Mittlerweile ist sich die Forschung definitiv einig: Der Snooze-Button auf deinem Handy sollte auf keinen Fall genutzt werden, wenn du aufstehen willst. Studien haben herausgefunden, dass zu mehr Stress im Körper führt, wenn du immer wieder in leichten Schlaf fällst, anstatt durchzuschlafen.

Morgens in die Gänge zu kommen, fällt manchen Leuten schwer, andere springen direkt aus dem Bett und sind bereit für den Tag. Expert:innen nennen das den Unterschied zwischen Eulen und Lerchen: Die Eulen sind eher abends aktiv, während die Lerchen den Morgen voll auskosten können. Gerade für die Morgenmuffel:innen ist es so verlockend, wenn der Wecker klingelt, noch ein paar Minuten liegenzubleiben. Dass das aber eine schlechte und sogar ungesunde Angewohnheit ist, wissen die wenigsten. Hier erfährst du, warum das so ist.

Expert:innen über Snooze

Wer morgens durch seinen Wecker aufwacht, aber sofort wieder auf die ‚Schlummer“ Funktion am Handy drückt und für weitere 10 Minuten wieder einschläft,  schadet seinem Körper. Davon sind zumindest mehrere Wissenschaftler:innen überzeugt. So warnt unter anderem der US-amerikanische Schlafforscher Robert Rosenberg vor dem Snoozeln.

Er glaubt, dass der schnelle Wechsel von Einschlafen und wieder Aufwachen unseren natürlichen Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht bringt.

Frau unter Bettdecke
Ohne Snooze geht es nicht? Das solltest du ändern.(Photo: jacoblund)

Die Snooze-Taste macht noch müder

Der Schlafforscher geht davon aus, dass unser Gehirn durch mehrmaliges Snoozen den Überblick darüber verliert, ob es jetzt hellwach oder todmüde sein soll. Und das hat extreme Konsequenzen: Anstatt fit und ausgeruht, fühlen wir uns müde und schlapp. 

Rosenberg sagt, dass das Snoozen die Produktivität des Gehirns über den gesamten Tag angreift. Er gibt zwei Gründe dafür an: Zum einen gönnt man sich selbst in dieser Zeit keinen „guten“ Schlaf, sondern riskiert sehr leichten und unbefriedigenden Schlaf. Besser wäre es seiner Meinung nach, beim ersten Weckerklingeln aufzustehen.

Außerdem, so Rosenberg, geht man mit jedem Snoozen einen neuen Schlafzyklus ein, den man aber nicht beenden kann.

Nice To Know: Zudem hat eine Studie gezeigt, dass 60 % derjenigen, die auf die Snooze-Taste drücken, gestresster sind. Denn wenn sie länger schlafen, haben sie natürlich weniger Zeit, um sich fertig zu machen. 

Diese These ist umstritten

Doch seine These ist umstritten. Denn andere Schlafmediziner:innen gehen davon aus, dass wir nach dem Aufwachen nicht noch einmal in die für den Körper wichtige Tiefschlafphase fallen und uns das Snooze in der Leichtschlafphase nicht mehr schadet. Aber wenn wir nach dem Snoozen nicht mehr in eine Tiefschlafphase fallen, bedeutet das natürlich auch, dass der weitere Schlaf für uns nicht wirklich erholsam ist und uns dementsprechend nicht wacher macht.

Doch bei aller Uneinigkeit haben die Forscher:innen einen Konsens: Die meisten Menschen gehen einfach viel zu spät ins Bett und bekommen so zu wenig Schlaf. Dadurch fühlen sie sich morgens wie gerädert und neigen eher dazu, die Snooze Taste zu drücken. Eine Lösung für das Problem erfährst du im Fazit dieses Artikels.

Frau Schlafen Nachdenken Bett entspannen
Wer genug Schlaf bekommt, braucht die Snooze-Taste nicht.

Fazit: Gönn dir mehr Schlaf

Achte also darauf, dass du genügend schläfst. Sieben bis acht Stunden sind super, damit du dich morgens ausgeruht fühlst.

Viele Menschen gehen jedoch früh genug ins Bett und können trotzdem nicht einschlafen. Hier hilft eine gute Abendroutine, um Stress und Anspannung zu verhindern. 

Für einen erholsamen Schlaf raten Forscher auch dazu, bis zu zwei Stunden vor dem Einschlafen auf zu anstrengenden Sport zu verzichten und keine schweren Mahlzeiten mehr zu essen. 

Redaktionstipp: 7 Tricks, die dir am Abend helfen, besser einzuschlafen, erfährst du hier.