Bestimmt kennst du die ein oder andere Theorie darüber, zu welchem Zeitpunkt Paare sich angeblich häufig trennen. Ganz vorne mit dabei: das verflixte 7. Jahr. Doch stimmt das wirklich, dass Partnerschaften genau dann auseinandergehen? Eine Studie verrät, an welchem Punkt ihrer Beziehung sich Paare tatsächlich trennen…

Wein & Weiber ist der Podcast zum wmn-Magazin. In dieser Folge sprechen Mona & Lisa über die perfekte monogame Beziehung.

Das verflixte 7. Jahr ist ein Mythos …oder?!

Neben dem verflixten 7. Jahr geistern auch zahlreiche weitere Mythen über den Zeitpunkt von Trennungen durchs Netz. Auch Barney Stinson (Neil Patrick Harris) gibt in der Serie How I Met Your Mother eine bekannte Theorie zum Besten. Laut seiner sogenannten Autobahn-Theorie gibt es in Partnerschaften verschiedene Ausfahrten, die man nehmen kann, um sich zu trennen.

Er meint, Paare würden sich entweder nach sechs Stunden – also nach einem One-Night-Stand –, nach vier Tagen, nach drei Wochen, nach sieben Monaten, nach 1,5 Jahren, nach 18 Jahren oder beim Tod des oder der anderen trennen. Woher Barney seine Weisheiten zieht? Das bleibt sein Geheimnis. Ob man den Theorien des größten Pick-up-Artisten aller Zeiten trauen sollte, bleibt allerdings zweifelhaft. Daher zitieren wir zu diesem Thema lieber eine Studie.

Standford-Studie verrät, wann Paare sich tatsächlich trennen

Der amerikanische Soziologe Michael Rosenberg lehrt an der Standford University und ist der Frage nachgegangen, wann Paare sich trennen. Dafür führte er bereits im Jahr 2009 eine Studie durch, die seither stetig mit neuen Umfragen erweitert wird.

Dafür begleitete Rosenberg zunächst 3.000 Paare (mit verschiedenen sexuellen Orientierungen) über mehrere Jahre. Anschließend wertete er seine Daten aus und veröffentlichte seine Ergebnisse unter dem Titel: „How Couples Meet and Stay Together“ (zu Deutsch: Wie Paare sich kennenlernen und zusammenbleiben).

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Die meisten Paare trennen sich bereits im ersten Jahr ihrer Beziehung. Credit: Foto: unsplash/becca-tapert /

Die Studie beweist unter anderem, dass nicht das verflixte 7. Jahr zum Problem wird, sondern die meisten Beziehungen bereits am ersten Jahr scheitern. Ganze 60 Prozent der untersuchten Partnerschaften Rosenbergs scheiterten, noch bevor sie die Zwölf-Monats-Grenze erreichten.

Danach sank das Risiko, sich zu trennen jedes Jahr um zehn Prozent. Und wer es einmal über die Fünf-Jahres-Marke geschafft hat, bei dem sinkt das Trennungsrisiko noch einmal signifikant. Einfach gesagt: Je länger man zusammen ist, desto unwahrscheinlicher wird eine Trennung.

Du siehst: Der Mythos des verflixten 7. Jahrs konnte widerlegt werden. Fortan sollte vielmehr vom verflixten ersten Jahr gesprochen werden!

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