Unsere kleinen Laster würden wir uns auch lieber abgewöhnen. Wer ständig zu spät kommt, den bestraft das Leben und wer alles auf die lange Bank schiebt, wird niemals vorankommen. Dabei sind einige bekannte Persönlichkeiten Profis des Prokrastinierens. Immerhin hat Leonardo da Vinci 16 Jahre lang an seiner Mona Lisa gemalt. 

Auch Steve Jobs ist dafür bekannt, Dinge vor sich herzuschieben. Dass er währenddessen genug Zeit für neue und innovative Ideen hatte, danken ihm weltweit mehr als 600 Millionen iPhone-Nutzer. Wir verraten dir, welche kleinen Laster auch dich klüger machen können.

1. Laster: Kaugummi kauen

Kaugummi kauen sehen viele als schlechte Angewohnheit. Die meisten sind nicht abbaubar und damit umweltschädlich. Dazu gilt Kaugummikauen als unfein. Kauend in Bewerbungsgesprächen zu sitzen, ist tatsächlich unelegant, dafür haben Kaugummis viele andere Vorteile.

Zuckerfreie Kaugummis schützen die Zähne, sorgen für weniger Stress und verbessern die Laune. Außerdem machen Kaugummis dich klüger. Einige Studien zeigen, dass das Kauen die Aufmerksamkeit steigert und Kaugummikauer in Intelligenztests bessere Ergebnisse als ihre Vergleichsgruppen erzielten.

Frau Schreibtisch Chaos Unordnung
Chaos hilft besonders kreativen Menschen neue Lösungen zu finden.(Photo: istock.com/miljko)

2. Laster: Chaos am Arbeitsplatz

Ein unaufgeräumter Arbeitsplatz heißt nicht, dass du im Chaos versinkst. Im Gegenteil. Wer ständig mit Aufräumen beschäftigt ist, hat weniger Zeit für die wichtigen Dinge. Laut einer aktuellen Studie motiviert Unordnung dazu, in anderen Bereichen nach Ordnung zu suchen und die Zielstrebigkeit zu fördern

Auch für Kreative wirkt das eigentliche Laster Wunder. In einem anderen Experiment gab Kathleen Vohs von der Universität Minnesota ihren Probanden Tischtennisbälle, für die sie neue Nutzungsmöglichkeiten entwickeln sollten. Die erste Gruppe saß an einem aufgeräumten, die Zweite an einem unordentlichen Schreibtisch. Diejenigen, die im Chaos saßen, fanden weitaus kreativere und originellere Ideen.

Das zeigt, dass Unordentlichkeit uns veranlasst, unkonventioneller zu denken anstatt in traditionellen Denkmustern zu versacken.

3. Laster: Zappeln

Aus der Schule kennen wir alle die Zappelphilipps, die keine Sekunde ruhig sitzen konnten und ständig auf ihren Stühlen kippelten. Die kleinen Laster haben die Lehrer regelmäßig an den Rand der Verzweiflung gebracht. Dabei hatte das Umherzappeln einen guten Grund, der sogar klüger macht. 

Bewegung beeinflusst unsere Gehirnfunktionen. Das Gehirn wird besser durchblutet und das Nervensystem wird leistungsfähiger. Sport macht intelligent. Wer regelmäßig in Bewegung bleibt, fördert bildet neue Synapsen und Zellen, die die Aufmerksamkeit und Konzentration steigern können. Auch Vokabeln pauken sich am besten in Bewegung.

Frau Puzzle müde schlafen
Tagträume können dir bei kniffligen Aufgaben helfen.(Photo: pexels.com/Wesley Carvalho)

4. Laster: Tagträumen

Tagträumen ist letztendlich nicht viel anders als Aufschieben. Dabei sind die kurzen geistigen Ausflüge wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung und die geistige Gesundheit. Eine Studie zeigte, dass bereits zwölf Minuten intensives Tagträumen ausreichen, um eine aktuelles und schwieriges Problem zu lösen.

Fazit: Kleine Laster haben eine große Wirkung

Nicht jedes kleine Laster ist automatisch eine Belastung. Vor allem nicht, wenn sie unsere Konzentration fördern und uns klüger machen können. Vermeintlcihe Schwächen lassen sich mit kleinen Tricks und Kniffen ganz einfach in Stärken umwandeln, die unser Denken beeinflussen können.

Allerdings: Wenn dich deine schlechten Angewohnheiten mehr belasten, als sie dir nützen, dann kannst du hier nachlesen, wie du sie loswirst.

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Außerdem zeigen wir dir, mit welchen kleinen psychologischen Tricks im Alltag eine große Wirkung zeigen.