Kein Wasser mehr im Supermarkt — und das zu Recht! Lidl arbeitet ab heute nicht mehr mit einem bestimmten Unternehmen zusammen. Auch wenn die Gründe nicht offiziell bestätigt worden sind, kann die jahrelange Kritik am Nahrungsmittelkonzern zum Vertragsende geführt haben. Welches Unternehmen jetzt schuld daran ist, dass Lidl Wasser aus dem Sortiment schmeißt und warum das die einzig richtige Entscheidung ist.

Kein Vittel-Wasser im Supermarkt mehr

Genaue Gründe für den Verkaufsstopp sind bisher nicht bekannt. Laut dem Manager Magazin verkündete eine Sprecherin von Lidl lediglich, dass der Vertrag mit Nestlé Ende Oktober “nach gemeinsamer Abstimmung” auslaufe. Der Rausschmiss aus dem Sortiment von Lidl bedeutet für Nestlé jedoch große Einbußen, da Lidl für Vittel in Deutschland der wichtigste Vertriebskanal gewesen ist.

Lidl und Nestlé: Mögliche Gründe für das Vertragsende 

Es wäre durchaus möglich, dass Lidl den Vertrag mit Nestlé nicht weiter verlängert hat, da der Nahrungsmittelkonzern seit knapp 30 Jahren wegen der umstrittener Wassergewinnung in der Kritik steht. So pumpt der Konzern das Wasser aus Brunnen in der französischen Kleinstadt Vittel und das mit bis zu einer Million Kubikmeter Wasser pro Jahr nicht gerade wenig. Die Folge: Der Ort trocknet durch die Wassergewinnung Nestlés aus und der Grundwasserspiegel sinkt laut Medienberichten pro Jahr bis zu 30 Zentimeter.

Vittel wird ab Ende Oktober nicht mehr bei Lidl zum Verkauf stehen. Credit: IMAGO / Manfred Segerer

Und der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern bestreitet die Vorwürfe nicht einmal und ist sich darüber im Klaren. Dazu gab Ronan LeFanic, Leiter der örtlichen Nestlé-Fabrik, bereits ein Statement ab: “Wir pumpen mehr Wasser ab, als sich natürlicherweise regenerieren kann, wodurch der Grundwasserspiegel seit 30 Jahren jedes Jahr ständig sinkt.”

Nichtsdestotrotz wird die Produktion nicht eingestellt, so argumentiert Nestlé stets mit den 1.000 Beschäftigten aus Vittel, die ohne den Konzern ohne Job dastehen würden. Auch sagt der Konzernchef Mark Schneider: “Wir gehen allerdings sehr verantwortungsvoll um mit Wasser, sowohl bei den Quellen als auch in unseren Fabriken.”

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