Bist du gerade dabei, dich bei einem neuen Job zu bewerben, bist dir aber überhaupt nicht sicher, wie du dich eigentlich bewerben sollst? Das können wir nur zu gut nachvollziehen. Denn eine Bewerbung ist der Opener einer neuen Arbeitsbeziehung. Sie entscheidet darüber, ob du als fleißiger, fauler, liebenswerter oder verrückter Mensch abgestempelt wirst.

Bevor du deine Bewerbungsunterlagen einreichst…

Bevor du deine Bewerbung abschickst, solltest du dir darüber bewusst sein, wo du dich überhaupt gerade bewirbst. Das sollte eine Selbstverständlichkeit sein, ist es aber nicht. Ist die Firma ein Startup oder ein bereits etabliertes Unternehmen? Wenn du das weißt, dann wird dir schnell klarwerden, was du von deinem Arbeitgebenden in spé erwarten kannst. Ist es ein Konzern, dann haben sich dort wahrscheinlich bereits sehr etablierte Strukturen festgefahren. Hier wirst du wahrscheinlich keine Antwort zwischen Freitag, 17 Uhr und Montagmorgen bekommen. Solltest du dich bei einem Startup bewerben, kann es durchaus sein, dass der CEO dir am Samstag um zwei Uhr Morgens antwortet.

Sind erstmal die Formalitäten geklärt, solltest du wissen, was dich hinter der schönen Fassade vieler Firmen erwartet. Natürlich können und wollen wir nicht für alle sprechen, denn jede Firma und alle Chef:innen sind unterschiedlich. Dennoch haben wir von wmn einige Insider-Infos gesammelt, wie viele Personalchef:innen mit deinen Bewerbungsunterlagen umgehen.

Übrigens: Bei einer ersten Ansprache ist es ganz wichtig, dass du genau weißt, wen du ansprichst. Ist es jemand von der Personalabteilung, der die Bewerbung zuerst liest? Oder ist es dein:e direkte:r neue:r Vorgesetzte:r? Dann finde den Namen heraus! Menschen sind dir viel eher zugetan, wann du sie direkt und persönlich ansprichst. Logisch, oder?

Nebenjobs im Home-Office Home-Office
Das Home-Office kann auch für zusätzliche Einkünfte ein Vorteil sein. Credit: undrey / getty

1. Bewerungsunterlagen überfliegen

Jede:r weiß theoretisch, wie wichtig das Anschreiben ist. Wir sagen theoretisch, da es dennoch von so vielen Bewerber:innen falsch angegangen wird. Es wird oft als verschriftlichte Form des Lebenslaufes genutzt. Das ist die genau falsche Herangehensweise. Warum? Eine Bewerbung kostet deine zukünftigen Vorgesetzten Zeit und Aufwand, die sie (meist) von ihrer persönlichen Freizeit abzwacken müssen.

Das bedeutet (leider), dass viele Chef:innen deine peniblen Beschreibungen deiner Person und deine Errungenschaften wahrscheinlich nur überfliegen werden. Das ist nicht böse gemeint. Gerade Firmen, die viele Bewerbungen bekommen, müssen diese Praxis anwenden, um jede:m eine Chance zu geben.

Mache es deinen zukünftigen Chef:innen und Kolleg:innen deshalb so einfach wie möglich, deine Bewerbungsunterlagen und deine Person zu verstehen. Setzte Highlights, arbeite mit Bullet-Points oder sogar mit Grafiken oder passendem Bildmaterial. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte und lässt dich im Gedächtnis bleiben.

Je nach Unternehmen stellst du dich am besten in unterschiedlichen Kleidungsstilen bei der Bewerbung dar.

2. Wer zuerst kommt…

Eine Bewerbung ist immer ein Kampf um unsichtbare Konkurrenz. Sich gegen Menschen zu behaupten, die man noch nie gesehen hat und von denen man nichts weiß, ist besonders tricky. Das wissen auch die Personalchef:innen, bei denen du dich bewirbst. Leider ist es aber oft so, dass nur Klitzekleinigkeiten darüber entscheiden, ob du den Job bekommst oder eben nicht. Eine dieser Kleinigkeiten ist die Zuverlässigkeit, die du bei der Bewerbung ausstrahlst.

Je nach Unternehmen kann es einen großen Unterschied machen, wie schnell und unkompliziert die Kommunikation zwischen dir und dem Unternehmen läuft. Während des Bewerbungsprozesses solltest du also nie dein Handy ausschalten oder einen Tag lang nicht draufschauen. Es kann immer sein, dass deine neue Personalchef:in dich aus heiterem Himmel anruft, um „noch ein paar Rückfragen“ zu deinem Job zu stellen.

Wenn du nicht an dein Telefon gehst, könnte das (auch wenn es ungerechtfertigt ist), als unzuverlässig eingestuft werden. Und schwupps – bist du runter von der Liste der potenziellen Bewerber:innen. Dann ist es fast egal, ob du die idealen Bewerbungsunterlagen verschickt hast.

3. Die Aufmachung der Bewerbungsunterlagen

Es ist nicht fair, das wissen wir alle. Dennoch gilt im Leben genauso wie beim Essen: „Das Auge sucht mit aus.“ Das bedeutet, dass eine ansprechend aussehende Bewerbungsunterlage, auch wenn der Inhalt weniger qualifiziert ist, einfach bessere Chancen hat. Es geht nicht nur um das Foto, mit dem man – zugegebenermaßen – einiges falsch machen kann. Es geht auch um das Herrichten deines Lebenslaufes und des Anschreibens. Punkten kann jede:r damit, alle eingereichten Dokumente in der gleichen „Bildsprache“ zu halten. Das ist einheitlich und bleibt den Chef:innen im Gedächtnis.

Es gibt sogar Studien dazu, dass vor allem hübsche Menschen mehr Chancen auf eine Stelle haben.

Sich während der Coronakrise bei neuen Unternehmen vorzustellen und zu bewerben, bedeutet vor allem eines: Eine Online-Bewerbung!

Doch bevor du überhaupt eine Bewerbung fertig machen kannst, solltest du dich um den richtigen Auftritt auf den Business-Social-Media-Plattformen Linked-In und Xing kümmern.