Der Erlebnisanbieter mydays hat gemeinsam mit Statista im Juni 2022 eine repräsentative Studie veröffentlicht. In ihrer Umfrage ging es um Themen rund um Antrag, Hochzeit und Flitterwochen. Die Ergebnisse haben uns erstaunt, denn sie zeigen, dass viele Hochzeitsklischees auch heute noch gelten. Alles über die Studie erfährst du hier. 

Hochzeitklischee: Zu fast 50 Prozent machen Männer den Heiratsantrag

Gerade in Langzeitbeziehungen fiebern viele Frauen dem großen Moment entgegen, wenn der Mann auf die Knie geht und die entscheidende Frage stellt. Doch wo machen die Deutschen am liebsten den Kniefall: romantisch im Urlaub oder ganz filmreif, mit Helikopter und Champagner? Die aktuelle Studie hat herausgefunden, dass das eigene Zuhause für viele der perfekte Ort für den Heiratsantrag ist. So organisierten 32 Prozent aller Befragten den Antrag in den eigenen vier Wänden.

Übrigens: Wie mein Heiratsantrag zu Hause war, liest du hier!

Die Studie zeigt ebenfalls, dass sich viele relativ schnell sicher sind, den oder die perfekte Partner:in gefunden zu haben. So war jede:r Fünfte ein bis zwei Jahre in einer Beziehung, bevor die entscheidende Frage gestellt worden ist. Mehr als ein Drittel der Befragten gibt für den Verlobungsring auch gerne mal ein wenig mehr Geld aus. So zahlte die Mehrheit der Deutschen für das Schmuckstück bis zu 500 Euro. Die meiste Übereinstimmung zum Thema Verlobung lieferte der Punkt, wer für den Heiratsantrag verantwortlich ist. Fast die Hälfte der Männer (46 Prozent) gab an, diesen selbst zu machen. 

JGA: Männer beteiligen sich finanziell mehr 

Bevor die Hochzeitsglocken läuten, wird meist von den Trauzeug:innen der Jungegesell:innenabschied organisiert. Was sich Braut oder Bräutigam an diesem Tag wünschen, kommt ganz auf ihren individuellen Geschmack an. Laut der Studie wünschen sich knapp ein Drittel der Befragten lediglich einen Tagesausflug. Für 21 Prozent muss es definitiv eine berauschende Partynacht sein.

JGA Prag
Tagesausflüge und Partynächte sind bei JGAs besonders beliebt. Foto: Getty Images/ g-stockstudio

Jedoch wollen die Freund:innen nicht unbedingt viel Geld in den Abend oder das Wochenende stecken. So würden 17 Prozent der Befragten nicht mehr als 50 Euro beisteuern, jede:r Fünfte könnte sich maximal 100 Euro vorstellen. Dabei fällt auf, dass Männer in puncto JGA gerne etwas tiefer in die Tasche greifen als Frauen. 

Hochzeit & Flitterwochen: So heiraten Deutsche 

Da die Hochzeit einer der schönsten Tage im Leben ist, werden bei diesem Ereignis, laut der mydays-Studie weder Kosten noch Mühen gescheut. So planen viele ihren großen Tag bereits ein Jahr im Voraus. Knapp 27 Prozent brauchen nicht so viel Zeit, sie investieren in die Planung lediglich sechs Monate.

Doch wie sieht es mit dem finanziellen Aspekt aus? Die Hälfte der Befragten hat für die Hochzeit bis zu 5.000 Euro investiert. Die anderen 27 Prozent bis zu 10.000 Euro. Mit einberechnet waren dabei die Hochzeitsoutfits mit Kosten zwischen 101 Euro und 500 Euro. Bei den Kosten spielten weder Geschlecht noch verschiedene Einkommen eine Rolle. 

nachhaltige Brautkleider
Für Hochzeitsoutfits geben Deutsche im Schnitt um die 500 Euro aus. Foto: Getty Images/ LightFieldStudios

Beliebte Jahreszeiten zum Heiraten waren stets der Frühling und der Sommer. Für jede:n Zehnte aus Süddeutschland ist auch eine Hochzeit im Herbst in Ordnung. Bei der Studie fiel auf, dass sich viele eine Hochzeit im kleinen Kreis wünschen. Ein Drittel der Befragten hat vor, kirchlich zu heiraten.

Die meisten der Studienteilnehmer:innen heirateten im Alter zwischen 25 und 29 Jahren. Die Gruppe, die sich im Alter von 18 bis 24 Jahren vermählten, war sehr gering. Und auch die Flitterwochen spielten bei der Studie eine große Rolle. So buchten über ein Drittel der Ehepartner:innen nach der Hochzeitsfeier eine Fernreise. 

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