Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt 500.000 Todesfälle, die das Herz-Kreislaufsystem betreffen, auf Transfette zurück. Aber was macht diese Art von Fettsäure so gefährlich? Und was ist das überhaupt? Wir haben für dich alle Informationen zum Krankmacher im Überblick.

Was sind Transfette?

Transfette sind die Abkürzung für Transfettsäuren. Sie bilden sich bei der Härtung von ungesättigten Fettsäuren. Durch diesen Prozessen werden sie streichfähiger und teilweise cremiger. Darüber hinaus werden Transfette gerne in Industrieprodukten genutzt, weil sie billig hergestellt werden können und lange haltbar sind.

Warum Transfette so gesundheitsschädlich sind

Wenn du Transfette aufnimmst, erhöht sich der Spiegel von LDL-Cholesterin im Blut. Das wiederum ist ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zeitgleich reduzieren diese gefährlichen Fettsäuren das gesundheitsfördernde HDL-Cholesterin, welches sich verstärkt in den Gefäßen ablagert und die Gefäßverkalkung unterstützt.

Ein dauerhafter Konsum der Fettsäuren kann also zum Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäßen führen und Herzinfarkte, Schlaganfälle sowie Arteriosklerose, bei der sich die Arterien durch Ablagerungen verengen, auslösen. Darüber hinaus steigt die Wahrscheinlichkeit an Diabetes Typ II zu erkranken.

Deswegen setzt sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) dafür ein, dass Transfette vollständig verboten werden.

Pommes mit Ketschup und Mayo
Pommes von der Imbussbude tun zwar der Seele, aber nicht dem Herzen gut.(Photo: Gottfried Czepluch via www.imago-images.de)

In welchen Lebensmitteln Transfette enthalten sind

Die schlechte Nachricht: In fast allen fetthaltigen Industrieprodukten sind auch Transfette enthalte. Besonders viele dieser Fettsäuren begegnen dir in folgenden Lebensmitteln:

  • Backwaren: Croissants, Kuchen, Kekse, Donuts, Mürbeteiggebäck
  • Fast Food: Pizza, Burger, Pommes Frites
  • Snacks: Chips, Flips, Popcorn, Müsliriegel
  • Fertiggerichte: Trockensuppen, Panaden auf Tiefkühlprodukten
frisch gebackene Muffins mit Puderzucker auf Backgitter neben Kaffeetasse
Wenn du Süßes in Zukunft selber bäckst, sparst du dir viele Transfettsäuren.(Photo: Cavan Images via www.imago-images.de)

Wie du Transfette in deiner Ernährung reduzieren kannst

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät dazu nicht mehr als ein Prozent der Nahrungsenergie aus Transfetten aufzunehmen. Bei Frauen sind das umgerechnet ungefähr zwei Gramm täglich. Zum Vergleich: Laut Foodwatch enthält ein Buttercroissant von Backwerk bereits 4,58 Gramm Transfettsäuren. 

Dafür solltest du am besten auf fettige Industrieprodukte und gehärtete oder teilgehärtete Pflanzenfette verzichten. Stattdessen kannst du zum Braten oder Frittieren auf Öle mit Raps, Sonnenblumen oder Erdnuss setzen und auf eine niedrige Erhitzung. Wenn Öl in der Pfanne raucht, kann es bereits krebserregend sein.

Wenn du auf Snacks oder Süßes nicht verzichten willst, hilft es Kuchen, Kekse und Chips selbst herzustellen. So hast du volle Kontrolle über die Zutaten. Und wenn es gar nicht geht: Hier findest du eine Liste von gesunden Snacks für deinen Fernsehabend.

Fazit: Ohne Transfette geht’s dir besser

Transfette fördern den Verschluss von Herzkranz- und Hirngefäße und erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes Typ II. Wenn du deiner Gesundheit etwas Gutes tun willst, kannst du fettige Industrieprodukte meiden und stattdessen selbstgemachte Gerichte und Snacks wählen. Kleiner Tipp: Kokoschips sind jetzt voll im Kommen, lecker und auch noch gesund!

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