Fast einen ganzen Monat ist es ruhig geblieben um den Ex-Präsidenten der Vereinigten  Staaten. Donald Trump hat sich – so dachten wir – nach seiner Amtszeit in Mar-a-Lago niedergelassen, um ein wenig Luft zu schnappen und sich selbst Ruhe zu gönnen. 

Denkste. Der 74-Jährige ist krege wie nie zuvor. So gibt er sich wenigstens der Presse gegenüber. In dieser Woche kamen seine ersten Interviews nach der Amtszeit. Die Bild berichtet von erkenntnissreichen Zeilen. Wir sind vor allem über eine Aussage gestolpert: Trump will seine eigene Social Media Plattform? Was das bedeutet, hier.

Donald Trump
Donald Trump ist nun Pensionär, aber er will weitermachen.(Photo: Jim LoScalzo / Pool via CNP /MediaPunch via www.imago-images.de)

Donald Trump & Twitter: A love-hate-story

Bereits seit Anfang Januar 2021 ist Donald Trump nicht mehr auf Twitter zu finden. Seine Tweets waren am Ende zu aufrührerisch, zu volksverhetztend und stechelten zu sehr zur Gewalt an. Nach der Stürmung des Kapitols, für das viele Menschen Donald Trump verantwortlich machen, wird diese Meinung noch bestätigt. 

Donald Trump hat also die Plattform verloren, wo er zuvor wie manisch gepostet und gerantet hatte. Es war einer seiner Arme in die Außenwelt, der ihm dort abgeschnitten wurde. Tägich setzte Donald Trump vor seiner Sperrung gut 30 Posts ab. Oft war da aber nicht viel Brauchbares Inhalt drin.

Let’s go down memory lane: Die lustigsten verunglückten Tweets von Donald Trump gibt es hier.

In den Interviews, die Trump diese Woche wieder gegeben hat, wurde er unter anderem nach seiner Strategie gefragt, mit dem Twitter-Rauswurf umzugehen. In typischer Trump-Manier antwortete der Ex-Präsident lässig und ein wenig mit der Nasenspitze in die Luft. „Wir wollen nicht zu Twitter zurück. Es ist sehr langweilig geworden und Millionen Menschen gehen da weg.“

Wir wollen nicht zu Twitter zurück. Es ist sehr langweilig geworden und Millionen Menschen gehen da weg.

– Donald Trump

Sehr interessant. Ob die Plattform erst langweilig wurde, seitdem es Donald Trumps Account nicht mehr gibt, oder ob sie Donalds Meinung nach schon zuvor too boring to bother war, bleibt ein Rätsel.

Donald Trump plant auch ohne Twitter Großes

Klar ist aber, dass Donald Trump nicht die Füße stillhalten wird und es in Zukunft keine Posts mehr geben wird. Noch ist der Präsident dabei, sich selbst und andere auszutesten und seine ideale Strategie auszuklügeln. Da er politisch relevant bleiben möchte, braucht er eine Möglichkeit des direkten Austauschs mit seinen Wählern, auch ohne Twitter. Er hat bereits darüber nachgedacht, einen eigenen Fernsehsender zu gründen, um mit ihnen in Kontakt zu treten.

Seine neueste Idee ist es aber, sein eigenes Soziales Netzwerk zu gründen. Ein Netzwerk für Trump-Fans, Pistolenfreunde und andere Konservative. Trump berichtete der Zeitung Newsmax bereits von diesen Ideen. Das Netzwerk solle den klangvollen Namen “Trump” bekommen.

Das ist Donald Trumps Werdegang.

Warum überhaupt ein Social Network? Trump sieht seine Karriere bei weitem noch nicht beendet. Er sagt: „Unsere politische Bewegung ist sehr stark und wird stärker.“

Twitter sind nicht die Einzigen, die Trump verbannt haben. Die folgenden Unternehmen wollen ebenfalls nichts mehr mit ihm zutun haben.

Donald Trumps Filmauftritte sind legendär. Aus diesen Filmen könnte er auch noch rausgeschnitten werden.

Donald Trump vs. Angela Merkel: Wir zeigen euch, wie unterschiedlich die beiden Politiker:innen leben.