Die Suche nach einem Job ist nicht immer ganz einfach. Dazu kommt dann noch das lästige Bewerbungsschreiben, was ausschlaggebend für den Arbeitgeber ist. Hier sollte man sich also ganz besonders viel Mühe geben.

Der Teufel steckt im Detail. Jede Kleinigkeit sollte beachtet werden, denn bereits diese können zu einer Ablehnung führen. Manchmal sogar berechtigt. Wir verraten euch, welche Fehler ihr vermeiden solltet um keine Bewerbungsabsage zu bekommen.

Bewerbungsabsage – Die 15 häufigsten Fehler

Was für uns nur eine Kleinigkeit ist, ist für den Arbeitgeber ein wichtiges Detail was dazu führt, dass der Bewerber abgelehnt wird. Von grundlegenden bis zu den Kleinsten Fehler. Darauf solltest du unbedingt achten: 

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Wenn du auf diese Fehler achtest, dann steht deiner perfekten Bewerbung nichts im Wege.(Photo: Jacob Lund/ shutterstock)

1. Unternehmen oder Adresse falsch geschrieben

Hier wünscht sich der zukünftige Wunscharbeitgeber einfach, dass man das Unternehmen richtig schreibt. Ganz besonders peinlich wird es, wenn man vergessen hat, die Adresse von einem anderen Bewerbungsschreiben auszutauschen. 

2. Falsche Anrede

Man sollte sich vorher bestens informieren, an wen die Bewerbung adressiert werden soll. Einfach nur “Sehr geehrte Damen und Herren” klingt nachFaulheit. Dies sollte wirklich nur die Ausnahme sein, falls man keinen Ansprechpartner findet.

3. Fragwürdige E-Mail Adresse

Wir kennen sie alle: Engel999, Häschen82 oder Lovegirl77. Aber macht das einen guten Eindruck? Nein! Du solltest dir auf jeden Fall eine seriöse E-Mail Adresse erstellen. 

4. Lange Aufzählungen

Wir neigen sehr schnell zu langen Aufzählungen. Auflistungen von Fähigkeiten oder der Persönlichkeit sollten so kurz wie möglich gehalten werden. Vielmehr geht es darum, was deine Fähigkeit dem Unternehmen bringt. Wenn du einen echten Mehrwert lieferst, hebst du dich von deinen Mitbewerbern ab. 

5. Ohne Punkt und Komma

Zu lange Bewerbungsschreiben möchten viele Arbeitgeber nur ungern lesen. Sie rauben zu viel Zeit und schweifen meist ins Unermessliche aus. Fass dich kurz und mach auf dich aufmerksam. Möchte das Unternehmen mehr über dich erfahren, dann kannst du bei einem Bewerbungsgespräch die restlichen Dinge erzählen.

6. Nichts Schreiben

Genau das Gegenteil von Punkt 5. Es gibt auch viele, die eher zu wenig als zu viel schreiben. Aber auch das ist nicht gut. Zu wenig steht immer für Faulheit, keine Bemühungen oder keine Erfahrung. Berichte von dir und deinen Fähigkeiten und inwiefern das Unternehmen von dir profitiert.

7. Verwenden von Mustervorlagen

Die vielen Vorlagen für ein Anschreiben sind wirklich hilfreich und strukturieren die Absätze. Dennoch ist es nicht sinnvoll, die darin verwendeten Standardsätze zu übernehmen. Um herauszustechen und Kreativität zu beweisen, solltest du deine eigenen Sätze formulieren.

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Lasse deine Frustration niemals in deiner Bewerbung raus.(Photo: Unsplash/magnetme)

8. Frustriertes Schreiben

Lass dir auf keinen Fall anmerken, dass du zur Zeit erfolglos auf Jobsuche bist. Erstens gibt es dem Arbeitgeber das Gefühl, dass er nicht die erste Wahl war und zweitens stellst du dich ins schlechte Licht. Wenn du bei den Mitbewerbern erfolglos warst, warum sollte dann genau dieses Unternehmen dich nehmen? 

9. Nennung von Nichtkenntnissen

Damit schießt du dich selber ins aus. Auch wenn in der Stellenausschreibung Kenntnisse vorausgesetzt werden, die du nicht bedienen kannst, solltest du es in keinem Fall benennen. Zu sagen “Leider kenne ich mich nicht mit dem Programm Outlook aus.” ist für den Arbeitgeber ein Dorn im Auge. Nenne nur das, was du beherrschst. Der Rest kann in einem Gespräch geklärt werden.

10. Gegen den alten Job hetzen

Wenn man den alten Job aufgibt, denkt man automatisch sich beim neuen erklären zu müssen. Das ist nicht der Fall, zumindest nicht beim Anschreiben. Hier sollte lediglich die Zukunft eine Rolle spielen. Die Vergangenheit kannst du dann bei einem persönlichen Gespräch erläutern. 

11. Hochnäsige Schreibweise

Zu viel Eigenlob stinkt. Stelle dich auf keinen Fall als überqualifiziert oder besser als alle anderen dar. Versuche deine Erfolge bzw. Leistungen zu belegen. So kann der Wunscharbeitgeber selbst über deine Qualifizierung entscheiden.

12. Lücken im Lebenslauf

Große Lücken im Lebenslauf sollten auf jeden Fall gut begründet sein. Hast du keine dafür, dann zeugt das für den Personaler von Faulheit. Wir verraten dir, welche Skills 2025 auf jeden Fall in deinen Lebenslauf gehören. 

13. Miserables Bewerbungsfoto

Der erste Eindruck zählt. Ein Foto wo du im Wald oder auf einer Brücke stehst, möchte der neue Arbeitgeber nicht sehen. Ein professionell geschossenes Foto wo du ordentlich gekleidet bist, ist genau das Richtige.

14. Unrealistische Gehaltsvorstellung

Sobald in der Stellenausschreibung eine Gehaltsvorstellung gewünscht ist, solltest du diese auch angeben. Informiere dich darüber und mach ein realistisches Angebot. Andernfalls werden die Chancen gemindert.

Andersherum übrigens auch! Verkaufe dich auf keinen Fall unter Wert…

15. Keine Unterschrift

Das abschließende Siegelchen darf nicht fehlen. Auch bei einer Online-Bewerbung solltest du deine Unterschrift darunter setzen. Dafür fotografierst du sie am besten ab und fügst sie dann in das Dokument ein. Und schon wirkt deine Bewerbung ein Stückchen hochwertiger.

Bewerbung Job
So klappt die Bewerbung für den Job auf jeden Fall.(Photo: fizkes/ Shutterstock)

Ein Bewerbungsschreiben ist kein Hexenwerk

Wenn du all diese Punkte berücksichtigt hast, dann überfliegst du deine Bewerbung am besten mehrmals und lässt nochmal jemand anderes Korrektur lesen. Nur so kannst du dir sicher sein, dass sich keine Fehler eingeschlichen haben. Und wenn doch mal ein Komma fehlt oder du dich versehentlich verschrieben hast, dann ist das kein Weltuntergang. Vorausgesetzt der Rest stimmt. 

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