Wusstest du, dass die Mitarbeiter bei Aldi eine Sache dürfen, die sonst niemand darf? Der Grund ist, dass ihnen das Einkaufen im Supermarkt so einfach wie möglich gemacht werden soll. Wie das funktioniert und warum sich das für die Aldi-Mitarbeiterin @leoniefrb irgendwie illegal anfühlt, erfährst du hier.

Aldi-Mitarbeiterin: Das wäre für uns alle illegal

In dem folgenden Video geht es um die Pfandflaschen, die Mitarbeitende während ihrer Arbeitszeiten austrinken. Wenn man als normale:r Kund:in bei Aldi ein Getränk aus einer Plastikflasche kauft, muss 25 Cent Pfand darauf bezahlen. Die Mitarbeitenden bei Aldi sind von dieser Pflicht entbunden, denn sie bekommen die Wasserflaschen umsonst.

Die junge TikTokerin @leoniefrb zeigt auf ihrem Account, wie anders Aldi-Mitarbeitende also mit Pfandflaschen umgehen.

Eine Aldi-Mitarbeiterin erklärt das Pfandsystem. Foto: @leoniefrb

Die Angestellten im Aldi-Markt bekommen Wasserflaschen umsonst. Das ist einer der Benefits, den Aldi seine:n Mitarbeiter:innen gibt. Ein guter und sinnvoller Schachzug von Aldi, auch wenn es in Deutschland kein Gesetz gibt, das Arbeitgebende dazu verpflichtet, Getränke bereitszustellen. Es sei denn, die Mitarbeitenden müssen Hitzearbeit leisten.

Aldi stellt seinen Mitarbeiter:innen also bereitwillig das Wasser zur Verfügung. Der einzige Haken: Auf die Wasserflaschen bei Aldi gibt es trotzdem Pfand. Sollte der Pfand auf den Wasserflaschen bleiben, bekämen die Mitarbeitenden je mehr Geld zurück, desto mehr Wasser sie tränken. Das ist irgendwie nicht fair. Damit diese sich den Pfand nicht nach leeren der Flaschen selbst abholen können, müssen sie den Pfandcode auf den Flaschen durchstreichen.

So funktioniert das Pfandsystem bei Aldi-Mitarbeiter:innen

Wie die TikTokerin in ihrem Video preisgibt: Es fühlt sich irgendwie falsch an, den Pfandcode durchzustreichen. Immerhin gibt es Flaschenpfand nicht auf Jux und Dollerei. Das Pfandsystem in Deutschland hat durchaus einen Sinn. Es sorgt für zweierlei Dinge:

  1. Das Plastik bleibt nicht auf den deutschen Straßen liegen, sondern wird im Supermarkt abgegeben.
  2. Das Plastik kann wiederverwertet werden. So schont es die Umwelt.

Nicht nur bei Mehrweg-Pfand, auch bei Einwegpfand, wie Aldi ihn hat, wird das Plastik also weiterverwendet. Einwegpfand wird zwar nicht mehr mit Getränken befüllt, doch es wird zu Sekundärwertstoffen weiterverarbeitet.

Das Pfandsystem unter den Mitarbeitenden bei Aldi läuft etwas anders ab als das Pfandsystem für die Kund:innen. Sie müssen nämlich zwar keinen Pfand bezahlen, doch das bedeutet nicht, dass die Plastikflaschen weggeworfen werden. Stattdessen hat Aldi auch die Option, dass Einwegpfandflaschen ohne Auszahlung abgegeben werden können.

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