Veröffentlicht inBeauty

Kokosöl für die Haare: So sehen sie nach 2 Wochen aus

Kokosöl gehört zu den Beauty-Allrounder und -Favoriten und das zurecht! Wir zeigen dir, was das Wundermittel alles kann.

Kokosöl in den Haaren
Wofür kann man Kokosöl alles benutzen? Wir stellen dir die fünf besten Anwendungsmöglichkeiten vor. Foto: pixelshot via canva

Die letzten paar Monate (und vielleicht sogar Jahre) haben uns gezeigt, dass Kokosöl nicht nur fürs Kochen und Backen ein echter (Geheim-)tipp ist. Auch die Beauty-Branche hat das wertvolle Öl für sich entdeckt – und kann sich gar nicht retten vor Anwendungsmöglichkeiten! Wir zeigen dir, wofür du Kokosöl verwenden kannst und was es mit deinem Körper dadurch macht.

Kokosnuss
Das Öl der Kokosnuss ist ein Wundermittel für Haare, Haut und Zähne.

Gesunde Haare, Haut und Zähne dank Kokosöl

Kokosöl enthält viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und wirkt sogar antibakteriell. Besonders für schwierige Haut kann die Anwendung mit Kokosöl Apothekenprodukte unnötig machen. Und haben wir schon erwähnt, wie preiswert man Kokosöl in guter Qualität bekommen kann?

Wie wird Kokosöl eigentlich hergestellt? Für die Grundlage dient das weiße Fruchtfleisch der Kokosnuss. „Bei der industriellen Pressung wird die Kokosnuss nach der Ernte getrocknet und für längere Zeit gelagert, häufig vergehen ganze Monate bis die Früchte weiter verarbeitet werden„, so Dr. George. Danach wird das Fruchtfleisch zerkleinert und geraspelt. Bevor das Fruchtfleisch mechanisch gepresst wird, wird es stark erhitzt. Anschließend folgt noch eine Raffinierung des Öls.

5 Anwendungen von Kokosöl für den ganzen Körper

Kokosöl kann viele deiner Beautyprodukte ersetzen und ist außerdem ein Hauptbestandteil, wenn du Kosmetik selber machen möchtest. Das sind die besten Beauty-Anwendungen von Kokosöl:

4 natürliche Hausmittel für blondes Haar
Kokosöl lässt deine Haare widerstandsfähiger und glänzender werden.(Photo: Unsplash)

1. Kokosöl für die Haare

Kokosöl ist die perfekte Kur für deine Haare. Feuchte sie vor dem Duschen etwas an und massieren ein paar Tropfen Kokosöl in deine Spitzen. Lasse das Ganze mindestens 30 Minuten (oder über Nacht) einwirken und wasche es dann beim Duschen raus. 

Wenn du gestresste und juckende Kopfhaut hat, kannst du das Kokosöl auch dort anwenden. Massiere es vor dem Duschen in deine Kopfhaut ein und lasse es einwirken. Schon nach zwei Wochen kann das Kokosöl dir Linderung verschaffen, die Schuppen reduzieren und deiner Haut richtig viel Feuchtigkeit spenden!

Theoretisch kannst du Kokosöl sogar als Leave-In-Pflege benutzen, achte dabei aber auf die Menge. Massiere nur wenige Tropfen in deine Spitzen um sie geschmeidiger zu machen. Kokosöl funktioniert ähnlich wie Silikone (ohne deren negative Eigenschaften) und legt sich wie ein Schutzfilm um deine Haare.

Lächelnde Frau mit tollen Zähnen
Kokosöl sorgt für ein zufriedenes Lächeln und strahlende Zähne.

2. Kokosöl für die Zähne

Kokosöl wirkt für die Bakterien in deinem Mundraum wie ein Schwamm. Es zieht sie an und schließt sie ein. Du kannst dir Zahnpasta aus 3 Esslöffeln Kokosöl und 2 Esslöffeln Backpulver selber machen. Backpulver wirkt gleichzeitig aufhellend für deine Zähne.

Eine andere Möglichkeite ist die Anwendung des Ölziehens. Beim Ölziehen nimmst du einen Esslöffel Kokosöl in den Mund und ziehst es ungefähr 5 Minuten durch deine Zähne. Danach spuckst du es aus. Ölziehen hilft nachweislich gegen Plaque, Karies und Zahnfleischbluten.

Frau zeigt ihre nackte Schulter
Gesunde Haut dank Kokosöl.

3. Kokosöl für den Körper

Auch für deinen Körper ist Kokosöl ein Allrounder. Du kannst zum Beispiel deine Bodylotion durch Öl ersetzen. Besonders im Winter pflegt es Haut und Füße besonders gut. Wenn dir das Kokosöl allein zu schwer ist, kannst du es mit Aloe Vera-Gel mischen. 

Kokosöl ist auch eine gute Basis für Deodorants, denn es bekämpft die Pilze, die beim Schwitzen und Schweißgeruch entstehen. Zusammen mit Backpulver und einem Duft deiner Wahl ist es eine aluminiumfreie Deo-Alternative.

Wie alle natürlichen Öle hat auch Kokosöl einen Lichtschutzfaktor. Dieser liegt zwischen 2 und 7. Kokosöl kann also deinen natürlichen Lichtschutz bis zu sieben Mal verlängern. Es eignet sich aber nur für schattige Tage oder den Winter und ersetzt auf keinen Fall einen richtigen Sonnenschutz.

Frau mit schöner Haut
Kokosöl kann auch für dein Gesicht wahre Wunder wirken.

4. Kokosöl für das Gesicht

Kokosöl und ein Wattepad machen auch der noch so wasserfesten Mascara den Gar aus. Nimm 2 Tropfen angewärmtes Kokosöl auf ein Wattepad und schminke dich am Abend damit ab. Danach kannst du auch auf die Pflege verzichten.

Kokosöl ist auch prima für gereizte Haut, Ausschlag oder Neurodermitis aufgrund der antibakteriellen Wirkung. Auch spröde Lippen kann Kokosöl schnell bekämpfen. 

Als tägliche Pflege eignet es sich nicht für jede Haut, da es komedogen ist, also deine Poren verschließt und verstopfen kann. Hier solltest du einfach selbst testen, wie deine Haut auf Kokosöl reagiert. Allerdings ist es gerade aus diesem Grund die ideale Pflege für ein frisch gestochenes Tattoo.

Coole Frau sitzt mit plastikfreier Kosmetik im Wald
Kokosöl wirkt als natürliches Mückenmittel.

5. Kokosöl bei Zecken, Mücken und Bissen

Kokosöl lässt sich gut anwenden bei Zecken- und Flohbefall. Besonders bei deinem geliebten Vierbeiner, denn es reizt die Haut nicht weiter und wirkt entzündungshemmend. Mücken mögen den Geruch von Kokosöl überhaupt nicht.

Kokosöl in einem Glas
Kokos ist super gesund. Nicht nur zum Kochen, sondern auch als Beauty-Allrounder.

Darauf solltest du beim Kauf von Kokosöl achten

Bevor du das nächste Mal im Netto über ein Glas Kokosöl stolperst und zugreifen willst, noch ein paar Tipps: Generell ist kaltgepresstes und natives Kokosöl besser, denn dort bleiben alle Inhaltsstoffe erhalten. 

Kokosöl wird, wie auch Palmöl, massenhaft angebaut und das oft unter kritischen Bedingungen und zu Lasten des Regenwaldes. Du solltest daher immer Kokosöl in Bio-Qualität kaufen und auf entsprechende Siegel achten. Außerdem solltest du auf nachhaltige Verpackungen setzen. Das Öl gibt es überall auch im Glas.

Ist Kokosöl auch so gesund zum Essen?

Jein. Kokosöl galt lange als das neue Wunderfett. Die hohe Laurinsäure (mittelkettige Fettsäuren) machte es zum Superstar.  Ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. Karin Michels zerschmetterte diesen Ruf, denn der Anteil an ungesättigten Fettsäuren ist und bleibt extrem hoch und leider sehr ungesund.

Als bevorzugtes Fett ist es nicht zu empfehlen, aber für bestimmte Gerichte kannst du es auf alle Fälle einsetzen. Bessere Fette als Kokosöl haben andere pflanzliche Öle wie Rapsöl oder Walnussöl.

Fazit: Kokosöl ist ein Wundermittel zur äußeren Anwendung

Kokosöl kann vielleicht in der Küche nicht überzeugen, aber dafür im Badezimmer. Fast die Hälfte deiner Kosmetika kannst du theoretisch durch Kokosöl ersetzen. Es sorgt für glänzende Haare, gesunde Zähne und eine geschmeidige Haut.

Übrigens eine ähnliche Wunderwaffe ist übrigens Jojobaöl. Es gibt auch natürliche Hausmittel um deine Haare natürlich zu blondieren.