Es ist immer ratsam, eine Aloe Vera Pflanze daheim zu haben, denn das Fruchtfleisch kannst du vielfältig einsetzen als Saft, SOS-After-Sun-Lotion oder tägliche Gesichtspflege. Allerdings gibt es einiges zu beachten. So erntest du Aloe Vera richtig zur Weiterverarbeitung!

Aloe Vera
Aloes mögen zwar Licht, sie kommen aber auch gut im Schatten zurecht.

Aloe Vera: der Allrounder

Aloe Vera gehört zu den fast unzerstörbaren Pflanzen und kann an schattigen und extrem sonnigen Plätzen überleben. Außerdem braucht die Pflanze nicht viel Wasser und kann es auch mal wochenlang ohne Gießen aushalten. So ist es nämlich in der Wüste auch, in ihrem natürlichen Habitat.

Trotzdem speichert sie extrem viel Wasser in den Blättern ab. Und genau an die wollen wir ran. Denn das Fruchtfleisch wirkt Wunder auf unserer Haut und kann sie beruhigen und mit Feuchtigkeit versorgen. 

Innerlich soll Aloe Vera zur Darmreinigung beitragen, weil sie leicht abführend wirkt. Um diese Vorteile aus der Aloe Vera Pflanze zu ziehen, muss sie richtig geerntet werden.

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Das gesamte Blattinnere der Aloe vera Pflanze besteht aus dem wertvollen Gel. Du musst nur die Haut drum herum entfernen.(Photo: imago/Westend61)

Aloe Vera ernten: Anleitung

Zu allererst: Eine Aloe Vera Pflanze kann nicht von kleinauf geerntet werden. Bei den meisten Aloe-Arten dauert es bis zu fünf Jahre, bis die Pflanze groß genug ist, damit in ihrem Fruchtfleisch auch die Wirkstoffe drin sind, die wir haben möchten. Hol dir also eine erwachsene Pflanze, wenn du Aloe Vera direkt ernten willst.

Aloe Vera ernten: so geht’s

1. Nimm immer eines der äußeren, größten Blätter deiner Pflanze und schneide sie so nah wie möglich an der Wurzel ab mit einem Messer.

2. Pass auf, dass deine Haut die frische Schnittstelle nicht berührt und wasche das Aloe Vera-Blatt ab. Trage am besten Handschuhe dafür. 

3. Nun stellst du das Blatt aufrecht und mit Schnittkante nach unten in ein Glas oder eine Kanne. So kann der aloinhaltige Saft aus den Blättern abfließen. Dieser kann Hautreizungen verursachen und ist für Haustiere und Menschen unbekömmlich. Lass das Blatt zwei Stunden „ausbluten“.

4. Anschließend wäschst du das ganze Blatt noch einmal, um das Aloin vollständig zu entfernen.

5. Jetzt kannst du die äußere Blattschicht abziehen und das Aloe Vera Gel freilegen. Nimm dafür die gerade Seite des Blattes und ein scharfes Messer und trenne die Schicht gerade ab, danach kannst du das Fruchtfleisch am Stück von den restlichen Außenseiten befreien.

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Aloe ist ein toller Feuchtigkeitslieferant für deine Haare.(Photo: Prostock-Studio)

Aloe Vera weiterverarbeiten zu Gel

Eigentlich ist es ganz einfach: Alles nehmen und ab in den Mixer. Das Ganze sollte so lange gehäxelt werden, bis es schaumig und etwas dickflüssig ist. So ist es genau richtig. Lass dich nicht beirren, dass das selbstgemachte Gel nicht so durchsichtig ist wie die gekauften.

Wenn du möchtest, kannst du das Gel haltbarer machen mit Vitamin C Pulver (1 g auf 100 g Gel) oder Vitamin E Tropfen (10 Tropfen auf 100 g Gel). Du kannst aber auch einfach nur einen kleinen Teil nutzen und den Rest in Eiswürfelförmchen in die Gefriertruhe schieben und dann immer ein paar Aloe Vera Eiswürfel rausholen, wenn sie benötigt werden.

Dafür kannst du Aloe Vera äußerlich einsetzen

  • Trockene Haut
  • Sonnenbrand
  • Trockenheitsfältchen
  • Trockene Haarspitzen
  • Trockene oder irritierte Kopfhaut

Mehr zu Wirkung von Aloe Vera findest du hier.

Fazit: Aloe Vera sieht nicht nur schick aus

Sondern kann auch echt nützlich sein und säubert nebenbei noch deine Atemluft im Zimmer. Was will man mehr? Wenn du Angst hast, dass deine Wohnung zu dunkel sein könnte für Aloe Vera, dann schau dir unsere Top-Zimmerpflanzen für wenig Licht an.

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