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Bekommt der Papst eigentlich ein Gehalt?

Du weißt sicherlich, dass der Papst das Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Deshalb könnte man denken, dass er richtig viel verdient. Das ist sein Einkommen.

© Mondadori Portfolio via Getty Im

Über Gehalt sprechen: Ist das erlaubt?

In vielen Arbeitsverträgen gibt es eine Klausel, die den Arbeitnehmern verbietet, über das Gehalt zu sprechen. Aber ist das überhaupt rechtens? Wir klären auf!

Der Papst kann sich als Oberhaupt der katholischen Kirche und des Vatikans mit einer Vielzahl von Titeln rühmen. Ebenso facettenreich gestalten sich seine Verantwortlichkeiten. Angesichts dessen könnte man vermuten, dass der Papst für seine Tätigkeit ordentlich vergütet werden muss. Doch eines können wir vorab verraten: Trotz seines hohen Ansehens ist das Gehalt des Papstes überraschenderweise niedriger als man vielleicht vermuten würde.

Verdient ein Papst Geld?

Es gibt eine Vielzahl von Menschen, die sich zu Recht fragen, über welches Vermögen Papst Franziskus verfügt. Denn die Finanzen der katholischen Kirche sind immer wieder für aufsehenerregende Nachrichten und Skandale verantwortlich. Obwohl der Papst das Oberhaupt der katholischen Kirche und des Vatikanstaats ist, bezieht Franziskus selbst kein Gehalt. Dem Papst werden im Gegenzug alles, was er zum Leben und für seine Reisen benötigt, zur Verfügung gestellt. Daher bedarf es keines Gehalts für seine persönlichen Bedürfnisse.

Auch zusätzliche Ausgaben wie Strom oder Telefonkosten werden vom Vatikan übernommen. Der Vatikanstaat finanziert sich durch interne Geschäfte, den Verkauf von Souvenirs sowie freiwillige Spenden. Jährlich belaufen sich diese Spenden auf etwa 85 Millionen Euro. Dieses Geld wird von der Vatikanbank verwaltet und investiert.

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Das hat Papst Franziskus als Kardinal verdient

Bevor ein Papst zum Oberhaupt des Vatikans ernannt wird, verbringt er eine lange Zeit in bedeutenden kirchlichen Ämtern. So war auch Franziskus vor seinem Amtsantritt am 13. Mai 2013 als Kardinal tätig. Kardinäle erhalten in Deutschland nach Angaben von gehalt.de einen monatlichen Lohn von 11.500 Euro brutto – eine beachtliche Summe. Einige Erzbischöfe verdienen sogar noch mehr, nämlich rund 13.600 Euro brutto pro Monat.

Auch als Bischof dürfte Papst Franziskus keinen Hungerlohn bekommen haben. So winken hier immer noch 8.000 € brutto pro Monat. Doch die Gehälter von Bischöfen und Landesbischöfen werden in Deutschland tatsächlich nicht von der Kirche selbst, sondern vom Staat bezahlt. Auch wenn Papst Franziskus seine Kirchenämter nicht in Deutschland ausgeübt hat, dienen die genannten Gehälter als eine grobe Orientierung.

Doch eines lässt sich mit Sicherheit sagen: Durch seine Tätigkeit in verschiedenen Kirchenämtern hat Papst Franziskus sich ein ordentliches Vermögen angespart. Doch weiteres Vermögen darf ein Papst nach Amtsantritt übrigens nicht anhäufen. Geld, dass er  für Vorträge oder Bücher erhält, kommt karitativen Zwecken zugute.

Franziskus legt wert auf materielle Bescheidenheit

Doch Papst Franziskus sein Vermögen aus seiner Zeit als Kardinal und Bischof überhaupt besitzt, ist fraglich. Denn seit seinem Amtsantritt legt der Pontifex großen Wert auf materielle Bescheidenheit und hat öffentlich Prunk und Luxus abgelehnt. Dies manifestiert sich unter anderem in seiner schlichten Kleidung – er wurde bekannt für den Verzicht auf die roten Papstschuhe. Sogar der Fischerring, der traditionell aus Gold gefertigt ist, besteht mittlerweile aus Silber. Darüber hinaus wurde der Fuhrpark des Vatikans angepasst, um den Grundsätzen des Verzichts, die von Franziskus verkündet wurden, gerecht zu werden, berichtet gehalt.de.