Hunde besitzen mit 220 Millionen Riechzellen. Zehnmal mehr als ein Mensch. Kein Wunder also, dass die Vierbeiner auf gewisse Gerüche empfindlicher reagieren – sie riechen immerhin viel intensiver! Doch welchen Geruch hassen Hunde so richtig? Und welche Parfums solltest du lieber im Schrank stehen lassen, wenn du mit deinem Hund ausgehst? Wir haben die Antworten.

Welchen Geruch hassen Hunde: Es kommt auf die Rasse an

Auch wenn Hunde allgemein empfindlicher auf Gerüche reagieren als Menschen, muss man auch hier die Unterschiede zwischen den einzelnen Rassen feststellen. Außerdem kann man nicht verallgemeinernd sagen, dass alle Hunde genau diesen Geruch nicht mögen. Wie bei Menschen haben auch unsere Vierbeiner bestimmte Abneigungen und Vorlieben.

Wie geruchsempfindlich ein Hund ist, liegt also an seinen Vorlieben, aber auch an seiner Rasse und dem damit verbundenen Körperbau. Während die Nasenschleimhaut eines Schäferhundes eine durchschnittliche Größe von etwa 170 Quadratzentimetern aufweist, reichen für Mopse die Nasenlöcher noch nicht mal für eine gute Atmung aus.

Zum Vergleich: Ein erwachsener Mensch kommt lediglich auf zehn Quadratzentimeter.

Hund in Naheaufnahme
Bestimmte Gerüche tun deinem Vierbeiner einfach nicht gut – egal, welche Rasse sie sind. Foto: IMAGO Images / Addictive Stock

Diese Gerüche & Parfums können Hunde nicht leiden

Wir haben uns schlaugemacht und wissen, welche Gerüche die meisten Hunde nicht leiden können. Da viele dieser Stoffe auch in Parfums vorkommen, solltest du lieber nicht zu Düften greifen, die diese Duftnoten in sich vereinen.

1. Essig & Zitrusfrüchte

Für alle Liebhaber:innen von sonnigen Zitrusnoten in ihren Parfums haben wir leider eine schlechte Nachricht – diese können bei deinem Hund zu dauerhaften Schädigungen der Nasenschleimhaut und Atemwege führen. Auch in vielen Haushaltsreinigern befinden sich Zitrusaromen. Sei hier lieber sparsamer oder ‚verbanne‘ deinen Hund für die Putzaktion in einen anderen Raum.

Auch Essig hat einen penetranten und sehr säuerlichen Duft. Die Nase deines Hundes wird bei der Reinigung mit Essig permanent gereizt. Allerdings hat es jenseits der Reizung keine schädigenden Auswirkungen auf deinen Hund.

2. Pfefferminz, Lavendel & Basilikum

Du liebst ätherische Öle und packst dir auch gerne ein Lavendelkissen für einen besseren Schlaf unter dein Kissen? Dann solltest du dich nicht wundern, wenn dein Hund dir in diesen Momenten fernbleibt. Die meisten Hunde reagieren äußerst empfindlich auf Kräuter mit hohem Gehalt an ätherischen Ölen. Allen voran geht es hier um Pfefferminz, Lavendel und Basilikum.

Hund im Lavendelfeld
Lavendel ist für Hunde nicht schädlich, aber ihr Lieblingsgeruch ist es auch nicht. Foto: xalanx / getty images via canva

Wenn wir als Menschen den Geruch dieser Kräuter schon so sehr wahrnehmen, kannst du dir sicherlich vorstellen, wie stark der Duft für einen Hund sein muss. Im Garten nutzt man Lavendel deshalb auch oft, um die Hunde davon abzuhalten, in bestimmte Bereiche zu urinieren. Parfums oder ätherische Öle mit diesen Duftstoffen solltest du am besten nur benutzen, wenn dein Hund gerade mit jemand anderem Gassi ist.

3. Scharfe Paprika, Pfefferpulver, Knoblauch & Zimt

Auch die Liebhaber:innen der würzigen Parfums und einer scharfen Küche müssen wir enttäuschen, wenn es um die Vierbeiner geht. Wenn du mit diesen Gewürzen kochst, solltest du dir nach dem Zubereiten der Gerichte unbedingt die Hände waschen, bevor du deinen Hund streichelst oder mit ihm kuschelst. Gleiches gilt auch in der Weihnachtszeit für Zimt.

Das kann passieren, wenn dein Hund zu viel von den gehassten Gerüchen geschnüffelt hat

Wenn du dich mal mit deinem Parfum eingesprüht hast und dein Hund unter dir stand, ist dir sicherlich schon mal ein abfälliges Schnauben von ihm aufgefallen. Wenn dies gefolgt von einem Niesen ist, kann das bedeuten, dass die Schleimhaut deines Hundes intensiver gereizt ist.

Zeit für medizinische Behandlung wird es, wenn du bei deinem Hund einen stetigen Ausfluss aus der Nase bemerkst. Wenn keine anderen Anzeichen für eine Erkältung vorliegen, kann hier eine Entzündung der Nasenschleimhaut vorliegen. Wenn diese nicht behandelt wird, kann der Ausfluss mit der Zeit eitrig werden.

Nase eines Hundes
Beobachte deinen Hund genau und wenn seine Nase ungewöhnlich feucht ist, solltest du vielleicht einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen. Foto: Fly_dragonfly / getty images via canva

Diese Parfum-Richtung solltest du als Hundebesitzer:in nutzen

Nachdem wir nun besprochen haben, welche Gerüche Hunde hassen, möchten wir dich natürlich nicht im Dunklen lassen, welche Duftrichtungen dein Hund gerne mag. So kann dein Hund dich auch kuscheln, wenn du dich gerade für ein Date oder einen Ausgeh-Abend fertiggemacht hast.

Dein Hund bevorzugt ledrige und holzige Duftrichtungen. Diese Gerüche kennt er aus seinem Lebensumfeld und kommt mit diesen deshalb gut klar und verbindet sogar Positives damit. Kein Wunder also, dass dein Hund ein Stöckchen als Spielzeug bevorzugt – es riecht einfach sehr gut für deinen Vierbeiner!

Achte darauf, dass du nicht zu viel Parfum benutzt und nur ein paar Spritzer an ausgewählte Stellen wie hinter dem Ohr, am Dekolleté oder am Handgelenk machst. Dadurch nimmt dein Hund den Duft nicht als deinen Hauptgeruch wahr und kann bestimmte Parfums sogar einer bestimmten Person zuordnen.

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