Einsamkeit kann krank machen und in manchen Fällen sogar zu einer Depression führen. Vor allem jetzt im Quarantänewinter fühlen sich besonders Singles oft allein – das zeigte eine Studie des Singleportals Parship mit fast 4.000 TeilnehmerInnen.

Einsamkeit & Depression: So anfällig sind Singles

Von den 4.000 Singles gaben ganze 84 % an, dass Einsamkeit eine Rolle in ihrem Leben spielt. Vor allem während der Corona-Pandemie stieg die Angst vor Vereinsamung und Depression.

73 % der Befragten kannten diese Gefühle aber bereits vor dem Ausbruch der Pandemie. Single-Männer leiden laut der Umfrage noch stärker unter Einsamkeit als weibliche Singles.

Junge Menschen leiden am meisten unter Einsamkeit

Viele Menschen denken, dass vor allem ältere Menschen unter dem Alleinsein leiden. Das überraschende Ergebnis der Umfrage aber lautet: Es sind die Singles zwischen 18 und 29 Jahren, die durch die Einsamkeit besonders anfällig für Depressionen sind.

93 % der Befragten in diesem Alter gaben an, sich mit dem Thema Einsamkeit zu beschäftigen. Bei den über 60-Jährigen hingegen waren es nur 83 Prozent.

Was tun gegen das Alleinsein?

Im ersten Lockdown war es Frühling: Man konnte spazieren gehen und mit der besten Freundin im Park picknicken. Aber was jetzt tun, damit aus dem Winterblues keine ausgewachsene Depression entsteht? 61 % der jüngeren Befragten gaben an, Angst vor den Wintermonaten zu haben.

Deshalb halten vor allem Männer in den Wintermonaten verstärkt Ausschau nach einer neuen Partnerin. Frauen dagegen halten sich mehr an die Familie und Freunde, um der Einsamkeit zu entfliehen.

Außerdem konzentrieren sich die 18 bis 29-Jährigen stärker auf Hobbies oder die Arbeit. Ältere dagegen setzen auf einen strukturierten Tagesablauf, um die eigene Anfälligkeit für eine Depression durch Einsamkeit zu mindern.

Self-Care gegen den Winterblues

Ein bewährtes Mittel, um aus dem winterlichen Stimmungstief herauszukommen, ist es, Dinge für sich selbst zu tun. 79 % der Frauen umgehen mit Self-Care die Corona-Depression. Und von den Ü-60ern kann sich die jüngere Generation noch etwas abschauen: 29 % von ihnen widmen sich ehrenamtlichen Tätigkeiten als Selbsthilfe gegen die Einsamkeit – Eine Win-Win-Situation.

Die Corona-Pandemie kann erheblichen Einfluss auf unsere psychische Gesundheit haben. Wie sich die Pandemie beispielsweise auf Essstörungen auswirkt, liest du hier. Und: Viele Menschen legen sich Haustiere zu, um der Einsamkeit zu entfliehen. Warum das meistens keine gute Idee ist, verraten wir dir hier.