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Intimbereich rasieren – Tipps & Tricks für eine schonende Intimrasur.

Du rasierst deinen Intimbereich regelmäßig? Lies hier, warum das gar nicht mal so gesund ist & wie du es zukünftig schonender angehen kannst!

Frau mit Blumen zwischen den Beinen
Intimbereich Rasieren: Wie viel bleibt stehen? (Credit: Unsplash)

Rasierklingen und Rasiergel zu kaufen schmerzt den Geldbeutel ordentlich. Besitzer der Waxing-Studios, Epilierer- und Rasierer-Hersteller sowie Entwickler von Laserlicht-Haarentfernungsgeräten sollten mittlerweile ausgesorgt haben. Denn wenn wir eines nicht leiden können, dann sind es Körperhaare, die uns aus diversen Gründen stören. 

Ganz weit vorne: Bein- und Achselhaare. Kurz dahinter: Schamhaare. So geben in einer Studie 67 % der Frauen an, sich den kompletten Intimbereich zu rasieren. 34 % geben an, ihn teilweise zu rasieren. Aber ist unser ästhetischer Anspruch überhaupt gesund? Und was sollten wir bei der nächsten Intimrasur besser beachten?

Wie gesund ist es, sich im Intimbereich zu rasieren?

Der Trend, sich untenrum zu rasieren, boomt. Allerdings weniger aus ästhetischen Gründen. Vielmehr empfinden viele Frauen ihre Behaarung als störend und schlimmer noch: als unhygienisch. Viele fühlen sich demnach schmutzig, wenn die Schamhaare ungebändigt wachsen. 

Wenngleich auch der Einfluss der Pornoindustrie und von Social Media nicht unterschlagen werden sollte. Auch hier erwischt er uns, der Instagram Effekt. Wir sehen die Models mit ihren trendy Bikini Höschen, die über den Hüftknochen sitzen. Was wir allerdings nicht sehen, ist ein einziges Haar, welches aus der Seite des knappen Stückes Badestoff herauslugt.

Vielleicht hat dich deine Frauenärztin jedoch schon einmal darauf hingewiesen, dass es nur mäßig gut ist, sich untenrum völlig nackig zu machen? Wenn nicht, dann liest du nun hier drei gute Gründe, sich nicht völlig seiner Schamhaare zu entledigen:

Pfirsich & Rasierer
Viele Frauenärztinnen raten davon ab, sich völlig von seinen Schamhaaren zu befreien.(Photo: LD)

1. Hautirritationen & Entzündungen

So schön sich eine frische Rasur auch anfühlt, nicht selten kommt es zu Rasierpickelchen, Schnittwunden, eingewachsenen Haaren und zu Entzündungen. Nicht so schlimm denkst du dir? Doch, denn damit schwächst du deine Intimflora, die nun anfälliger für Infektionen ist. Wie du mit eingewachsenen Haaren im Intimbereich und an den Beinen umgehen solltest, erfährst du hier.

2. Schamhaare gibt es nicht ohne Grund

Wer seine Schamhaare stehen lässt, ist besser vor Geschlechtskrankheiten und anderen Bakterien sowie Keimen geschützt. Die Haare wachsen immerhin nicht ohne Grund und verhindern, dass Erreger leicht in die Vagina eindringen können. Außerdem verhindern deine Schamhaare, dass Textilien direkt auf deiner Haut reiben. Außerdem schützen sie gleichermaßen vor Hitze und Kälte.

3. Schamhaare machen den Sex erst wild

Wer meint, Schamhaare würden zum Beispiel den Oralverkehr erschweren, den man ohnehin öfter als Frau einfordern sollte, der irrt. Er wird dadurch sogar noch besser, wilder allemal. Denn Schamhaare sind auch dafür zuständig, Pheromone zu verteilen. Letztlich sind die es, die deinen (Sex-)Partner an dich binden und dem Sex den nötigen Pepp verleihen. Wie schmutzig es beim Sex dann zugehen darf, entscheidest aber immer noch du.

Rasierer Gold
Wenn schon rasieren, dann richtig & schonend.(Photo: LD)

Was es bei der Intimrasur zu beachten gibt

Bei allen Vorteilen, ein paar Haare stehen zu lassen: Es bleibt dir überlassen. Denn dein Körper gehört dir. Nur dir. Was allerdings zugleich heißt, dass nur du dich um eine angemessene Wartung kümmern kannst. Bevor du also den Rasierer das nächste Mal an dich legst, haben wir hier einige Tipps für dich, wie du deine Intimrasur schonender vornehmen kannst:

1. Schamhaare vor der Rasur stutzen

Wer bereits einmal seine lange Mähne auf dem Kopf hat deutlich kürzer schneiden lassen, der weiß, dass erst einmal ein großer Schnitt gemacht wird, um das Gröbste abzunehmen. Nicht anders sollte bei der Intimrasur vorgegangen werden. Also, bevor der Rasierer angelegt wird und sich im Zweifel verfängt, sollten die Haare gestutzt werden. 

2. Trocken wird das nichts

Wer Rasierpickelchen und Entzündungen vermeiden möchte, sollte in einen Rasierschaum oder ein Rasiergel investieren. Diese pflegen, beruhigen und kühlen die Haut. Zudem weichen die Produkte die Haare auf, sodass sie anschließend leichter zu rasieren sind.

Frau duscht
Die Gesundheit steht vor der Ästhetik: Am besten wird mit der Haarwuchsrichtung rasiert.(Photo: LD)

3. Immer in Haarwuchsrichtung rasieren

Ja, zum Wegrutschen glatt wird’s dann nicht ganz, dafür werden Rasurbrand und Hautirritationen vorgebeugt. Da sollte die Gesundheit klar vor der Ästhetik liegen. Wer dennoch nicht darauf verzichten möchte, entgegen der Wuchsrichtung zu rasieren, sollte seiner Haut im Intimbereich immer genügend Zeit geben, sich zu erholen.

4. Pflege nach der Rasur nicht vergessen

Nach der Rasur sollten die Poren, die sich zuvor für eine erleichterte Rasur geöffnet haben sollten, nun wieder schließen. Trick 17 hier: Die rasierten Stellen einfach kalt abduschen. Die Zartbesaiteten und die Frostbeulen unter euch können natürlich auch auf einen kalten Waschlappen setzen. 

Wer seiner frisch rasierten Haut anschließend etwas Gutes tun möchte, kann mit Babypuder oder milden Cremes arbeiten, die ohne Alkohol auskommen.

Den Intimbereich rasieren will gelernt sein

Egal, ob Blitz, Pfeil, Landebahn, gestutzt oder völlig glatt: Die richtige Intimrasur will gelernt sein. Nicht nur in Sachen Ästhetik, sondern vor allem in Sachen schonender Hautpflege. Wer seinem Intimbereich nun nicht nur von außen, sondern auch von innen pflegen möchte, sollte es vielleicht mal mit Yoni-Yoga versuchen. Wer sich das Ganze aus der Nähe anschauen möchte, der macht sich mal mit Vulva Watching vertraut.

Du liebst weiche Haut? Dann werden dich vielleicht unsere Beauty-Wundermittel wie Bakuchiol, Arganöl oder Kokosöl interessieren. Übrigens kann man auch beim Haare waschen einiges falsch machen. Wie man seine Haare richtig wäscht, liest du ebenfalls bei uns.