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Unglücklich im Job? Der einfache Weg zu mehr Zufriedenheit

Wer unglücklich in seinem Job ist, der sollte etwas ändern. Wir zeigen dir 7 Tipps, wie du zufriedener und gesünder durch den Arbeitsalltag gehst.

Frau am Laptop
Unglücklich im Job? Wir geben dir 7 Tipps, wie du zufriedener durch deinen Arbeitsalltag kommst. (Credit: Unsplash)

Manchmal haben wir einen schlechten Tag. Mal wird daraus eine schlechte Woche. Wir stehen morgens auf, würden am liebsten liegen bleiben, schleppen uns dennoch zur Arbeit und bereuen es schon in der ersten halben Stunde, wenn wir den Berg von Arbeit auf uns zurollen sehen. 

Problematisch wird das Ganze, wenn wir aus dieser schlechten Phase gefüllt mit negativen Gedanken nicht mehr ausbrechen können und gar unser Körper darunter leidet. Dies tritt häufig ein, wenn wir so unglücklich im Job sind, dass wir psychosomatische Leiden davontragen. Was das genau bedeutet und wie du wieder glücklicher und entspannter im Job wirst, zeigen wir dir hier:

So unglücklich im Job, dass der Körper leidet?

Gerade die Lebensbereiche Familie und Job verlangen uns besonders viel Kraft und Zeit ab und bürgen daher das Risiko, psychosomatische Beschwerden hervorzurufen. Diese Beschwerden treten dann auf, wenn wir aufgrund von psychischen Ursachen körperlich leiden. Chronischer Stress und ständige Unzufriedenheit können zu zahlreichen Symptomen führen:

  • Schlafstörungen
  • Essstörungen & Verdauungsprobleme
  • Schmerzen im Rücken-, Nacken- und Kopfbereich
  • Migräne
  • Verspannungen
  • Herz- oder Kreislaufprobleme
  • Herz-Angst-Neurosen, Angstzustände & Panikattacken
  • Tinnitus
  • Bluthochdruck uvm.

Für diese Symptome sind häufig keine organischen Ursachen zu finden. Das Problem ist mentaler Natur. Leider sind psychische Leiden heute immer noch stigmatisiert und nicht genügend anerkannt. Viele Patienten schämen sich und wollen sich häufig selbst nicht eingestehen, dass ihnen das Leben über den Kopf wächst

Dabei sollten wir uns eines klarmachen: Wir alle sind anfällig und jeder Mensch ist anders beschaffen. Wir können nicht alle gleichermaßen performen. Und das ist auch völlig in Ordnung. Wer sich allerdings permanent mit anderen vergleicht, tut sich selbst keinen Gefallen und lässt den Stress- und Angstpegel zusätzlich in die Höhe schnellen.

Frau gestresst
Unser Alltag stellt uns vor immer neue Herausforderungen, denen wir unterschiedlich begegnen. Sich zu vergleichen erhöht das Stress- und Angstlevel, sodass psychosomatische Beschwerden eintreten können.

Wenn du merkst, dass dein Job dich so unglücklich stimmt, dass deine Psyche und dein Körper darunter leiden, solltest du auf folgende Strategien zurückgreifen, die für mehr Achtsamkeit in deinem Alltag sorgen:

1. Tempo rausnehmen

Unser Alltag wird immer unübersichtlicher und schneller. Vor allem wer in der Stadt lebt, wird das kennen: Wir rennen von einem Termin zum nächsten, versuchen die U-Bahn im Sprint zu erwischen (obwohl die nächste in vier Minuten) kommt und im Büro lassen wir uns kaum zwei Minuten Zeit, um schnell auf die Toilette zu gehen.

Lass dir zukünftig mehr Zeit. Renne nicht, sondern gehe aufrecht und atme ab und zu mal tief durch. So dringend ist es im Nachhinein betrachtet mit Sicherheit nicht. Das Tempo rauszunehmen, kann dir helfen, zufriedener durch den Arbeitsalltag zu kommen.

2. Die Mittagspause auskosten & Minipausen einlegen

Deine Mittagspause ist nicht nur zur Nahrungsaufnahme da, sondern auch um soziale Kontakte zu knüpfen und einfach mal abzuschalten. Gerade wenn du viel Stress hast, solltest du deine Mittagspause voll auskosten und dir Zeit nehmen für private Gespräche mit Kollegen, die den Tag auflockern.

Auch zwischendurch solltest du kleine Pausen einlegen. Anstelle einer Wasserkaraffe, die den Tag über reicht, füllst du dein Glas jedes Mal auf, wenn es leer ist. So stehst du auf, kannst dich auflockern und deinen Nacken entlasten mit ein paar einfachen Übungen. Auch Mini-Meditations-Sessions am Platz sind hilfreich. 

Wer jetzt daran denkt, dass dies die Produktivität dämpft, sollte sich diesen Tipp umso mehr zu Herzen nehmen. Dabei beweisen Studien sogar, dass kurze Pausen unsere Produktivität steigern.

Slow Down
Wer aus seinem Alltag Stress rausnehmen möchte, sollte darauf achten ausreichend Pausen einzulegen und pünktlich in den Feierbend zu starten.

3. Pünktlich in den Feierabend starten

Statistiken zeigen, dass wir wieder mehr Überstunden machen. Viele machen das nicht wegen der Bezahlung, sondern um zu zeigen, wie produktiv sie arbeiten können. Pünktlich Schluss zu machen ist allerdings viel produktiver. Nur so bekommst du das Maß an Erholung und Schlaf, welches du brauchst, um am nächsten Tag wieder voll durchzustarten. 

4. Planlos in den Feierabend starten

Wer kann, sollte sich in der Woche freie Tage lassen und nicht jeden Nachmittag und frühen Abend verplanen. Freunde zu treffen und Zeit mit deiner Familie zu verbringen kann erfüllend sein, gepaart mit einem stressigen Arbeitsalltag allerdings schnell zu einer weiteren Mammutaufgabe wachsen. 

Statt dir neue Lebensenergie zu schenken, wird dir so schnell auch mal die Energie geraubt. Die Devise: Öfter mal spontan in den Feierabend starten und dann entscheiden, ob du mit Freunden essen gehen möchtest oder dich lieber entspannt in die Badewanne setzt und Frauenfilme bingewatchst.

5. Handschriftlich Prioritäten setzen

Wir alle tippen täglich was das Zeug hält und starren lange auf den Bildschirm. Zwischendurch handschriftliche Notizen anzufertigen und analog zu arbeiten, kann dich entspannen. Eine Studie beweist zudem, dass sich handschriftliche Notizen viel besser einprägen, als solche, die abgetippt wurden.

Wer sich handschriftlich Prioritäten setzt, schreibt außerdem nur wichtige Ziele auf die Liste. Dennoch solltest du auch auch kleine Zwischenschritte aufschreiben, nicht nur schlagworthafte Großprojekte, sodass du auch kleine Erfolge feiern kannst.

Joggen im Wald
Vom Joggen an der frischen Luft (besonders im Winter) bekommst du einen besonders hohen Serotoninausstoß.

6. Stress wegtrainieren 

Wenn du in deinem Job unglücklich bist, kann es helfen, an der frischen Luft Sport zu treiben oder spazieren zu gehen. Hier kannst du abschalten und dir ein positives Körpergefühl zurückholen, welches sich positiv auf deine Psyche auswirkt.

Denn wer Erfolge im Sport feiert, der stärkt nicht nur sein Immunsystem, sondern auch sein Selbstwertgefühl. Gestärkt mit neuer Energie kannst du Probleme im Arbeitsalltag frisch angehen und aus neuen Blickwinkeln betrachten. Ängste und Unsicherheiten werden dagegen klein gehalten und bremsen dich nicht länger aus.

7. Stress wegessen

Wer sich nach dem Sport zusätzlich gesund und effektiv ernährt, der wird wissen, was für einen enormen Einfluss Ernährung auf unsere Gemütslage hat. Frische und gesunde Gerichte sind gut für unsere allgemeine Gesundheit, die mentale Gesundheit mit eingeschlossen. Zudem wirkt das Zubereiten und Kochen der Mahlzeiten entspannend und hilft dir, abzuschalten.

Fazit: Nur wer selbst auf sich Acht gibt, wird in seinem Job glücklich.

Wer unglücklich in seinem Job ist und psychisch oder körperlich darunter leidet, sollte zuerst mit diesen Strategien versuchen, seinen Arbeitsalltag zu entschleunigen. Wer auch dann keine Verbesserungen verspürt, sollte nicht davor zurückschrecken psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen oder über einen Jobwechsel nachzudenken. Dasselbe gilt übrigens auch für einen Wechsel des Studiengangs. In jedem Fall kannst nur du selbst den Impuls setzen, deine Situation zu verbessern. Also los geht’s, selbst ist die Frau!