QAnon ist zurück? Das kann doch nicht wahr sein. Was, wenn ich euch erzähle, dass diese verschwörungstheoretische Bande nie wirklich weg vom Fenster war. Sie haben sich nur sehr gut getarnt und erscheinen nun teilweise wieder auf dem Radar der Öffentlichkeit. Wir zeigen, was seither passiert ist und wie QAnon es schaffen will, sich wieder in die Wahrnehmung der Jugend zu spielen.

Wer oder was ist die QAnon-Verschwörung nochmal?

QAnon ist eine verschwörungstheoretische Vereinigung, die ihren Ursprung in den USA hat. Dort wurde der sogenannte Q bekannt, der sich über das Internet eine Gefolgschaft aufbaute. Q gibt sogenannte Hints auf Verschwörungsmythen, stellt Fragen und lässt seine Community selbst auf die Antwort kommen. So stellt er selbst keine Verschwörungstheorien auf, sondern lässt das seine getreue Community übernehmen.

Übrigens: Wer oder was Q ist, weiß niemand. Es kann eine einzelne Person sein, es können aber auch eine ganze Gruppe aus Menschen sein. Es ist ebenso möglich, dass Q ein intelligentes Computerprogramm ist. Niemand hat Q bis heute gesehen oder wirklich mit ihm gesprochen.

Wenn du noch mehr über QAnon erfahren willst, dass lies dir unsere 10 Fakten zu der verschwörungstheoretischen Community durch.

Donald Trump
Donald Trump soll laut Q der Heiland sein. Foto: imago images / Eibner Europa / imago images / Eibner Europa

Geheime Codes & Verschwörungen: QAnon macht Werbung bei der Jugend

QAnon hat sich seit des Amtsaustritts von Donald Trump aus dem Weißen Haus nicht mehr so viel blicken lassen. Kein Wunder, hatten diese Verschwörungstheoretiker:innen doch vorausgesagt, dass Trump uns alle retten und ins Licht führen würde. doch nun sind sie zurück und zwar auf TikTok.

QAnon wurde von der Plattform TikTok in den letzten Monaten hart abgestraft. Sie durften keine Werbung mehr für ihre eigenen Zwecke machen. So wurden Hashtags wie #qanon direkt gesperrt und empfindliche Inhalte wurden vom Algorithmus extra geshadowbannt. Allerdings haben QAnon andere Mittel und Wege gefunden, wie sie es schaffen, sich trotzdem auf TikTok Gehör zu verschaffen. Sie nutzen geheime Codes, unter denen sie niemand erwarten würde und die nicht gesperrt werden können. Der Podcast „Fomo“ vom 04.09.2021 berichtet, dass das besondere Hashtags sind, unter denen sie verschwörungstheoretisches verbreiten. Unter anderem sind das Hashtags wie:

  • #savethechildren
  • #lovewins

Was verbirgt sich hinter den beiden Verschwörungs-Hashtags?

Gibt man einen der beiden Hashtags bei TikTok ein, passier eigentlich nichts Schlimmes. Da #savethechildren und #lovewins sehr generische Hashtags sind, nutzen sie auch die User:innen auf TikTok, die eigentlich nichts mit QAnon zutun haben. Das macht es den Macher:innen von TikTok besonders schwierig, diese Videos herauszufiltern.

Videos, die von QAnon-Anhänger:innen gepostet werden, sind vor allem von Trump-Freund:innen und Verschwörungstheoretiker:innen. Der User @roys4trump und der User @dukenukem7441 sind sich beispielsweise ganz sicher, dass die Prominenten hinter geschlossenen Türen Kinder misshandeln, so wie es QAnon ihnen „erzählte“. Sie beschreiben in ihren Videos, wie sie diese Kinder zu retten versuchen.

Diese Hashtags werden von Unicef und der LGBTQIA+-Community genauso genutzt, doch sie haben eine andere Bedeutung. So glauben QAnon-Anhängende beispielsweise, dass Kinder von Eliten gekidnappt werden und ihr Blut getrunken wird.

Fazit: QAnon nicht glauben & auch sonst die Augen offenhalten

Falschmeldungen, Halbwahrheiten, Fake News und schlichtweg Lügen grassieren gerade mal wieder überall in den Nachrichten. Nicht nur, weil es derzeit Gang und Gäbe zu sein scheint, den eigenen Mist und Meinung in die Welt hinauszuposaunen. Besonders viele Fake News sind gerade jetzt unterwegs, wo wir doch bald Bundestagswahl haben. Am 26. September 2021 werden die neuen Regierenden diese Landes gewählt und spätestens jetzt sollten wir damit beginnen, uns gegen Meinungsmache zu schützen. Also macht euch schlau, statt immer nur einer Quelle zu glauben. Und wenn ich euch noch einen Tipp mit auf den Weg geben darf: TikTok reicht nicht als einzige eigene Quelle.

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