Psychologie

Körpersprache deuten & dein Gegenüber durchblicken

Vergiss weibliche Intuition: Mit diesen 6 Gesten wirst du lernen, die Körpersprache deines Gegenübers noch besser zu deuten & deine eigene zu verbessern.

Frau Crossed Arms
Körpersprache deuten bedeutet immer, sich sein Gegenüber von oben bis unten anzusehen, denn hier entscheidet nicht allein die Mimik & das Wort.

Du bist davon überzeugt, dass auf deine weibliche Intuition und dein Bauchgefühl immer Verlass ist? Wenn nicht, auch kein Problem. Wir zeigen dir, wie du Körpersprache deuten kannst und fortan nicht mehr nur den Worten deines Gegenübers Glauben schenken musst. Mit unseren Tipps entlarvst du die Mimik & Gestik deines Gegenübers, die selbst dann spricht, wenn der Mund schweigt. Umgekehrt kannst auch du an deinem ersten Eindruck arbeiten, der zu 95 % von deiner Körpersprache abhängt. 

Körpersprache: Wieso ist das so wichtig?

Der Einklang von deinen Worten und deiner Körpersprache erzeugt ein authentisches Bild von dir, welches dich glaubwürdig und vertrauenswürdig erscheinen lässt. Unbedingt nötig auf dem Job- oder dem Datingmarkt, vor allem wenn die Tinder-Tipps gezogen haben und es ans Eingemachte geht. 

Entweder entlarvst du selbst sofort Knallköppe, oder du bist in der Lage dich so selbstbewusst und stark zu zeigen wie du wirken möchtest. Tipps, wie du dein Selbstvertrauen außerdem stärken kannst, findest du hier.

Was ist gute Kommunikation?

Jemand, der gut kommuniziert, wird das nie nur mit seinen Worten tun: Das Areal für die Gesten liegt im Gehirn nahe dem der Sprache und sie bedingen einander. Dabei gibt es unterbewusste Gesten, aber auch solche, die intendiert verwendet werden. 

Sogenannte Power Posen werden vor allem bewusst von Menschen genutzt, die besonders viel Stärke ausstrahlen: langsame, elegante Bewegungen, eine aufrichtige Körperhaltung und eine stille Kopfhaltung zum Beispiel. Oder hast du schon mal eine Person in hoher Position gesehen, die rumgezappelt hat?

Das Wichtigste zum Schluss: Eine starke Mimik & Gestik wirkt nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. Am deutlichsten zeigt sich das bereits an einer aufrechten Körperhaltung, die laut Studien zusätzlich dafür sorgt, dass das Stresshormon Cortisol sinkt, uns mehr Energie schenkt und dadurch gar mentale Erkrankungen wie Burn-out oder Depressionen positiv beeinflussen könnte. Weitere Tipps für eine bessere Haltung findest du ebenfalls bei uns.

Mikroexpressionen Frau
Es gibt sogenannte Basisemotionen, die universal sind & sich anhand von Mikroexpressionen deuten lassen.

Gesten & Mimiken zum Mitnehmen

Es gibt keine universalen Gesten, die in jeder Kultur oder in jeder Situation dasselbe bedeuten würden. Nur weil dein Gegenüber die Arme verschränkt, heißt das also nicht gleich, dass die Person keinen Bock auf dich hat. Vielleicht ist ihr einfach kalt. 

Worin sich die Wissenschaft allerdings einig ist: Es gibt sogenannte Basisemotionen, die tatsächlich überall auf der Welt zu jeder Zeit gleich daherkommen. Dazu zählen: Angst, Freude, Trauer, Wut, Überraschung und Ekel. Ein Lächeln oder ein verärgertes Stirnrunzeln bedeuten demnach überall dasselbe. 

Jedoch sind für die Körpersprache nicht nur die Mimik und die Mikroexpressionen wichtig, viel entscheidender ist das Zusammenspiel mit der Gestik, die einiges an Deutung über die Persönlichkeit und Empfindungen des Gegenübers zulässt. Auf folgende Gesten lohnt es sich, in Zukunft zu achten:

Spiegel & Frau
Wer authentisch wirken möchte, wird um den wiederkehrenden Blickkontakt nicht herum kommen.

Geste 1 – wiederkehrender Blickkontakt 

Blickkontakt ist per se immer erst mal gut, zeugt er doch von Interesse, Aufrichtigkeit und Selbstvertrauen. Manche meinen sogar, dass er unabdingbar ist, um sich zu verlieben – übrigens ebenso wie diese 36 Fragen zum Verlieben. Doch wer länger als 3,3 Sekunden starrt, läuft Gefahr, dass der Blickkontakt ins Unangenehme umkippt.

Der anhaltende Blickkontakt verkommt dann zum Starren, wirkt aufdringlich und im worst case sogar aggressiv. Also nicht übertreiben und öfter auch mal weggucken. Nur eben nicht auf den Boden starren. Denn das zeugt von Unsicherheit, Desinteresse oder Scham. 

Geste 2 – leichte Kopfneigung 

Ähnlich wie ein starrer Blick, kann ein starr geradeaus gerichteter Kopf unangenhem wirken. Wer Freundlichkeit ausdrücken möchte, neigt den Kopf daher leicht zur Seite. Ursprünglich wollte man mit dieser Geste Unterwerfung ausdrücken, da so die Halsschlagader freigelegt wird. Das Kopfneigen zeigt in der Annäherung demnach an, dass das Gegenüber einem wohl gesonnen und nicht auf einen Kampf aus ist.

Frau
Eine offene & starke Körpersprache geht mit lockeren Schultern sowie einer offenen Armhaltung einher.

Geste 3 – lockere Arme & Schultern

Wir haben es bereits erwähnt: nicht immer bedeuten verschränkte Arme gleich eine Abwehrhaltung. Dreht das Gegenüber jedoch zudem den Oberkörper weg, gehen die Chancen gen null, dass das Gegenüber gerade gerne in der Situation verweilt. Dabei müssen die Arme nicht immer gänzlich verschränkt sein: Wir legen auch gerne nur eine Hand auf die gegenüberliegende Schulter, wenn sie sich unwohl fühlen und in eine Schutzhaltung flüchten wollen.

Weiter sagt man hängenden Schultern nach, dass sie eine traurige Empfindung ausdrücken würden. Hochgezogene Schultern hingegen stehen für Anspannung und Konfrontation. Nicht nur sind Arme und Schulter dahingehend ideal, um die Körpersprache des Gegenübers zu deuten. Vor allem man selbst kann – wenn man denn überhaupt darauf aus ist offen und selbstbewusst zu wirken – mit einem durchgedrückten Rücken, lockeren Armen und Schultern einen souveränen Eindruck machen.

Frau schüchtern
Sich andauernd in Gesicht oder Haare zu fassen kann nach außen unsicher wirken.

Geste 4 – hantierende Hände

Kratzt sich das Gegenüber ständig am Hals oder hat ständig die Hände im Gesicht? Dann ist Nervosität, Anspannung, Stress oder Unsicherheit im Spiel. Das Kratzen soll beruhigen, wohingegen die Hand das Gesicht verstecken soll. Nicht selten lassen sich an diesen Gesten – besonders beliebt der Griff in den Nacken gepaart mit einem ausweichenden Blick – Lügen entlarven

Geste 5 – bewusste Gangart

Der Gang eines Menschen verrät einiges über ihn. Bei den sogenannten Power Posen wurde bereits beschrieben, dass ein langsamer Gang Stärke ausstrahlt. Auch lange Schritte, eine aufrechte Haltung und ein gehobener Blick unterstützen diese Wirkung. Kleine, schnelle Schritte und ein gesenkter Blick hingegen strahlen Unsicherheit aus.

Wer an seinem starken Gang arbeiten möchte, sollte dafür vor allem auf Sportarten setzen, welche die Haltung positiv beeinflussenKampfsportarten zum Beispiel.

Füße
Nichts verrät besser, ob man sich weiter in einer Situation aufhalten möchte: unsere Füße.

Geste 6 – ausgerichtete Füße

Schon mal darauf geachtet, wie die Füße deines Gegenübers ausgerichtet sind? Zeigen sie in deine Richtung oder von dir weg? Mit kaum einem Körperteil lässt sich Körpersprache besser deuten. Denn noch bevor wir uns in eine Richtung bewegen (wollen), werden unsere Füße den Weg anzeigen

Möchte jemand demnach kein Gespräch führen oder fühlt sich unwohl (verspürt also einen Fluchtinstinkt) werden die Füße von uns wegzeigen. Stehen die Füße jedoch auf uns gerichtet, am besten leicht nach außen in beide Richtungen geöffnet, fühlen wir uns eingeladener, das Gespräch am Laufen zu halten. Ähnlich verhält es sich im Übrigen, bei übereinandergeschlagenen Beinen. Sind sie zu uns gerichtet, ist das ein gutes Zeichen. Zeigen sie von uns weg, eher weniger.

Körpersprache für dich nutzen

Natürlich ist es interessant, andere Leute zu beobachten, Zeichen zu lesen und ihre Körpersprache zu deuten. Diese Zeichen für dich zu nutzen und an einer offenen, starken Körpersprache zu arbeiten, wird dich vor allem selbst voranbringen und dir ein besseres Gefühl im alltäglichen Leben geben. Weitere hilfreiche Tipps, wie du auch im Netzwerken besser wirst, supereinfach Geld im Alltag sparen kannst und wie du Hochsensibilität erkennst, liest du auch bei uns.