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Rückstufung bei Kfz-Versicherung nach Unfall: Wie sich das vermeiden lässt

Wenn dein Auto einen Schaden durch einen Unfall hat, droht möglicherweise eine Rückstufung bei deiner Kfz-Versicherung. Doch es gibt eine Möglichkeit, dies zu verhindern.

Ein Auto ist in ein anderes reingefahren. Die Vorderseite ist verbeult.
© Fxquadro - stock.adobe.com

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Ein Unfall ist bereits ärgerlich genug. Der Schrecken sitzt tief, das Auto ist beschädigt und sich danach um all die bürokratischen Formalitäten zu kümmern, um das Fahrzeug reparieren zu lassen, ist mühsam. Doch es kommt noch dicker: In den meisten Fällen stuft die Kfz-Versicherung könnte den Schadenfreiheitsrabatt zurück und das kann richtig teuer werden. Wie du dem entgehen kannst, erfährst du hier.

Rückstufung bei Kfz-Versicherung nach Unfall: So vermeidest du es

Wenn an deinem Auto ein Schaden entsteht, kann deine Versicherung dich im folgenden Jahr herunterstufen – und das möglicherweise um mehrere Stufen. Ein Umstand, der einem teuer zustehen kommen könnte. Denn wie die Deutsche Presseagentur und T-Online berichtet, kann man nach der Zurückstufung im schlimmsten Fall das Achtfache des Jahresbeitrags zahlen.

Besonders ärgerlich ist diese Rückstufung, wenn sie aufgrund eines kleinen Schadens erfolgt. Es mag zwar eine Erleichterung sein, dass der Unfall nur zu einem kleinen Schaden am Auto geführt hat, aber viele finden es unnötig, dafür eine so drastische Rückstufung hinnehmen zu müssen.

Denn oftmals dauert es einige Jahre, bis man als betroffener Autofahrer bzw. betroffene Autofahrer:in wieder in seiner ursprünglichen SF-Klasse landet. Mit jedem schadenfreien Jahr rückt man in eine günstigere Klasse auf. Wer jedoch nicht bereit ist, solange zu warten, bis die ursprüngliche Klasse erreicht ist, und auch nicht den höheren Prozentsatz der neuen Klasse zahlen möchte, sollte darüber nachdenken, ob es nicht preiswerter wird, den Schaden bei einer Haftpflicht- oder Vollkaskoversicherung selbst zu begleichen.

Wäge ab, welche Option kostengünstiger ist

Entscheidungen in diesem Bereich können knifflig sein, deshalb stehen dir verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Ein erster Schritt wäre, die Rückstufungstabelle deiner Versicherung anzuschauen, um herauszufinden, welche zusätzlichen Kosten auf dich zukommen könnten. Darüber hinaus bieten Internet-Rechner nützliche Informationen zu diesem Thema. Der kostenfreie und benutzerfreundliche Rechner der Stiftung Warentest ist eine gute Anlaufstelle. 

Um eine grobe Vorstellung zu bekommen, welche Kosten es sich lohnen könnten selbst zu tragen: Bei einer Vollkaskoversicherung ist es möglicherweise vorteilhaft, Schäden bis zu 1300 Euro selbst zu übernehmen, bei der Haftpflichtversicherung bis zu 1500 Euro.

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So solltest du vorgehen, wenn du den Schaden selbst übernehmen willst

Falls du feststellst, dass es wirtschaftlicher für dich ist, den Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen, gibt es einen möglichen Vorgehensweg: Zuerst kannst du die Versicherung den Schaden begleichen lassen und ihn dann zurückkaufen. Dadurch vermeidest du mögliche Übervorteilungen seitens des Reparaturdienstes, sodass du letztendlich nicht mehr zahlst als nötig. 

Normalerweise hast du etwa sechs Monate nach dem Unfall Zeit, zu entscheiden, ob du die Kosten selbst übernehmen möchtest. Das ist jedoch nur möglich, wenn dein Tarif diese Option erlaubt und nicht, wie es bei einigen Vollkaskoversicherungen der Fall sein kann, ausgeschlossen ist.