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7 Gründe: Diese Vorteile hat eine Hochzeit

Für viele Paare ist die Hochzeit der schönste Tag im Leben. Doch neben all der Romantik gibt es auch einige praktische Vorteile.

Hochzeitsfoto
© IMAGO/ Westend61

Hochzeits-Checkliste: Schritt für Schritt zur perfekten Trauung

Nach der Verlobung startet die aufregende Zeit der Hochzeitsvorbereitung. Wie man eine unvergessliche Trauung ohne Zeitdruck erlebt, erklären wir hier.

Im kommenden Jahr werde ich meinen Verlobten heiraten, und das Schönste daran ist für mich die Vorstellung, gemeinsam mit meinem Partner alt zu werden. Natürlich konnte man das Gleiche auch ohne Ehering empfinden, aber für mich ist es der Höhepunkt unserer Liebe, seinen Namen zu tragen und ihm vor unseren engsten Freunden sowie der Familie ein Versprechen abzugeben.

Überlegungen zu steuerlichen Vorteilen einer Ehe mögen für manche unromantisch klingen, aber ich denke, es ist wichtig, darüber informiert zu sein. Um dir einen Überblick über die Vorteile einer Eheschließung zu geben, haben wir bei wmn ein wenig recherchiert.

Vorteile einer Hochzeit: Steuern sparen

Dank dem Ehegattensplitting könnt ihr nach der Hochzeit sehr viele Steuern sparen. Das Splitting macht jedoch nur dann Sinn, wenn euere Einkommen unterschiedlich stark ausfallen. Wenn das der Fall sein sollte, könnt ihr beide eine gemeinsame Steuererklärung abgeben und werdet als eine Person gezählt. Dadurch spart ihr nicht nur Zeit, sondern meistens auch Steuern.

Beispiel: Du verdienst 30.000 Euro im Jahr, dein Mann aber nur 10.000 Euro. Zusammen kommt ihr also auf 40.000 Euro. Nach der Heirat wird die Steuer auf 20.000 Euro berechnet und dann verdoppelt, was 5.400 Euro Steuern im Jahr ergibt.

Seid ihr nicht verheiratet, müsstest du allein schon 5.600 Euro im Jahr Steuern zahlen, dein Mann 315 Euro. Zusammengerechnet würdet ihr als unverheiratetes Paar also 5.915 Euro zahlen. Als Ehepaar spart ihr so rund 500 Euro im Jahr an Steuern.

Schenkung- und Erbschaftssteuer

Eine Heirat wirkt sich auch auf die Schenkung- und Erbschaftssteuer positiv aus. Immer dann, wenn Vermögen ohne Gegenleistung an jemand anderen geht, muss man Steuern zahlen. Das gilt jedoch nicht während einer Ehe. Du kannst deinem Mann schenken oder vererben, was du willst und hast dabei den höchstmöglichen steuerlichen Freibetrag von 500.000 Euro.

Erst wenn du über diesen Betrag kommst, wird Schenkung- und Erbschaftssteuer erhoben: zwischen sieben und 30 Prozent. Bei Unverheirateten liegt der Steuersatz bei bis zu 50 Prozent.

Krankenkasse

Die Vorteile der Krankenkasse nach einer Hochzeit zeigen sich erst, wenn einer von euch beiden seinen Job verliert oder aufgibt. Während unverheiratete Partner:innen sich selbst versichern müssen, kann der Ehepartner oder die Ehepartnerin in der gesetzlichen Krankenversicherung beitragsfrei mitversichert werden.

Sorgerecht

In Bezug auf die Familienplanung bringt eine Hochzeit viele Vorteile mit sich. Nicht nur, dass das Kind den gemeinsamen Familiennamen trägt, auch das Sorgerecht geht automatisch an beide Elternteile.

Frau Schwanger
Ihr wollt eine Familie gründen, dann ist eine Hochzeit vielleicht genau richtig. Foto: IMAGO/ Westend61

Steht noch vor der Hochzeit Nachwuchs ins Haus, bekommt das Baby nicht nur den Nachnamen der Mutter, sondern auch das Sorgerecht geht automatisch an sie. Um dies zu ändern, muss der Vater das gemeinsame Sorgerecht beantragen.

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Absicherung bei Krankheit oder Todesfall

Worüber man während der Hochzeitsplanung am wenigsten nachdenken möchte, sind Krankheit und Tod. Aber auch hier haben Ehepaare definitiv Vorteile Paaren gegenüber, die nicht verheiratet sind.

Wusstest du, dass du als Lebensgefährte oder Lebensgefährtin kein Recht hast, deine Partnerin oder deinen Partner zu sehen, falls er oder sie einen Unfall hat? Auch, wenn ihr jahrelang zusammen seid, gehörst du von Rechts Wegen nämlich nicht zu seiner Familie.

Nach der Heirat sieht das natürlich anders aus, als Ehepartner:in bist du für Ärzt:innen immer die erste Ansprechperson, wenn es um Informationen rund um den Gesundheitszustand deines Ehepartners geht.

Erbrecht

Sollte der schlimmste Fall überhaupt eintreten und einer von euch beiden stirbt, bist du oder dein:e Partner:in gesetzlich erbberechtigt und erbst die Hälfte des Nachlasses. Die andere Hälfte der Erbschaft bekommen die Kinder. Das ist aber nur der Fall, wenn es kein Testament gibt, in dem etwas anderes geregelt wurde.

Frau traurig
Auch nach dem Tod des Ehepartners ist man gesetzlich abgesichert. Foto: Unsplash /

Witwen- bzw. Witwerrente

Dein:e Ehepartner:in hat in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt? Dann hast du Anspruch auf eine Witwen- bzw. Witwerrente. Die Höhe hängt von der Dauer und den geleisteten Beiträgen ab, ist jedoch nicht wirklich hoch.

Fazit: Informiert euch gut über die Vorteile einer Hochzeit

Obwohl ich mich vor meiner Hochzeit weder mit Steuern, noch mit dem Tod beschäftigen möchte, ist es wichtig, sich darüber zu informieren, welche Vor-und Nachteile eine Hochzeit hat. Zu wissen, dass eine Hochzeit nicht nur Romantik mit sich bringt, sondern auch Pflichten und rechtliche bzw. steuerliche Änderungen, sollte bei der Beantwortung der Frage aller Fragen vorausgesetzt sein.