Hunde lernen schnell, wie sie Sitz und Platz machen sollen. Katzen können das auch! Ganz im Gegenteil zudem, was die meisten denken: Sowohl Hunden als auch Katzen kann man mithilfe von Clickertraining eine Menge Tricks beibringen. Wie einfach das bei Katzen funktioniert, erfährst du hier.

Patricia Neumann
Patricia ist stolze Katzenmama. Foto: Patricia Neumann

Unsere Autorin Patricia ist passionierte Katzenmama und somit unsere Katzenexpertin. Alle Tipps, die du hier findest, wurden vorher von ihr und ihrem Kater Lio ausprobiert.

Clickertraining: Was bringt es dem Tier?

Es gibt eine Menge Gründe, weswegen man sowohl mit jungen als auch alten Katzen Clickertraining anfangen sollte. Die beziehen sich sowohl auf die Katzen als auch auf ihre Besitzer:innen. Schüchterne Katzen können zum Beispiel so mehr Selbstbewusstsein erhalten.

Die Bindung zwischen euch beiden wird auch durch das Clickertraining stärker. Katzen brauchen zudem eine Menge Bewegung und mentale Stimulation, indem sie zum Beispiel jagen oder mit anderen Katzen spielen. So hast du also auch ruhigere Nächte, da deine Samtpfote so ausgelasteter ist. Um die 10 Minuten pro Tag reichen schon, um Fortschritte zu machen.

Diese Dinge brauchst du zum Clickern

Mit einem Klicker gibt man dem Tier ein akustisches Signal, womit man eine gewünschte Handlung unterstützen kann. Dafür eignet sich am besten der Clicker, es funktioniert aber auch mit einer Hupe, Pfeife oder Klingel. Clicker passen im Regelfall auch gut in die Hand oder in die Tasche. Für manche Tricks eignet sich auch ein Clicker mit einem Target-Stick. Wenn du mehrere Katzen hast, dann brauchst du zum Clickern einen Clicker mit unterschiedlichen Signalen. So können die Katzen das voneinander unterscheiden.

In der einen Hand solltest du einen Clicker haben, in der anderen solltest du kleine Leckerlis haben. So verbindet deine Katze die Tricks mit etwas Positivem. Die sollten auf keinen Fall zu groß sein, damit deine Katze nicht daran satt frisst. Am besten eignet sich dafür Trockenfutter oder kleine Filetstücke. Jedes Mal, wenn du klickst, solltest du innerhalb von wenigen Sekunden deiner Katze das Leckerli vorlegen.

So fängst du mit dem Training an

Such dir am besten eine feste Uhrzeit aus, um das Clickertraining durchzuführen. Am besten funktioniert es kurz vor der Futterzeit. Dann setzt euch an einen gemütlichen Platz, um das Training durchzuführen. In der einen Hand solltest du den Clicker haben, in der anderen die Leckerlis. Halte die am besten so, dass deine Katze sie dir nicht direkt aus der Hand nehmen will.

In den ersten Tagen geht es darum, den Clicker positiv zu verbinden. Hierfür klickst du einmal und gibst direkt danach ein Leckerli. Das machst du so lange, bis die Katze die beiden Dinge miteinander verbindet. Wenn du also klickst und ihm nichts gibst, sollte er nach dem Futter schauen.

Danach kannst du ihn einfache Tricks beibringen. Fange am besten damit an, dass er mit seiner Nase deinen Finger oder ein anderes Target wie einen Stift anfassen soll. Bei jeder Berührung, die in die richtige Richtung geht, kannst du ihn belohnen. Clickertraining funktioniert ausschließlich mit dem positiven Belohnungssystem, also gibt es keine Strafen oder ähnliches. Beende das Ritual, in dem du ihn deine leeren Hände zeigst oder deine Katze mehrere Leckerlis auf einmal gibst.

Diese Kommandos könnt ihr üben

Wenn deine Katze dies kann, kannst du ihr einfache Kommandos wie „Gib Pfote“ oder Sitz beibringen. Hierfür ist es am besten, wenn du mit einem Boden-Target anfängst, auf den deine Katze zeigen soll. Danach ist es einfacher, ihr Tricks mit der Pfote beizubringen.

Ihr könnt sogar mit dem Clickertraining den Gang zum Tierarzt einfacher gestalten. Übe mit deiner Katze, dass sie auf Kommando in ihre Tasche soll. So funktioniert der Tierarztbesuch viel leichter.

Viel Spaß beim Clickertraining deiner Katze!

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