Im britischen Leicester sind die Zahlen der Coronafälle wieder stark angestiegen. Warum? Einmal mehr war es ein Superspreader-Event. Hier wurde aber keine Coronaparty gefeiert. Genau wie beim Tönnies-Skandal in NRW waren auch in England die Arbeitsbedingungen an den Infektionszahlen Schuld.

Der Online-Shop Boohoo hat eine seiner Textilfabriken in Leicester. Während Corona wurden die Mitarbeiter hier zwar nicht schlechter behandelt als normalerweise, aber dennoch schlecht genug, damit das Virus sich wieder ausbreiten konnte.

Sklavenarbeit kommt ans Licht

Corona machts möglich: Endlich kommen die unterirdischen Arbeitsbedingungen ans Licht, mit denen die Fließbandarbeiter der Firma Boohoo seine Mitarbeiter täglich konfrontiert. Die schrecklichen Zustände machen sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass…

… es keine Abstandsregeln gab oder Desinfektionsmittel bereitgestellt wurde.

… Mitarbeiter gezwungen wurden zur Arbeit zu kommen, obwohl sie an Corona erkrankt waren. Wer Zuhause blieb, dem wurde der Lohn gestrichen.

viele illegale Arbeiter beschäftigt werden, die keine Chance haben sich gegen die Bedingungen zu wehren.

… der Stundenlohn bei gut 3,88 € liegt. Weniger als die Hälfte des in Britannien vorgeschriebenen Mindestlohns von 9,71 €. 

Boohoo Online Shop
So zeigt sich Boohoo nach außen: stylische Mode für wenig Geld. Darunter leiden die Mitarbeiter.(Photo: Boohoo Online Shop)

Das ist die moderne Form der Sklaverei

Klar, niemand wird aktiv mit der Peitsche dazu gezwungen, in den Textilfabriken von Leicester oder ähnlichen Orten zu arbeiten. Indirekt aber eben doch. Fabrikleiter wissen ganz genau, wie sie ihre Mitarbeiter unter Druck setzen können. 

Noch mehr Ungerechtigkeit

Rassismus ist leider ein Problem, das es noch immer überall auf der Welt gibt. Auch bei uns in Deutschland.

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