Vor einem Jahr, da war Annalena Baerbock schon Grünen-Chefin, machte zum ersten Mal ein verrücktes Gerücht auf Twitter die Runde. Der Name der Politikerin sei ein Akronym einer weltweit bekannten Phrase: „Annalena Charlotte Alma Baerbock = ACAB = All Cops Are Bastards.“

Stimmt natürlich nicht, sagte die Baerbock selbst im Sommer 2020 im Podcast-Interview von Hotel Matze. Moderator Matze Hielscher verriet sie: „Das sind die Namen meiner Großmütter Charlotte und Alma.“ Mit Kritik gegen den Rechtsstaat und die Polizei habe das rein gar nichts zu tun.

Als Grünen-Chefin wird Annalena Baerbock ordentlich durchleuchtet

Klar, dass gerade jetzt, da sich Annalena Baerbock um den Posten der Kanzlerin wirbt, noch mehr in der Vita der 40-Jährigen herumgewühlt wird. Wo kommt sie her, wie ist ihr Werdegang, was hat sie für Leichen im Keller?

Und ähnlich wie bei CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet oder dem SPD-Regierungsanwärter Olaf Scholz treten dabei ein paar Infos zutage, die so wohl die wenigsten von den Politiker:innen gewusst hätten. Welche 7 spannenden Fakten für über Grünen-Chefin Annalena Baerbock herausfinden konnten, liest du hier.

1. Sie wuchs auf einem Bauernhof auf

Zusammen mit ihren zwei Schwestern und zwei Cousinen ist Annalena Baerbock in Pattensen bei Hannover großgeworden. Die Eltern hatten dort einen Bauernhof saniert. Heute wohnt sie mit ihrem Mann Daniel Holefleisch und ihren zwei Töchtern in Potsdam.

Annalena Baerbock mit Ehemann Daniel Holefleisch beim 67. Bundespresseball 2018 in Berlin. Credit: Imago/Future Image

2. Sie ging schon früh auf Demos

Gemeinsam mit ihren Eltern nahm Annalena den 1980er Jahren als Kind an Menschenketten gegen das Wettrüsten und an Anti-Atomkraft-Demontrationen teil.

3. Sie hätte auch Profi-Sportlerin werden können

In ihrer Kindheit und Jugend betrieb sie Trampolinturnen als Leistungssport und heimste sogar dreimal Bronze im Doppel-Mini-Tramp ein. Doch nicht nur das: In ihrer Teenagerzeit kickte sie bei den Juniorinnen des Fußballvereins TuSpo Jeinsen.

4. Stattdessen wollte sie als Kriegsreporterin arbeiten

Eigentlich war es Annalena Baerbocks Plan, Journalistin zu werden. Kriegsreporterin, um genau zu sein. Das verriet sie im Gespräch mit Matze Hielscher im Podcast Hotel Matze vor einem Jahr. Schon während ihres Studiums arbeitete sie von 2000 bis 2003 für die Hannoversche Allgemeine Zeitung als freie Mitarbeiterin. Ein Praktikum beim Europäischen Parlament änderte dann allerdings ihre berufliche Ausrichtung komplett.

5. Sie hat für ein Jahr in den USA gelebt

Mit 16 Jahren ging sie für ein Austauschjahr nach Orlando im US-Bundesstaat Florida. Diese Zeit hat sie sehr geprägt, erzählte sie im RTL-Interview mit Ulrich Wickert. „Die Leute verstehen gar nicht, wer ich eigentlich bin“, erinnert sie sich an damals. Sie habe sich nicht wohlgefühlt.

Glücklicherweise brachte der Fußball sie mehr mit den Einheimischen zusammen. Trotz großem Heimweh und Startschwierigkeiten, habe sie laut RTL viel aus dem Auslandsaufenthalt mitgenommen – vor allem das Gefühl, was es bedeute Fremder zu sein.

6. Sie hat schon ewig kein Buch mehr gelesen

Bei ihrem vollen Terminkalender bleibt der Grünen-Chefin nicht viel Zeit für Privates, geschweige denn für solch entspannte Dinge wie ein Buch zu lesen. Im Hotel Matze-Podcast erzählt Baerbock, dass sich nicht erinnern könne, wann sie das letzte Mal einen Roman gelesen habe. Wenn sie überhaupt etwas lese, sei das für die Arbeit.

7. Sie nimmt sich wenig Auszeiten

Sollte die schwerbeschäftige Politikerin doch mal etwas Zeit für sich haben, gönnt sie sich hier und da mal eine warme Wanne zum Relaxen. Ihr Alltag lasse es kaum zu, dass sie durchatmen könne. Aber sie habe gelernt, sich kleine Inseln der Entspannung zu suchen.

Am Sonntag, dem 26. September dieses Jahres wird sich herausstellen, ob Annalena Baerbock tatsächlich Kanzlerin wird und Angela Merkel ablöst.

Disclaimer: Wir von wmn geben keine Wahlempfehlungen. Jedem Menschen ist es komplett selbst überlassen, was er oder sie bei der Bundestagswahl wählen will. Alles, was wir tun wollen, ist zu informieren und dazu aufzurufen, überhaupt in die Wahlkabine zu gehen.

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