Früher war bei der Hochzeit die Namensänderung der Frau keine Frage: Bis 1976 musste jede Frau den Namen ihres Mannes übernehmen. Heutzutage ist das anders, denn du kannst zwischen verschiedenen Varianten wählen: Entweder du nimmst den Namen deines Partners an, ihr einigt euch auf einen Doppelnamen, dein Partner übernimmt deinen Namen oder jeder von euch behält seinen eigenen Nachnamen. Doch was spricht dagegen, den Namen des Mannes zu wählen? 

Da seit 2017 auch endlich homosexuelle Paare heiraten dürfen, stellt sich natürlich auch für die Paare die Frage: Name behalten oder Name des Partners annehmen.

Keine Namensänderung bei der Hochzeit – das spricht dafür

Es gibt verschiedene Gründe, warum du bei der Hochzeit deinen Nachnamen behalten solltest – unabhängig davon, ob dein Partner deinen Namen übernimmt, oder seinen Namen behält.

  • Hast du dir in deinem Beruf und in deiner Branche bereits einen Namen gemacht, kann es durchaus sinnvoll sein, ihn zu behalten. Viele prominente Frauen aus Sport und Unterhaltung machen es vor. Der Name wird zum Markenzeichen. 
  • Vielleicht möchtest du deinen Familiennamen weitergeben. Manchmal stirbt der er nämlich aus, wenn du Einzelkind bist und den Namen deines Mannes annimmst.
  • Häufig ist der Nachname auch ein Teil deiner Identität. Diese Identität möchtest du nicht aufgeben, nur weil du heiratest. Wenn deine Eltern erst nach deiner Geburt geheiratet haben, würde der Nachname nach der Namensänderung nach deiner Hochzeit komplett aus den Unterlagen verschwinden.
  • Auch das Thema Gleichberechtigung spielt eine Rolle. Wieso sollte dein Mann nicht deinen Namen übernehmen? Ob die Namenswahl wirklich die Gleichberechtigung beeinflusst, muss jede Frau für sich entscheiden. 

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Damit der schönste Tag im Leben auch wirklich der schönste Tag wird, solltet ihr das Thema Namensänderung frühzeitig besprechen.(Photo: shutterstock/Pavlo Melnyk)

Warum eine Namensänderung bei der Hochzeit trotzdem eine gute Lösung sein kann

Lass dich nicht verunsichern: Wenn du gerne den Namen deines Mannes übernehmen willst, dann bist du deshalb nicht gleich altmodisch oder weniger emanzipiert. Es gibt auch gute Gründe, die dafürsprechen, deinen Namen zu ändern.

  • Gehst du den Bund der Ehe ein, ist das ein Bekenntnis zu deinem Partner. 
  • Du bist der Meinung, Familie sollte einen gemeinsamen Namen haben. Dabei spielt es jedoch keine Rolle, ob du den Namen deines Mannes annimmst oder umgekehrt. Ein Doppelname wäre ein toller Kompromiss.
  • Ganz pragmatisch: Gefällt dir der Name deines Ehepartners einfach besser, dann solltest du über eine Namensänderung nachdenken. 
  • Behält jeder seinen eigenen Nachnamen, steht bei der Geburt eures ersten Kindes die nächste Entscheidung an. Dann müsst ihr euch festlegen, welchen Nachnamen eure Kinder zukünftig tragen. 

Fazit: Besprich die Namensänderung mit deinem Partner

So ein wichtiges Thema solltest du mit deinem Partner nicht kurz vor knapp besprechen. Solltet ihr euch nämlich nicht von anfang an einig sein, bedarf es einer Menge Diskussionen. Vielleicht ist es deinem Partner aber auch egal, welchen Nachnamen er zukünftig trägt. All das lässt sich nur durch Gespräche herausfinden. 

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Autor: Nicole Hery-Moßmann