Durch die Digitalisierung entstehen auch zunehmend neue Jobs – insbesondere im Online-Bereich. Von einigen wirst du sicher schon gehört haben und andere sind so neu, dass es nicht einmal eine Ausbildung oder einen Studiengang dafür gibt. Gebraucht werden sie dennoch und im Hinblick auf die Zukunft sind sie wichtiger denn je. Um welche Berufe der Zukunft es sich dabei handelt und worum es dabei genau geht, erklären wir hier.

Berufe der Zukunft: Für einige Berufe gibt es weder eine Ausbildung noch ein Studium

Wer sich noch nicht wirklich mit den ganzen Online-Berufen auseinandergesetzt hat, wird bei einem Blick auf Plattformen wie Linkedin, Xing oder Indeed etwas überfordert sein, denn an freien Stellen mangelt es da nicht.

An ausreichenden Erklärungen jedoch schon, denn nicht immer ist auf den ersten Blick ersichtlich, was sich hinter dem Job und der Stellenanzeige genau verbirgt. 

Für viele der neuen Online-Jobs gibt es noch keine Ausbildung oder ein Studium.

Insbesondere deshalb, da viele Jobs bisher noch keine zugehörige Ausbildung oder einen Studiengang haben. Stattdessen sind es oft Quereinsteiger:innen oder Absolvent:innen, die sich in ähnlichen Fachrichtungen gebildet haben und sich für die folgenden Berufe entscheiden: 

1. E-Commerce Manager

Das Internet hat sich bereits als populäre Verkaufsplattform bewährt. Umso wichtiger ist es, dass E-Commerce Manager sich um den gesamten Onlinehandel eines Unternehmens kümmern und für einen reibungslosen Ablauf zwischen den Abteilungen sorgen.

Damit sind sie Experten für den gesamten Onlinehandel, legen das Sortiment fest und entwickeln Strategien. Ein E-Commerce Manager trägt die Verantwortung dafür, dass der Online-Shop die Kundenbedürfnisse bestmöglich erfüllt und möglichst viel Umsatz gemacht wird.

2. SEO-Manager

Die Suchmaschine Google ist nicht nur dann von Bedeutung, wenn es darum geht, bestimmte Begriffe zu finden, sondern auch, um gesehen zu werden und damit gut zu ‘ranken’. Das bedeutet, dass eine Webseite bei Google so platziert wird, dass möglichst viele Menschen sie besuchen.

Das erhöht die Reichweite der Seite und damit den Umsatz. Als SEO-Manager ist es deine Aufgabe, verschiedene Maßnahmen zu ergreifen, welche die Internetpräsenz des Unternehmens erhöhen. Dabei steht SEO für Search Engine Optimization, also kurz: Suchmaschinenoptimierung.

3. Art Director Digital und Print

Der Werbemarkt boomt, deswegen bist du als Art Direktor für Digital und Print auch besonders wichtig. Mit Hilfe eines Teams aus Mediengestalter:innen und Grafiker:innen erstellst du Webdesigns für E-Commerce-Projekte, Online-Marketing-Aktionen und Newsletter.

Hinzu kommen mobile und responsive Werbemittel für z.B. Magazine, Anzeigen oder Landingpages. Außerdem arbeitest du an Corporate Designs, Multimedia-Anwendungen und interaktive Produkt- und Unternehmensdarstellungen.

Für uns ein Beruf der Zukunft, da die meisten Unternehmen zwar bereits online vertreten sind, bei den meisten Webseiten jedoch noch Verbesserungsbedarf besteht.

4. Artificial Intelligence Engineer

Dieser Marketing-Job wird in der Zukunft noch von enormer Bedeutung sein. Der Grund dafür ist einfach: Künstliche Intelligenz wird immer wichtiger werden. Als Artificial Intelligence Engineer entwickelst du Algorithmen, die es den Maschinen erlauben, Vorhersagen (beispielsweise zum Kundenverhalten) zu treffen oder Prozesse zu automatisieren.

Damit stellst du als Artificial Intelligence Engineer das Bindeglied zwischen Technik und Mensch dar. Zu deinen Aufgaben würde zum Beispiel zählen, Chatbots zu programmieren oder Smarter Ads zu erstellen, um präzisere Werbung schalten zu können.

5. Social Media Manager

Mittlerweile ist die Mehrheit der Unternehmen auch bei Facebook & Co. vertreten. Das bedeutet, dass sich jemand um die Fragen der Kund:innen sowie die Online-Präsenz auf den Social-Media-Seiten kümmern muss.

Als Social-Media-Manger hast du den Überblick über eure Internetpräsenz in den sozialen Netzwerken.

Als Social-Media-Manager analysierst du die potenzielle Zielgruppe und entwickelst Kommunikationspläne für das Unternehmen. Außerdem begleitest und moderierst du Diskussionen auf den verschiedenen sozialen Netzwerken.

Dabei fällt auch die Erfolgsmessung von Kampagnen sowie das Kommunikationsmanagement in deinen Aufgabenbereich. Der Beruf des Social Media Managers ist somit genau das Richtige für dich, wenn du ein Kommunikationsprofi bist und zusätzlich ein Verständnis für Daten hast.

Der Job des Social-Media-Managers ist definitiv ein Beruf der Zukunft, da immer mehr Unternehmen ihre Präsenz in den Sozialen Netzwerken ausbauen.

6. Content Marketing Manager

Die Unternehmen haben verstanden, dass es mehr denn je auf die Kommunikation mit dem Kund:innen ankommt. Als Content Manager ist es daher deine Aufgabe, die Kundschaft gezielt mit individuell für sie relevanten Inhalten anzusprechen.

Dabei schreibst du nicht selbst Einträge auf Facebook oder einen Artikel für E-Mail-Newsletter, sondern bist eine Art Chefredakteur, der die Leitlinien und Inhalte für die Kommunikation mit den Kunden vorgibt.

Daher brauchst du ein Gespür für deine Zielgruppe und musst die verschiedenen Verbreitungskanäle kennen und einschätzen können.

7. Feel Good Manager

Als Feel Good Manager solltest du besonders aufgeschlossen und kontaktfreudig sein, denn der Fokus deines Jobs liegt auf dem Wohlbefinden der Mitarbeitenden. Zu deinen Aufgaben gehört die Organisation von Sportangeboten, gesundem und kostenlosem Essen, Events sowie eine menschzentrierte Arbeits- und Unternehmenskultur in Firmen zu schaffen. 

Hin und wieder wirst du auch ein Firmen-Seelsorger sein und dich mit den Belangen deiner Mitarbeiter:innen auseinandersetzen. Daher kommen viele Feel Good Manager aus den Bereichen Psychologie, Wirtschaftspsychologie, Personalmanagement oder BWL.

8. Big Data Scientist

Bei diesem Online-Job geht es besonders viel um Zahlen, denn als Big Data Scientist gilt es zuallererst herauszufinden, in welchen Abteilungen welche Daten anfallen. Diese trägst du dann zusammen, um sie anschließend auswerten zu können.

Hierfür verwendest du verschiedene Analysetools und programmierst Abfragen. Je nach Größe des Unternehmens beschäftigst du dich nicht nur mit der Auswertung der Daten, sondern entwickelst aus den gewonnen Informationen auch selbst Ideen für neue Geschäftsmodelle und strategische Konzepte.

9. IT Security Analysts

Jeden Tag laufen unzählige Daten über die unternehmenseigenen Server. Deine Aufgabe als IT Security Analyst ist es, den Überblick über das Verarbeiten, Archivieren und Weiterleiten diese Daten zu haben.

Aufgrund des ständigen Zuwachses von Hackerangriffen auf verschiedene Serversysteme ist es umso wichtiger, die Daten des Unternehmens zu schützen.

Als IT Security Analysts hast du ein genaues Bild und den dazugehörigen Überblick über die Serversicherheit. Du erkennst also Sicherheitslücken und kannst ein Unternehmen so vor einem Hackerangriff schützen.

10. Customer-Experience-Designer

Hier bist du dafür zuständig, die Ergebnisse aus der Kundenzufriedenheitsbefragung und den Website-Usability-Analysen mit visuell optimierten Darstellungen von Webseiten oder Online-Shops zu verwirklichen.

Du transformierst die Kundenansprache in ein integriertes, digitales Kundenportal, indem du Mock-ups (digitaler Entwurf einer Webseite) und Wireframes (Seitenschema oder Bildschirmentwurf) zur Darstellung des perfekten Kundenerlebnisses mit Verschmelzung des Online-Shops, Mobile Applikationen, Call-Center und In-Store Apps erstellst.

Noch mehr Jobs gefällig? Dann kommen hier die Jobs der Zukunft – auch abseits der Online-Berufe.

Fazit: Die Online-Jobs der Zukunft sind technisch Angehaucht

Je nachdem, wo deine Interessen liegen, wirst du um Analysetools oder technisches Grundwissen nicht herumkommen. Zuallererst können all diese Jobs ziemlich kompliziert klingen, du wirst jedoch merken: Je mehr du dich mit ihnen beschäftigst und je mehr du dazu lernst, desto interessanter wird dir die Online-Welt vorkommen.

Außerdem ermöglichen es dir die Online-Jobs häufig, den Bereich zu wechseln und dich ganz einfach in einem anderen oder auch ähnlichen oder aufbauenden Bereich weiterzuentwickeln.

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