Yoga ist toll, um Körper und Geist zu fordern und gleichzeitig zu entspannen. Das Letzte, was dabei zählt, ist, wie du aussiehst. Dich wohlzufühlen hingegen ist das A und O einer gelungenen Yoga-Praxis. Das bedeutet: Material, Nachhaltigkeit und Passform deiner Yoga-Kleidung sind wichtige Themen, denen wir uns heute widmen. Und wenn das Outfit obendrein noch toll aussieht, kann das eine kleine, zusätzliche Motivation sein, den Gang auf die Matte anzutreten.

Yoga-Kleidung: Was trägt man auf der Matte?

Die oberste Regel für Yoga-Kleidung lautet: Hauptsache du fühlst dich wohl. Das ist am ehesten der Fall, wenn du deine Sachen gut passen und weder zu eng noch zu weit sind. Bei sportlichen Aktivitäten bieten sich atmungsaktive Materialien an. Sicher weißt du bereits, dass Yoga nicht gleich Yoga ist. Während einer ruhigen Yin Yoga-Session solltest du wärmer angezogen sein als bei schweißtreibendem Hot Yoga.

Wenig liegt der Philosophie der Yoga-Praxis ferner als giftige Chemikalien und eine umweltzerstörende Produktionsweise von Yoga-Kleidung. Versuche also dem Impuls, günstige und trendige Yoga-Kleidung bei Fast Fashion- Ketten zu kaufen, zu widerstehen und lies lieber hier, welche Marken wirklich hinter der Idee von einem gesunden Körper und einer naturverbundenen Lebensweise stehen. Nachhaltige Yoga-Kleidung ist etwas teurer als billig produzierte Konkurrenzprodukte. Dafür schont sie nicht nur die Umwelt und Arbeiter:innen, sondern bleibt dir bei der richtigen Pflege viele Jahre lang erhalten.

Yoga Kleidung
Yoga ist ein sehr naturverbundener Sport, das sollte auch deine Kleidung spiegeln. Foto: Getty Images/ Tatiana Kolesnikova

Diese Materialien eignen sich für Yoga-Kleidung

Bewegungsfreiheit ist neben dem Wohlfühlfaktor das wichtigste Kriterium bei der Wahl von Yoga-Kleidung. Da du dich beim Yoga in allen möglichen Positionen und Verrenkungen wiederfindest, bietet sich eng anliegende Kleidung aus elastischen Stoffen an. Da rutscht nichts hoch, nichts runter und du sparst dir das hektische Rumgezuppel. Für extra viel Bequemlichkeit gibt es Yoga-Shirts mit integriertem Bra. Achte sowohl bei den Leggins als auch beim Top darauf, dass die Bündchen nirgends einschneiden und du gut atmen kannst. Wenn du es lieber locker magst, kannst du ein Baumwolltop vorn in den Hosenbund stecken.

Nachhaltige Materialien für Yoga-Kleidung sind:

  • Bio-Baumwolle
  • Lyocell (Tencel®) aus Holzfasern
  • Bio-Based Polyamid aus der Rizinuspflanze
  • Modal aus Buchenholz 
  • vegane Seide
yoga kleidung
Yoga Kleidung sollte aus nachhaltigen Materialien sein. Foto: Getty Images/ Mireya Acierto

Unsere Top 3 Brands für nachhaltige Yoga-Kleidung

OGNX

2012 wurde das Label OGNX (gesprochen „Organics“) gegründet, um Yoga-Kleidung in nachhaltiger Form anzubieten. Die Marke arbeitet fortlaufend an alternativen Funktionsmaterialien, um höchsten Umwelt- und Produktionsstandards zu entsprechen.

Mandala

Mandala hat neben Yoga-Kleidung aus Bio-Baumwolle und Modal etwas ganz Besonderes im Angebot: wunderschöne weite Hosen und Wickelshirts aus veganer Seide. Der Stoff nennt sich Cupro und ist sowohl tierfreundlich als auch ressourcenschonend. Unser Favorit: die luftige Hose mit Bundfalten und Gummisaum. Für alle, die heute mal keine Lust auf enge Leggins haben.

Hey Honey

2015 haben zwei Schwestern aus Hamburg ein Label für Yoga-Kleidung gegründet und bringen seither jede Menge Farbe und gute Laune auf die Matten. Hey Honey ist für alle Yogis, die sich nicht nur bequeme und nachhaltige Yoga-wear wünschen, sondern auch Wert auf einen stylischen Auftritt legen. Von Animalprint bis knallpinken Leggins ist alles dabei.

yoga kleidung
Auch die Schlussentspannung braucht ein bequemes Outfit.

Pflege-Guide: So hält deine Yoga-Kleidung besonders lang

Zu Nachhaltigkeit gehört natürlich auch, nicht ständig seine Klamotten wegzuschmeißen und durch neue zu ersetzen. Und auch wenn hochwertige Materialien eine lange Lebensdauer haben, gibt es einige Tricks, wie du noch länger Freude an deiner Lieblings Yoga-Wear hast:

  • Bio-Baumwolle: Bei 30 Grad, mit reduzierter Umdrehungszahl und idealerweise im Wäschenetz waschen.
  • TENCEL™ / Modal / Lyocell: Bei 30 Grad im Schonwaschgang (max. 400 Umdrehungen) auf links waschen. Verwende enzymfreies Flüssig-Feinwaschmittel ohne Aufheller. Bei zu hoher Dosierung von Pulver und zu hoher Drehzahl kommt es schnell zu Streifen auf den Kleidungsstücken. Nicht im Trockner trocknen!
  • Recyceltes Polyester: Bitte bei 30 Grad waschen.
  • Seide: Bei 30 Grad mit Feinwaschmittel waschen. Am besten auf links drehen und nicht im Trockner trocknen. Du kannst die Seide bei bis zu 150 Grad bügeln.

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Du willst mehr Nachhaltigkeit in deinem Alltag integrieren? Unsere Redakteurin Anika stellt dir einige Tipps und Tricks vor.