„Schämt ihr euch nicht? Ihr reißt euch das Geld der Mehrwertsteuersenkung unter den Nagel, obwohl ihr ohnehin kaum Steuern in Deutschland zahlt und Mitarbeiter kaum mehr als den Mindestlohn bekommen! Mehr Dreistigkeit und Abzocke geht nicht!“ regt sich User ayayayayoleeee auf.

Und aurelia_95 meint: „Lächerlich, dass so ein Miliardenbetrieb die Mehrwertsteuersenkung nicht an seine Kunden weitergibt. Wenn es sogar so gut wie jeder Familienbetrieb tut, dem es wahrscheinlich momentan weitaus schlechter geht…“ Gamebitor will Starbucks direkt boykottieren: „Bei euch hole ich nie wieder was, trinkt eure Plörre selbst!“. Das sind nur drei der vielen Kommentare, die Starbucks allein auf Instagram kassiert.

Starbucks Verhalten sei „schäbig“

Was war passiert? Am Samstag hatte der Berliner Tagesspiegel berichtet, dass der US-Konzern die Mehrwersteuersenkung nicht an seine Kunden weitergeben werde. Begründet wurde die Entscheidung mit den langfristigen Perspektiven des Unternehmens. 

Seitdem hagelt es nicht nur auf den Social Media-Kanälen Kritik. Auch aus den Reihen der Politik gab es Empörung. Vor allem bei Vertreten der Linken sorgte das Verhalten von Starbucks für Kopfschütteln.

Laptop und Essen am Arbeitsplatz
Viele User haben auf ihren Social Media-Kanälen zum Boykott von Starbucks aufgerufen.

„Mit Starbucks profitiert ein Konzern von der Steuersenkung, der in Deutschland ohnehin kaum Steuern zahlt und dessen Mitarbeiter kaum mehr als den Mindestlohn bekommen“, meint Linken-Finanzpolitiker Victor Perli laut dem Tagesspiegel. „Das Verhalten ist schäbig.“

Reaktion von Starbucks bleibt bisher aus

Damit bestätigt sich die Befürchtung einiger Kritiker, dass die temporäre Senkung der Mehrwersteuer von Unternehmen zweckentfremdet werden könnte. Denn eigentlich hatte die Bundesregierung diese beschlossen, um nach dem Lockdown durch die Coronavirus-Pandemie die Wirtschaft wieder anzukurbeln. Starbucks hat auf die heftige Kritik für ihre Entscheidung bisher nicht reagiert.

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