Du hast dich für einen Job beworben, aber dir ist jetzt doch ein besseres Angebot dazwischengekommen? Kein Problem! Hier erfährst du, wie du ein Jobangebot ganz geschickt ablehnen kannst, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.

Es gibt viele Gründe, ein Jobangebot abzulehnen

Wenn du auf der Suche nach einem neuen Job bist, ist es ganz normal, dass du dich nicht nur für eine einzige Stelle bewirbst – die meisten Arbeitgeber:innen laden ja auch nicht nur eine Person zu einem Vorstellungsgespräch ein.

Und auch wenn du viel Zeit und Mühe in deine Bewerbungen gesteckt hast und vielleicht auch schon das ein oder andere Vorstellungsgespräch besucht hast, geht es manchmal einfach nicht anders als bei mehreren Zusagen ein oder auch mehrere Jobangebote abzulehnen.

Und dafür kann es ganz verschiedene Gründe geben. Sei es, dass ein anderer Job, für den du bereits eine Zusage erhalten hast, einfach besser zu dir passt oder eher deinen Vorstellungen entspricht.

Vielleicht musst du das Jobangebot auch wegen eines nicht passende Gehalts, weniger optimalen Arbeitsbedingungen oder einfach aufgrund einer privaten Situation absagen. Und manchmal ist es auch einfach nur ein Bauchgefühl, dass dir dazu rät, das Jobangebot besser abzulehnen.

Schlecht fühlen solltest du dich deswegen jedoch keinesfalls. Es ist schließlich deine Entscheidung. Dennoch solltest du diese Entscheidung dem:r Arbeitgeber:in mitteilen. Und das am besten schnellstmöglich.

Jobangebot ablehnen: Mit 6 Schritten zum Erfolg

Wenn du dich dazu entschieden hast, ein Jobangebot abzulehnen, solltest du deine Entscheidung auch dem Arbeitgeber mitteilen, damit die Firma die Chance hat, eine:r andere:n Bewerber:in eine Zusage zu erteilen.

Wenn du das Jobangebot ablehnst, solltest du, auch wenn du den Job nicht annimmst, immer darauf achten, höflich zu bleiben und es dir mit dem:r Arbeitgeber:in nicht zu verscherzen. Solltest du deine Entscheidung im Nachhinein nämlich doch bereuen, kannst du so ohne schlechtes Gewissen noch einmal auf diese:n Arbeitgeber:in zurückkommen.

Hier erfährst du, wie du mit sechs einfachen Schritten ein Jobangebot ganz professionell ablehnst:

1. Je schneller, desto besser

Auch für dich ist es vermutlich anstrengend und nervenaufreibend, auf eine wichtige Antwort zu warten. Ähnlich ist es vermutlich auch für den:die Arbeitgeber:in, der:die dir das Jobangebot gemacht hat.

Zögerst du deine Zu- bzw. Absage also unnötig lange heraus, ist das nicht nur sehr unhöflich, sondern kann auch noch den weiteren Einstellungsprozess des Arbeitgebers oder der Arbeitgeberin in die Länge ziehen. Im Endeffekt ist das natürlich wieder ein höherer Aufwand und hinterlässt außerdem einen schlechten Eindruck.

Natürlich sollte deine Entscheidung gut überlegt sein und niemand erwartet eine Antwort direkt am nächsten Tag. Achte aber dennoch darauf, das Jobangebot schnellstmöglich abzulehnen oder ihm zuzusagen.

2. Verfasse eine Danksagung

Nicht nur du hast viel Zeit und Mühe in deine Bewerbung gesteckt, auch der:die Personaler:in hat vermutlich viel Zeit in das Durcharbeiten deiner Bewerbung und gegebenenfalls auch in die Vor- und Nachbereitung deines Bewerbungsgespräches investiert.

Nun auch noch ein Jobangebot von ihnen zu erhalten ist also eine große Ehre. Achte daher unbedingt darauf, dich herzlich für das Jobangebot zu bedanken, bevor du es letztendlich ablehnst.

3. Bleib stets positiv

In Anbetracht der Tatsache, dass du unter Umständen nochmal auf den:die Arbeitgeber:in zurückkommen musst, solltest du stets positiv bleiben. Hattest du bereits ein Vorstellungsgespräch, hast du ja bereits viel über das Unternehmen erfahren und kannst demnach auch beurteilen, was dir besonders gefallen hat.

Auch wenn du der Meinung bist, dass das Unternehmen zwar grundsätzlich zu dir passen würde, dich jedoch eine Kleinigkeit stört, darfst du das in deinem Schreiben gerne mitteilen. Denn genau wie du freut sich auch der:die Arbeitgeber:in über ehrliches Feedback.

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4. Begründe deine Entscheidung

Du bist zwar nicht dazu verpflichtet, deine Entscheidung zu begründen, jedoch kann das oft dazu beitragen, gewisse Jobangebote noch zu optimieren. Du musst bei deiner Begründung, das Jobangebot abzulehnen, aber natürlich nicht ins Detail gehen. Da du dich vermutlich ja nicht direkt gegen den:die Arbeitgeber:in, sondern eher nur für einen anderen entschieden hast, solltest du das auch genauso formulieren.

Beispielsweise könntest du schreiben, dass du ein anderes Jobangebot angenommen hast, da dieses noch besser deinen Erwartungen entspricht.

Lehnst du das Jobangebot aus persönlichen Gründen ab, musst du das ebenfalls nicht weiter ausführen, sondern gibst es einfach genauso an.

5. Gute Wünsche für die weitere Suche

Um einen wirklich professionellen Eindruck zu hinterlassen, macht es sich gut am Ende deiner Jobabsage noch weiterhin viel Erfolg bei der weiteren Mitarbeiter:innen-Suche zu wünschen. So bleibst du weiterhin höflich und rundest dein Schreiben ab.

6. Löschung der Bewerbungsdaten

Falls du wirklich gar kein Interesse an dem:r Arbeitgeber:in mehr hast, kannst du abschließend außerdem um die Rücksendung deiner Bewerbungsunterlagen und um die Löschung deiner Daten bitten. Wenn dir nur diese eine Stelle nicht zugesagt hat, kannst du jedoch auch um die Aufnahme deiner Daten in die Bewerber:innen-Datenbank bitten.

Gender Pay Gap
Wenn du in deinem Schreiben einen guten Eindruck hinterlässt, hast du vielleicht später noch einmal die Chance auf ein erneutes Bewerbungsgespräch. Credit: Shutterstock/ fizkes

Fazit: Jobangebot ablehnen wie ein Profi

Ein Jobangebot abzulehnen ist also mit diesen sechs Tipps gar nicht mehr so schwer. Je professioneller und höflicher du bleibst, desto höher ist außerdem die Chance, dass du durch deinen guten Eindruck bei einer erneuten Bewerbung vielleicht eher zu einem Bewerbungsgespräch eingeladen wirst. Man sieht sich ja schließlich immer zweimal im Leben.

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