Wenn du im Sommer schon mit kurzen Kleidern und Leinenhose schwitzt, stell dir mal vor, wie warm deinem Hund mit dem dicken Fell sein muss. Bei den hohen Temperaturen kann es vor allem für unsere vierbeinigen Freunde zu einer Überhitzung oder sogar einer Hyperventilation kommen. Damit dieser Fall gar nicht erst eintritt, haben wir elf Tipps und Tricks für dich, wie du deinen Hund abkühlen kannst und ihn kühl durch den Sommer bringst.

Deinen Hund abkühlen: So geht’s

Wir alle wissen hoffentlich, dass wir unseren Hund im Sommer niemals, unter keinen Umständen, im Auto lassen sollten. Nein auch nicht ganz kurz. Da unsere Fellfreunde sich selbst nur über das Hecheln abkühlen, können sie sich im heißen Wageninneren sogar schnell zu einem Herzstillstand hecheln! Doch nicht nur das solltest du beachten, wenn du mit deinem Hund den Sommer verbringst. Wir haben für dich elf Tipps und Tricks, wie du ihn abkühlen kannst.

Frau mit Hund
Wir haben die besten Tipps um Tricks, damit du deinen Hund abkühlen kannst. Foto: IMAGO / Westend61

1. Viel Wasser – nicht nur zum Trinken

Hunde haben nur wenige Schweißdrüsen an den Pfoten und dem Ballenbereich. Du solltest deinem Liebling also nicht nur stets Flüssigkeit zum Trinken geben, sondern auch ein kleines Becken voll mit Wasser in seine Nähe stellen, damit er seine Pfoten darin abkühlen kann. Wenn sich dein Hund nicht alleine dort hineinstellt, kannst du seine Pfoten auch mit kaltem Wasser und einem Lappen selbst abkühlen.

2. Vor Sonnenbrand schützen

Ja, auch Hunde können Sonnenbrand bekommen. Neben dem Abkühlen ist es wichtig, diesen Faktor im Sommer mit einzubeziehen. Vor allem die empfindliche Stupsnase und die Ohren verbrennen sehr schnell in der knallenden Sonne. Deshalb solltest du diese Stellen mit einer passenden Sonnencreme eincremen, damit es erst gar nicht zu diesen unnötigen Schmerzen kommt.

Videoempfehlung: Du hast selbst Sonnenbrand bekommen? Dann schau dir unser Video an, um Tipps und Tricks für die Erste-Hilfe-Maßnahme zu bekommen.

3. Richtige Nahrungsportionen

Damit deinem Hund nicht noch wärmer wird, gilt es die Nahrungsportionen auch anzupassen. Wir essen an heißen Tagen auch viel weniger als sonst, warum sollte es deinem Hund anders gehen? Große Nahrungsportionen sind für unsere Vierbeiner sehr schwer verdaulich. Eine kleine Portion reicht also auch!

4. Baden gehen, aber mit Vorsicht

Viele Hunderassen sind richtige Wasserratten. Da im Sommer jede sportliche Anstrengung (wie das Laufen am Fahrrad oder extrem lange Abenteuerspaziergänge) ausfallen sollten, ist das Baden im See eine willkommene und erfrischende Abwechslung für Hund und Besitzer:in. Doch hier solltest du sehr vorsichtig sein: In vielen Gewässern gibt es Blaualgen (keine Algen, sondern Bakterien), die für den Hund und auch für Menschen mit schwachem Immunsystem sehr gefährlich sind und bis zum Tod führen können.

Prüfe deshalb vorher die Wasserqualität des Sees, in dem du baden möchtest, im Internet oder vergewissere dich selbst, dass alles in Ordnung ist. Ob ein Gewässer von Blaualgen befallen ist, erkennst du an grünlich oder blau-grünlichen Schlierteppichen.

Hund abkühlen
Achte beim Seeabenteuer immer darauf, dass keine Blaualge dich oder deinen Vierbeiner in Gefahr bringen kann, Foto: Ivanova N / shutterstock

5. Richtige Zeit für Spaziergänge

Damit dein Hund nicht bei der Hitze hyperventiliert, solltest du aufgeheizte Wege und asphaltierte Straßen generell meiden. Lass deinen Hund sich am Tage an einem kühlen Ort ausruhen. Deine ausgedehnten Spaziergänge kannst du mit ihm in den Morgen- oder Abendstunden machen, wo es noch oder schon etwas Kühler ist. Sonst drohen schmerzhafte Verbrennungen an den Pfotenballen deines Lieblings.

Übrigens: Vor allem Hunden mit verkürzten Nasen muss eine besondere Aufmerksamkeit im Sommer zuteil kommen. Denn diese haben eine ohnehin eingeschränkte Thermoregulation. Starke Hitze stellt für viele dieser Hunderassen oft schon eine Lebensgefahr dar.

6. Fell kürzen

Vielen Langhaarhunden verschafft schon ein Haarschnitt eine Abkühlung. Dabei solltest du allerdings darauf achten, dass du das Fell nicht zu stark kürzt, da dieses auch gleichzeitig als Sonnenschutz dienen kann und so vor Sonnenbrand auf dem ganzen Körper schützt.

7. Kühle Untergründe

Wenn du einen Garten hast, kann ein schattiger Ort mit einer Wasserschale das Paradies für deinen Hund sein. Im Gras kann sich dein Hund seine Pfoten nicht verbrennen. Öffne außerdem Badtüren und deine Küche. Viele Hunde lieben es, sich im Sommer auf den kühlen Fliesenboden zurückzuziehen. Wenn du nichts dergleichen in Reichweite hast, eignen sich auch spezielle Kühlmatten hervorragend, damit dein Hund sich abkühlen kann.

Hund im Bad
Dein Hund kühlt sich im Sommer gerne selber ab, indem er sich ins Badezimmer zurückzieht. Foto: IMAGO / Addictive Stock via canva

8. Tägliches Bürsten

Vor allem Hunde mit dunklem Fell schwitzen im Sommer extrem und leiden unter direkter Sonneneinstrahlung. Gerade deshalb solltest du deinen Hund regelmäßig bürsten, damit mehr Luft an die Haut gelangen kann.

9. Hundeeis und Schleckmatten

Ein leckeres Eis aus dem Tiefkühlfach schmeckt nicht nur dir, sondern auch deinem Hund. Natürlich sollte das aber nicht dasselbe Eis sein, was du isst. Du kannst ihm ein selbstgemachtes Eis, zum Beispiel aus Naturjoghurt und Honigmelone, machen. Wer seinen Hund besonders lange beschäftigen, kannst du die Masse auf einer Schleckmatte verteilen und einfrieren.

10. Feuchtes Handtuch oder T-Shirt

Wenn du schnelle Methode zum Abkühlen deines Hundes suchst, bist du hier richtig. Feuchte dafür ein Handtuch oder ein T-Shirt mit kaltem Wasser an und lege es auf den Boden. Du kannst zwar deinem Hund das Shirt anziehen, jedoch sollte Luft zirkulieren. Du kannst den feuchten Stoff wie bei der Kühlmatte auch einfach auf den Boden legen.

11. Asphalt vermeiden

Du kennst sicher das Gefühl, wenn du im Sommer nur kurz mit den nackten Füßen auf eine asphaltierte Straße kommst. Der schwarze Belag wird unbeschreiblich heiß und verbrennt einem die Füße. Wir Menschen haben dagegen Schuhe, Hunde hingegen sind dem heißen Asphalt mit ihren Pfoten ausgeliefert. Im Sommer solltest du deshalb so oft und so gut es geht, auf kühle Waldböden oder Sanduntergründe ausweichen.

Mit den richtigen Tricks mit Hund durch den Sommer

Hunde sind sehr anfällig für einen Hitzschlag, weil sie sich nicht einfach schnell ein kühles Getränk aus dem Kühlschrank nehmen können. Deshalb ist es umso wichtiger, dass du deinen Vierbeiner genau beobachtest und ihm so viel Abkühlung wie möglich verschaffst. Einen Hitzschlag erkennst an Symptomen wie Apathie, schwankendem Gehen, dunkler Zunge, glasigem Blick, Fieber, Erbrechen oder weißlichen Schleimhäuten. Treffen diese Anzeichen auf deinen Hund zu, gilt es, ihn schnell an einen kühlen Platz zu bringen und abzukühlen. Anschließend ist auch ein Besuch beim Tierarzt unbedingt nötig! Passe auf dich und deinen Hund vor allem im Sommer auf.

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