Ein kurzer Rundumblick in deinem Büro reicht, um festzustellen: Es gibt eine Menge unterschiedlicher Frisuren. Von lang bis kurz über den Longbob inklusive Micro Pony und den strengen Pferdeschwanz ist alles mit dabei. Im Hinblick auf die Geschmäcker ist das vollkommen normal, doch beeinflusst deine Frisur deine Arbeit?

Eine Studie der australischen Frisursalon-Kette Bossy Hair belegte, dass 73 Prozent der Befragten zugaben, dass die Haare in die Bewertung der Professionalität eines Kollegen mit einfließen. Außerdem signalisiert eine chaotische Frisur auch chaotische Züge in anderen Bereichen. 

Frisur & Arbeit: Rote Haare wirken wenig seriös

Es konnte bereits festgestellt werden, dass einige Haarfarben weniger seriös wirken als andere. So strahlen zum Beispiel rote Haare weniger Professionalität aus. Frauen mit braunen Haaren hingegen werden zu 34 Prozent als Erfolgstypen eingestuft, dicht hinter Frauen mit blonden Haaren (34 Prozent). Frauen mit schwarzen Haaren wurden innerhalb dieser Studie nur als mittelmäßig erfolgreich eingestuft.

Außerdem scheint neben der Haarfarbe auch die Frisur für deine Karriere entscheidend zu sein. So wirken Frauen, die ihre Haare als Pferdeschwanz tragen, kompetenter als ihre Kollegen mit offenen Haaren. Nach dieser Studie empfiehlt es sich also, sich bei bestimmten Gelegenheiten für einen seriösen Zopf zu entscheiden.

Kleiner wmn-Tipp: Insbesondere dann, wenn du deinen Zopf über längere Zeit tragen wirst, empfehlen wir dir ein Zopfgummi auszuwählen, dass deine Haare nicht zusätzlich strapaziert. Je nach Haarstruktur kommen hier verschiedene Haargummis infrage.

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Arbeit und Frisur: Ein enger Zopf wirkt meist professionell und seriös. Credit: IMAGO / Westend61

Doch nicht nur ein Zopf scheint eine besondere Wirkung zu haben, sondern auch die Haarstruktur. Menschen mit glatten Haaren werden von anderen als professionell, geschickt und intelligent angesehen.

Frauen mit lockigem Haar hingegen wirken auf andere umgänglich und risikofreudig, aber ebenso auch aufsässig und unprofessionell. Ähnlich ist es auch bei langen Haaren, die ebenso eine unprofessionelle Wirkung auf die Kolleg:innen haben.

Der Grund: Langes Haar wird mit den Eigenschaften jugendlich, unreif, dumm und fröhlich in Verbindung gebracht. Wer die Haare jedoch kurz trägt, wirkt intelligent, selbstbewusst und reif. Lange und lockige Haare schneiden sogar besonders schlecht ab, da Frauen mit dieser Frisur auf viele Kolleg:innen eher unsicher wirken.

Trägst du somit bei der Arbeit diese Frisur, dann ist es möglich, dass du anders wahrgenommen wirst, als du eigentlich anstrebst. Zumindest wenn wir der Studie Glauben schenken.

Darf dein Arbeitgeber dir vorschreiben, wie du deine Haare tragen sollst?

Nein. Grundsätzlich darfst du frei entscheiden, welche Haarfrisur du tragen möchtest. In bestimmten Berufen kann es jedoch tatsächlich Vorgaben geben. Beispielsweise dann, wenn du lange Haare hast und mit Maschinen arbeitest.

Ähnlich ist es auch, wenn bestimmte Hygienevorschriften bestehen oder eine generelle branchenübliche Zurückhaltung in der Länge und Farbgebung besteht. Dies ist häufig bei Banken der Fall, deren Dresscode noch etwas traditioneller ist.

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In einigen Berufen kannst du tatsächlich nicht jede Frisur tragen.

Wichtig ist jedoch zu wissen, dass du in der Regel wegen pinken Haaren nicht gekündigt werden kannst, eine Strafversetzung aber tatsächlich möglich ist. Wenn du in einer Branche arbeitest, in denen es strikte Vorschriften gibt, solltest du dich vor dem Friseurbesuch über diese Vorschriften informieren.

Aber: Es gibt Haken an der Studie

Deinen ganzen Style solltest du nicht ändern, nur um ein besonders seriöses Erscheinungsbild zu erzwingen. Außerdem gibt es bei den oben genannten Studien ein paar Lücken, daher sehen wir von wmn das Ganze ein wenig anders:

Zum einen wurden die Studien in unterschiedlichen Ländern durchgeführt und es lässt sich nicht pauschal sagen, dass zum Beispiel schwarze Haare in jedem Land als unseriös gelten. Vielmehr müssen hier auch die kulturellen Schönheitsideale mit einbezogen werden.

Außerdem werden je nach Berufsfeld und Branche unterschiedliche Charaktere gesucht. Wirkst du also mit wilden Locken eher risikofreudig, dann kann genau dies in bestimmten Berufen erwünscht sein. Viel wichtiger ist es jedoch, dass deine Frisur deine Persönlichkeit widerspiegelt und dich damit wohlfühlst. Wer mit sich selbst zufrieden ist, wird ausgeglichener sein und auch immer eine positive Wirkung auf Kolleg:innen und Vorgesetzte haben.

Kurz: Wenn du dich mit deiner Frisur wohlfühlst und in einem Bereich arbeitest, der dich wirklich interessiert, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch deine Frisur passen wird. Somit solltest du selbst entscheiden, welche Frisur du bei der Arbeit trägst.

Frisuren bei der Arbeit: Jede Frisur hat eine bestimmte Wirkung

Wenn du auf Nummer zum Beispiel bei einem Bewerbungsgespräch sichergehen willst, dann probiere keine wilden Frisuren aus. Zurückgekämmte oder hochgesteckte Haare wirken offenbar am seriösesten. Ebenso wie braune oder blonde Haare mit Pferdeschwanz.

Wichtig ist es daher, dass du dir selbst treu bleibst und dich an deinem Berufsfeld orientierst. Sind dort alle locker unterwegs, dann probiere ruhig die eine oder andere wilde Farbe aus, denn grundsätzlich sind deinen Haarexperimenten keine Grenzen gesetzt.

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