und unnötig, denn die Schale ist robust genug, um das Gemüse zu schützen.

Schüssel Feigensalat auf einem gedeckten Tisch. ernährung umstellen
Für einen leckeren Salat eignen sich auch andere Sorten. Foto: imago/Westend61 Susan Brooks-Dammann /

3. Kopfsalat

Im Winter haben viele Salate Saison: Chicorée, Feldsalat, Endivie und Radicchio zum Beispiel. Trotzdem greifen viele Menschen aus Gewohnheit zu Kopfsalat. Das ist leider keine gute Idee. Denn wie andere grüne Salatsorten kommt der aus dem beheizten Gewächshaus und wird unreif geerntet. Das bedeutet: weniger Nährstoffe und kaum Geschmack.

nebenwirkungen von Weintrauben
Weintrauben sind gesund und lecker, aber leider nicht gerade klimafreundlich.

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4. Weintrauben

Trauben sind köstlich! Zuckersüß und reich an Vitaminen gelten sie als beliebter Snack für zwischendurch. Doch in den Wintermonaten legt die Obstsorte einen langen Weg zurück, bevor sie bei uns im Supermarkt landet. Meist kommen die Trauben aus Chile, Peru, Südafrika, Indien oder Brasilien und brauchen rund 3 Wochen, bis sie bei uns sind.

Damit die Früchte trotzdem möglichst frisch bei uns ankommen, werden sie mit Pestiziden und anderen chemischen Mitteln behandelt. Das schadet der Umwelt und unserer eigenen Gesundheit. Auf Weintrauben solltest du im Winter deshalb besser verzichten.

rote saftige Erdbeeren in Pappschale
Erdbeeren kommen im Winter fast immer aus dem Gewächshaus Foto: Imago/ Inderlied/Kirchner-Media

5. Erdbeeren

Über Erdbeeren im Winter können vor allem unsere Großeltern nur staunen: „Das hat es früher nicht gegeben“, heißt es dann oft. Und das war auch besser so. Denn Erdbeeren werden im Winter aus Ländern wie Spanien und Israel importiert. Die Plantagen dort stehen wegen schlechter Arbeitsbedingungen, dem Einsatz von Pestiziden und fragwürdigen Bewässerungstechniken in der Kritik.

Nice to know: Solltest du im Winter Erdbeeren aus Deutschland im Supermarktregal finden, musst du wissen: Diese konnten nur unter einem beträchtlichen Energieaufwand reifen und sehen wahrscheinlich sehr viel besser aus, als sie schmecken.

6. Zucchini

Die Zucchini ist zwar ein Kürbisgewächs, könnte also im Herbst eingeordnet werden, sie hat bei uns aber nur von Juni bis Ende Oktober Saison. Dagegen gibt es Kürbisse wie Hokkaido oder Butternut bis Dezember und von da an als Lagerware aus heimischen Anbau.

Fazit: Es gibt genug andere Lebensmittel im Winter, die du essen kannst

Am besten für das Klima und für deine Gesundheit ist es, dich an saisonalen und regional angebauten Lebensmitteln zu bedienen. Entgegen der Annahme ist der Winter reich an leckeren Obst- und Gemüsesorten: Heimische Äpfel und Birnen werden das ganze Jahr über gelagert.

Brokkoli und Blumenkohl haben jetzt ihre beste Zeit. Probiere auch mal andere Kohlsorten wie Grünkohl, Chinakohl und Rosenkohl. Sie haben ihr muffiges Image längst abgelegt. Wurzelgemüse wie Rote Bete und Pastinake lassen sich super einfach als leckeres und schnell gemachtes Ofengemüse zubereiten.