Eine der größten Herausforderungen bei der Kindererziehung ist die Frage nach dem Zubettgehen. Normalerweise hassen Kinder es, früher als ihre Eltern schlafen gehen zu müssen. Sie wollen bloß nichts verpassen und bei allem dabei sein. Warum gerade eine dreiste Lüge dabei helfen soll, dass Kinder pünktlich im Bett sind, zeigen wir dir.

Kinder ins Bett bringen: So viel Schlaf brauchen sie

Babys und Kinder brauchen weitaus mehr Schlaf als Erwachsene. Gerade wenn sie sehr junge sind, müssen Babys beinahe den ganzen Tag lang schlafen. Hier siehst du, wie viel Schlaf Babys je nach Alter brauchen:

AlterSchlafdauer pro Tag
0 bis 3 Monate17 h
3 Monate14,5 h
6 bis 9 Monate14 h
12 Monate14 h
18 Monate13,5 h
2 Jahre13 h
3 Jahre12,5 h
4 Jahre12 h
5 Jahre11,5 h
6 Jahre11 h
7 bis 9 Jahre10 bis 11 h
10 bis 14 Jahre9 bis 11 h
Jugendliche8 bis 11 h
Tabelle übernommen vom AOK Gesundheitsmagazin

Gerade kleine Kinder müssen also mehr schlafen als ihre Eltern. Deshalb brauchst du kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn du dein Kind früh ins Bett schickst. Aber wie soll man das anstellen? Mit einer kleinen Lüge.

Kind ins Bett bringen: Mit diesem Satz schaffst du es pünktlich

Eltern sein ist gar nicht so schwierig, wenn man eine grundlegende Regel beachtet: Es ist in Ordnung, wenn man sein Kind hin- und wieder anlügt. Eine junge Creatorin auf TikTok namens @ashley.m erklärt, zu welchem Zeitpunkt es vollkommen legitim ist, seine Kinder anzuschwindeln.

Es geht um die Zeit des Schlafengehens. Ashley erklärt auf TikTok, dass sie eine genaue Zeit festgemacht hat, zu der ihr Kleinkind im Bett liegen soll: Um 20 Uhr am Abend ist Schlafenszeit.

Allerdings teilt sie ihrem Kind die wahre Schlafenszeit nicht mit. Das wäre Ashleys Meinung nach ein großer Fehler. So sagt sie nicht:

Hey, es ist 20 Uhr. Das ist deine Schlafenszeit.

Stattdessen beginnt sie den Prozess des Schlafengehens um 19:15 Uhr. Um diese Uhrzeit fragt sie ihr Kind:

Möchtest du heute lange aufbleiben, oder möchtest du jetzt schon ins Bett?

Die meiste Zeit, so berichtet Ashley, will ihr Kind „lange aufbleiben“. Also stellt Ashley einen Wecker auf 19:45 Uhr. Sie sagt zu ihrem Kind: „Wenn dieser Wecker klingelt, musst du ins Bett gehen, denn dann ist es schon sehr spät.“

Übrigens: Ashley stellt den „späten Wecker“ eine Viertelstunde vor der eigentlichen Schlafenszeit ein, denn sie weiß, dass Kinder selten direkt ins Bett gehen, sondern zuvor etwas zu trinken oder einen Snack haben wollen. Sie müssen noch einmal auf die Toilette und so weiter. Kinder spielen auf Zeit und diese berechnet Ashley mit ein.

Dieser Satz schafft es, dass Kinder zeitig zu Bett gehen

Der Satz „Möchtest du heute lange aufbleiben, oder möchtest du jetzt schon ins Bett?“ ist ein psychologischer Trick der Mutter. Indem sie ihrem Kind die Möglichkeit gelassen hat, zwischen den beiden Optionen zu wählen, fühlt es sich nicht bevormundet.

Der Wecker ist ein ebenso guter Trick. Er gibt dem Kind das Gefühl, dass es bereits sehr spät ist.

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