„Auch wenn meine Brüste bis zum Bauchnabel hängen, ich werde keinen BH mehr tragen!“ – Das sagte Hollywoodstar Gillian Anderson kürzlich bei einer Fragerunde hat auf Instagram. Eine Aussage, die für jede Menge Wirbel sorgte.

Gillian Anderson sind BH’s“einfach zu verdammt unbequem“

In dem mehr als 30 Minuten langen Video sprach die 52-Jährige unter anderem über ihr liebstes Outfit während des Corona-Lockdowns. Dabei stellte sie klar, dass sie nicht plant, jemals wieder einen Büstenhalter zu tragen. „Ich trage keinen BH mehr. Ich kann keinen BH tragen“, erzählte die Schauspielerin, die unter anderem aus den Serien Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI“, „Sex Education und The Crown bekannt ist. Es sei „einfach zu verdammt unbequem“.

Reaktionen im Netz sprechen Bände

Ob Gillian Anderson wohl damit gerechnet hat, mit ihrer Antwort einen riesige Diskussion auszulösen? Denn eigentlich leben wir doch im Jahr 2021 und jede:r kann das tragen, was er oder die will. Nun ja, einige User:innen waren tatsächlich genau dieser Meinung und schrieben z. B. „Ihr Körper, ihre Entscheidung!“ und eine andere fragte „Und das ist jetzt ne Nachricht wert?“. Anscheinend schon, denn neben solchen doch eher unaufgeregten Kommentaren wurden auch immer Aussagen getroffen, die viel über unsere heutige Gesellschaft aussagen.

„Amen, Schwester!“, schreibt eine Userin und eine andere kann ihre Begeisterung über das Anti-Bra-Statement kaum zurückhalten: „Ich hasse BH’s auch! Ich kann es gar nicht erwarten, sie nach dem Nachhausekommen loszuwerden.“ Andere reagieren mit deutlicher Ablehnung auf Gillian Andersons Entscheidung, BH’s abzuschwören. „Das muss doch die Welt nun wirklich nicht erfahren. Die braucht doch echt nur Aufmerksamkeit„, meint beispielsweise ein User. Ein weiterer meinte: „Solange sie gut aussehen, ist es in Ordnung.“

BH für viele Zeichen von Unterdrückung und Fremdbestimmung

Was viele dabei vergessen: Für viele Feministinnen ist der BH noch immer ein Symbol der Unterdrückung und Fremdbestimmung. Wer sich dazu entscheidet, das Stück Stoff wegzulassen, wird ähnlich wie in den 70-er Jahren oftmals dafür verurteilt. So schrieb es auch 2017 schon das US-Magazin The New Yorker: „Alles, was eine Frau mit ihrem Körper macht, wenn sie sich nicht von jemand anderem diktieren lässt, was sie damit tun soll, ist eine politische Entscheidung“.

Gillian Andersons Äußerung ist für viele User:innen also nicht einfach eine Belanglosigkeit, sondern sehr wohl eine Nachricht. Und zwar so lange bis keine:r mehr glaubt, darüber urteilen zu dürfen, was Frau trägt oder eben nicht trägt.

(wue/spot)

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